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Analyst Relations

28. September 2006, 09:32 Uhr von Torsten Herrmann

Kürzlich suchte ich nach einem Buch über die Arbeitsweise von Marktanalysten, aber dazu gibt es nichts. Immerhin aber gibt es das Buch “Best Practices in Industry Analyst Relations” oder auch mit dem Titel “Getting Results from your Analyst Relations Strategies” von Louis Columbus. Obwohl man es auch bei Amazon als PDF-Download bekommen kann, ist es hier als kostenlose Kopie erhältlich. Ich habe es bisher nur oberflächlich gelesen, aber für jeden, der mit Marktanalysten zu tun hat, ist das ein wirklich guter Leitfaden.

OpenBC wird XING

24. September 2006, 10:28 Uhr von Torsten Herrmann

óber Robert Basics Blog bin ich auf einen Beitrag bei comdao.net gestoßen. Dort berichtet Hannes Offenbacher in ihrem Social Networking-Blog, dass OpenBC umgenannt wird zu XING. Die offizielle Bestätigung findet sich hier. Ich hatte kürzlich ein Interview mit Lars Hinrichs – ich glaube in der Wirtschaftswoche – schon gelesen, dass das bevorsteht. Das “BC” würde im angelsächsischen Raum als “Before Christ” verstanden und auch in anderen Ländern zu Schwierigkeiten führen. Hannes Offenbacher analysiert sehr schön, warum diese Namenswahl unglücklich ist. Anscheinend ist es der Versuch, in Asien einen Fuß in die Tür zu bekommen, wo es wohl laut Don Alphonso (in den Kommentaren bei Robert Basic) schon zwei konkurrierende starke Anbieter gibt. Zudem beschreibt Lothar B. Baier dort über die möglichen negativen Bedeutungen von XING im Chinesischen. “Rohes Fleisch, Orang-Utan, Folter, Gußform, kritisch prüfen, nüchtern werden, sich schneuzen oder Veranlagung” sind nicht wirklich sehr verlockende Namen. Gleichzeitig soll es eine Ableitung des englischen Begriffs “Crossing” sein.

Den Namenswechsel hat ein Schweizer Blogger vor der offiziellen Bekanntgabe herausgefunden. Remo Uherek ist dabei über die einsehbaren Markenregister gegangen, in denen man sehen konnte, dass die OpenBC GmbH den Begriff “XING” hat registrieren lassen. Die Geschichte darüber in seinem Blog mit einem lustigen Schweizer (?) Namen, dessen Bedeutung sich mir leider nicht erschließt.

Medienbeobachtung und Investment Banking

22. September 2006, 11:51 Uhr von Torsten Herrmann

Blogs werden im Investment Banking-Bereich intensiv genutzt. Mir war das nicht bekannt, aber ein Artikel, den mir ein Freund kürzlich zuschickte, hat mir einen Einblick in diesen Bereich eröffnet. So verbreiten Investment Banker auf der einen Seite über Blogs Informationen und auf der anderen Seite überwachsen sie Blogs als Informationsquelle mit Hilfe professioneller Tools.

Einen Einstieg in Investment Banking-Blogs bietet der Blog von Roger Ehrenberg, CEO von Monitor110. Das Unternehmen bietet eine Plattform für die óberwachung und die Filterung der Informationen aus Blogs. Das Thema Medienbeobachtung ist natürlich eine Standardaufgabe im PR-Bereich und die Pressrelations GmbH bietet ebenfalls einen Dienst an, um Blogs und andere Online-Quellen wie Foren etc. zu überwachen.

In Blogs wird das Thema Medienüberwachung eher negativ diskutiert. Ich glaube, dass es wichtig und nur fair ist für Unternehmen, zu wissen, was über sie geschrieben wird. Die eigentliche Frage ist dann, wie sie damit umgehen. Viele Unternehmen begehen dann den Fehler, den Anwalt einzuschalten und Abmahnungen zu schicken. Meist erhebt sich dann ein Sturm an negativen Beiträgen in dutzenden bis hunderten von Blogs, was im Vergleich zu einem möglicherweise ungerechtfertigten Beitrag wirklich schadet. Meist gehen Abmahnaktionen für Unternehmen daher negativ aus. Ein aktueller Fall, eine Abmahnung von Mediamarkt, findet sich im Blog Rainersacht.

Wanderwochenende Schweiz

22. September 2006, 11:23 Uhr von Torsten Herrmann

Wanderung Schweiz

Dieses Foto gibt einen kleinen Eindruck von einem verlängerten Wochenende in der Schweiz. Es entstand auf dem Malatraix (1931 m) bei einer Wanderung von Roche auf den Rochers de Naye (2041 m), in unmittelbarer Nähe von Montreux und vom Genfer See. Insgesamt war ich acht Stunden unterwegs und habe ca. 2.200 Meter Aufstieg und 500 Meter Abstieg gemeistert. Die Beine tun immer noch ein wenig weh.

Gelesen: Chris Anderson – The Long Tail

13. September 2006, 22:44 Uhr von Torsten Herrmann
The Long Tail

The Long Tail von Chris Anderson, Redakteur bei Wired, ist ein derzeit viel diskutiertes Buch über die Auswirkungen des Internet auf den handel. Worum es geht, zeigt der Untertitel sehr schön: “How Endless Choice is Creating Unlimited Demand.” Anderson stellt aufgrund der Verkaufszahlen mehrerer Onlinehändler von Konsumgütern wie Bücher oder digitale Musikstücke fest, dass all die Produkte, die im stationären Handel aus ökonomischen Gründen (Lagerkosten, Transportkosten, Abschreibungen, etc.) nicht erhältlich sind, im E-Commerce sich zu echten Umsatzbringern addieren. Die Masse macht’s, auch wenn von den einzelnen Titel nur eine Handvoll verkauft werden und meist sind es einige mehr.

Er beschriebt, wie die Pareto-Verteilung oder 80/20-Regel, wonach bei der Umsatzanalyse 20 Prozent der Produkte für ca. 80 Prozent des Umsatzes verantwortlich sind, im E-Commerce zunehmend an Bedeutung verliert. Oder wie es Wissenschaftler vom MIT in Ihrem Beitrag “Goodbye Pareto Principle, Hello Long Tail: Modeling and Measuring the Effect of Search Cost on Product Sales Distribution” (PDF) ausdrücken, die zu diesem Thema forschen:

“The 80/20 rule has proved to describe the product sales distribution very well in a traditional business environment. However, the Internet seems to have changed this balance. By greatly lowering search costs, by creating virtually unlimited âÌóshelf spaceâÌ? and by facilitating powerful recommender system, information technology in general and online markets in particular have the potential to radically increase the collective share of niche products, and flatten the sales distribution.”

Anderson glaubt, dass das Internet diese Entwicklung auch in anderen Märkten bewirkt. Ich jedoch frage mich, inwieweit die Aussagen auch in B2B-Märkten gelten. Letztlich entwickelt sich die Umsatzverteilung über die Anbieter entlang des Technology Adoption Cycle (siehe z. B. Geoffrey A. Moore: Crossing the Chasm, Marketing and Selling High.Tech Products to Mainstream Customers“) immer auch hin zu einer Pareto-Verteilung und irgendwann fallen die Anbieter mit den niedrigen Marktanteilen durch óbernahme oder Insolvenz bzw. Geschäftsaufgabe weg. Ich frage mich aber, ob das Internet an dieser Entwicklung ernsthaft ewas ändert. Ich höre solche Aussagen stellenweise von Technologieunternehmen, aber einen Trend würde ich davon nicht ableiten.

Zuerst habe ich über das Buch bei Mario Sixtus in seinem Blog gelesen.
Zum Einstieg empfielt sich ein Beitrag von Chris Anderson aus Wired, der online verfügbar ist.
Chris Anderson hat auch ein Blog, in dem zahlreiche weitere Quellen sowie wissenschaftliche Arbeiten verlkinkt sind.