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Gelesen: Richard Florida – The Rise of the Creative Class

22. November 2006, 08:44 Uhr von Torsten Herrmann
Rise of the creative class Richard Florida

Rise of the Creative Classvon Richard Florida ist das spannendste Wirtschaftsbuch, das ich seit langem gelesen habe. Auch wenn es mit meinem Beratungsbereich kaum praktische Relevanz hat (dachte ich zumindest bis zu einem Kundengespräch gestern).

“The distinguishing characteristic of the Creative Class ist hat its members engage in work whose function is to “create meaningful new forms”. I define the Creative Class as consisting of two components. The Super-Creative Core of this class includes scientists and engineers, university professors, poets and novelists, artists, entertainers, actors, designers and architects as well as the thought leadership of modern society: nonfiction writers, editors, cultural figures, think-tank researchers, analysts or other opinion makers. (…) Beyond this core group, the Creative Class also includes “creative professionals” who work in a wide range of knowledge-intensive industries such as high-tech sectors, financial services, the legal and health care professions, and business management.” (Seite 68 – 69)

Richard Florida arbeitet heraus, dass sich die Creative Class eher an Städten bzw. Regionen denn an Staaten orientiert. Gründe sind die Verteilung der 3-T: “Technology Talent, and Tolerance” (Seite 249). Zentrale Maßstäbe für Tolerance sind die Offenheit gegenüber Einwanderern und Homosexuellen. Ich weiß nicht, ob es eine vergleichbare, genaue Untersuchung für Deutschland gibt, aber hier scheint mir die Verteilung unklarer zu sein. Während München beispielsweise den größten Teil der IT-Industrie beherbergt, gilt die Stadt wohl nicht als besonders tolerant. Berlin mit seiner hohen Arbeitslosigkeit wird wohl als kreativ gelten, aber diese Kreativität zieht keine Arbeitsplätze an. Frankfurt ist sicherlich bei Toleranz sehr weit oben, aber im Bezug auf Talent und Technologie eher im Mittelfeld zu finden. Sicherlich tut Frankfurt auch die Konzentration auf den Finanzsektor nicht gut, denn ein Arbeitsplatzaufbau ist in diesem Sektor wohl nicht zu erwarten.

Technorati und Suchmaschinenmarketing

20. November 2006, 09:33 Uhr von Torsten Herrmann

Technorati ist eine Suchmaschine für Blogs, die eigentlich wenig genutzt wird und recht lange braucht um sich zu aktualisieren. Auch die Qualität scheint nicht optimal zu sein, wie sich bei der Diskussion um die meistverlinkten Blogs, für die internationale PR-Agentur Edelman eine mangelhafte Liste in Zusammenarbeit mit Technorati veröffentlichte. Die immer noch beste Liste findet sich bei den Deutschen Blogcharts.

Technorati und Google

Im Spreeblick-Blog ist ein – vor allem für Suchmaschinen-Marketing-Menschen interessantes Phänomen - aufgefallen. Sucht man bei Google nach “StudiVZ“, so erscheint in der Google-óbersicht ein Treffer bei Technorati mit der Titelbeschreibung “jede Menge Artikel die über studivz herziehen”. Das Interessante ist nun, dass Google Technorati überhaupt nicht durchsucht, da Technorati dies per robots.txt-Datei verhindert. Aufgrund des hohen Verlinkungsgrades (allgemein und für diese Suche) und eines page ranks von 8 erscheint Technorati trotzdem in der Liste. Wenn ich das richtig verstanden habe, so liegt es wohl daran, dass Google als einzigen Text den eines einkommenden Links nimmt, der als Titel “jede Menge Artikel die über studivz herziehen” stehen hat. Eigentlich müsste man das für Suchmaschinenmarketing ausnutzen können, was zum Glück nicht meine Domäne ist. Allerdings müsste da so einiges zusammenkommen, wie mir scheint. Aber Ihr Suchmaschinenmarketer um die Ecke wird es Ihnen bestimmt bald anbieten.

Privatheit und “Web 2.0″

15. November 2006, 18:19 Uhr von Torsten Herrmann

Bei den weiter wachsenden Communities, die dem “Web 2.0″ zugerechnet werden, steht derzeit vor allem StudiVz, eine Online-Studenten-Community, in der Kritik. Die Vorwürfe lauten unter anderem Domaingrabbing, Abkupfern beim amerikanischen Vorbild Facebook und vor allem die privaten Äußerungen und Aktionen (z. B. die Online-Veröffentlichung einer Partyeinladung im Stil des Nazi-Mediums Völkischer Beobachter) von einem der Firmengründern. Da Holtzbrink Ventures in das Unternehmen investiert hat und über einen Verkauf an das US-amerikanische Original Facebook spekuliert wird, stört diese Kritik die Bewertung des Unternehmens wohl erheblich. Nachlesen kann man das inzwischen beispielsweise auf Spiegel Online, im Blog von Karsten Wenzlaff oder am zentralen Ort der Kriktik in der Blogbar. Inzwischen und viel zu spät entschuldigt sich der Firmengründer für seine Fehler im Unternehmens-Blog.

Bei der ganzen Diskussion frage ich mich: Alles soll immer sehr kuschelig erscheinen, alle mögen sich, der Firmengründer dreht kleine Videos und veröffentlicht sie auf Youtube, nur: Was hat das mit professioneller Unternehmenskommunikation zu tun? Warum muss die eigene Privatheit – die ja in all diesen Communities ohnehin immerzu in Frage gestellt wird – auch noch als Teil der Firmenkultur herhalten? Macht man sich damit nicht viel zu anfällig für Kritik (im vorliegenden Fall sicherlich zu Recht)?

Als PR-Mann würde ich das bei keinem Kunden sehen wollen, zumal nicht wenn es um ein Unternehmen geht, das verkauft oder möglicherweise an die Börse gebracht werden soll. Da will ich “Blut, Schweiß und Tränen”-Geschichten sehen. Da will ich, dass die Gründer 20 Stunden pro Tag arbeiten und sich ausschließlich von Pizza ernähren. Aber da will ich nichts von Partys lesen oder selbstgedrehte Videos mit vom Firmengründer angequatschen, weiblichen Partygästen im Internet sehen. Der ganze Kuschelquatsch ist einfach nicht angemessen, hier geht es ums Geschäft. Auch der “Wir-für-Euch”-Ansatz, der so tut, als hätten da ein paar Studenten was für Studenten gemacht, ist aufgrund der amerikanischen Vorbilder nicht sehr glaubwürdig. Die Geschichte müsste doch heißen, da haben ein paar Studenten ihr Studium Studium sein lassen und ein Geschäft aufgezogen, für das sie 20 Stunden am Tag arbeiten und es halt besser machen als alle Studenten, die so eine Chance sehen, aber nicht wahrnehmen.

Letztlich aber frage ich mich vor allem: Warum haben die keinen Kommunikationsberater, der dieses PR-Desaster wenn schon nicht mehr verhindern, so doch zumindest hätte vermindern können.

Neues Internet-Marketing-Werkzeug HitTail

14. November 2006, 21:42 Uhr von Torsten Herrmann

Ein spannendes, neues Internet-Marketing-Werkzeug habe ich im Zuckerwatte-Blog entdeckt: HitTail. Basierend auf der LongTail-Idee (“The Long Tail of Search“) von Chris Anderson analysiert dieses derzeit noch kostenlose Suchmaschinenmarketing-Tool (Beta-Phase) die Suchbegriffe, mit denen Besucher auf die Website kamen. Aufgrund von Algorithmen werden dann die jenigen Suchbegriffe herausgefiltert, die das größte Potential bieten, Besucher auf die Seite zu bringen. Das System schlägt Suchbegriffe vor, die man in Beiträgen verwenden bzw. Themen über die man schreiben sollte. Bei Begriffen wie “diskrete Fertigung” oder “SCOR Modell” kommen die Besucher mit einer hohen Wahrscheinlichkeit hier her und es lohnt sich also weniger, über diese Themen zu schreiben. Bei den Themen “Transportprotokoll Canbus” oder “PR Leitfaden” besteht dagegen ein hohes Potential, sagt mir das Online-Werkzeug. Ich werde mal beobachten, wie sich die Analysen über die Zeit verändern, denn bisher läuft es erst seit einem Tag. Dann aber werde ich mir überlegen, ob ich damit auch die Webseiten meiner Kunden bearbeite, denn gerade im Moment habe ich ein umfangreiches Online-Projekt, bei dem ich dieses Wissen gut gebrauchen könnte.

Nachwuchsmangel Ingenieure

13. November 2006, 17:16 Uhr von Torsten Herrmann

Vergangenen Freitag war ich auf der Absolventenveranstaltung der FH Gießen-Friedberg. Der Förderkreis Elektrotechnik organisiert die feierliche Zeugnisübergabe, da – so erzählte mir der Vorsitzende Prof. Dr.-Ing. Werner Bonath – ihnen das nüchterne Abholen der Zeugnisse im Sekretariat unangemessen schien. Verabschiedet wurde die neueste Generation Elektrotechniker. Ehrlich gesagt war ich überrascht, wie wenige Studenten diesen Studiengang abschließen. Auch wenn möglicherweise einige schon ihre neue Arbeitsstelle angetreten haben oder den wohlverdienten Nachstudiumsurlaub genießen. Dass es einen Ingenieursmangel gibt, ist für mich nicht mehr verwunderlich.

Direktmarketing-Fehler

08. November 2006, 15:59 Uhr von Torsten Herrmann

Kürzlich erhielt ich eine Email von einem Kollegen, der mir seine Dienste im Bereich Text für Direktmarketingaktionen anbot. Das Anschreiben spielte irgendwie mit Hesse (ich befürchtete zu Recht Hermann Hesse, den ich schon im typischen Lesealter von 18 Jahren schrecklich langweilig fand) und dem Namen des Autors. Was dieser mir jedoch mit dem Anschreiben sagen wollte, hatte ich nach dem Durchlesen der Email nicht verstanden. Zudem fehlte mir die Zeit und die Muße inmitten eines Projektes darüber zu rätseln. Ich antwortete, dass ich die Email nicht verstände und dass er mich bitte aus dem Verteiler nehmen solle. In der Antwort bedauerte der Anbieter mein Unverständnis und teilte mir mit, dass mir der Sinn sicherlich klar geworden wäre, sobald ich das anhängende PDF-Dokument geöffnet hätte. Nur: Damit ist der gesamte Sinn verfehlt, denn entweder interessiert mich das Anschreiben schon so, dass ich den Anhang öffne oder eben nicht. Jeder weiß, dass Anschreiben schwierig sind, aber so falsch liege ich bei eigenen Aktionen hoffentlich nicht.

Einen weiteren schönen Fehler, der mich mindestens eine Minute lang rätseln ließ, erhielt ich gestern. Im Brief, der im Anhang einer Email verschickt wurde, sah die Unterschrift irgendwie merkwürdig aus. Sie schien oben aufgehängt und ich war beeindruckt, dass jemand so unterschreiben kann und hielt dies für eine besondere persönliche Note. Bei näherem Hinsehen zeigte sich dann, dass die Unterschrift sowohl vertikal als auch horizontal gespiegelt war. Das Ergebnis erinnerte dann an thailändische Schriftzeichen. Meine Aufmerksamkeit war damit gewonnen. Nur frage ich mich noch immer, wie so ein Fehler passieren kann.

Corporate Blog-Studie

06. November 2006, 17:38 Uhr von Torsten Herrmann

Ingo Haupt hatte mich vor einiger Zeit eingeladen, an einer Studie über Corporate Weblogs teilzunehmen. Heute mailte er mir erste Ergebnisse zu. Demnach beeinflussen “Informationsgehalt, Glaubwürdigkeit, Ansprechbarkeit und Interaktivität” die Loyalität der Leser indirekt. Warum sie diese nur indirekt beeinflussen und was die Loyalität direkt beeinflusst, wird mir aus der Zusammenfassung leider nicht klar. Ein weiterer Punkt jedoch greift zu kurz:

Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmens-Weblogs ein effektives Kommunikations- und Informationsinstrument für den Aufbau und die Pflege von Loyalität im Internet darstellen. Vor allem im Bereich Kundenbindung offenbaren sie ein enormes Potential. Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse kann Unternehmen geraten werden, Weblogs als Teil ihrer Kommunikationsstrategie einzusetzen und dadurch vor allem die Kundenbindung im Internet zu verbessern.

Diese Aussage stimmt wenn dann eher für die B2C-Kommunikation. Die Bindung der Kunden an chain relations beeinflusst dieses Weblog nicht im geringsten. Der Grund dafür ist die extrem enge Zusammenarbeit mit meinen Kunden. Diese Woche habe ich beispielsweise zwei Termine mit der Schleißheimer GmbH und einen mit der DLS GmbH. Ich stehe mit jedem Kunden nahezu jede Woche im Mail- oder Telefonkontakt. Ich bin jedoch grundsätzlich skeptisch, was die Vorteile von Weblogs im Bezug auf Kundenbindung oder -gewinnung angeht.

Bei Interesse an den Ergebnissen können Sie sich direkt an Ingo Haupt unter ingohaupt@gmx.net wenden.

Virtual Mobile Security Roundtable

01. November 2006, 13:50 Uhr von Torsten Herrmann
Vo�möller concept04

Auf securitymanager.de gibt es einen sogenannten Virtual Roundtable zum Thema Mobile Security. Mit dabei der chain relations-Kunde Frank Voßmöller, Geschäftsführer von concept04 GmbH & Co. KG. Er zeigt darin die Relevanz einer Firewall für mobile Endgeräte, wie PDA Phones oder Smartphones auf: “Mit Personal Firewalls, Virenschutz und Festplatten-Verschlüsselung ist man gut geschützt, wenn diese Instrumente wirklich eingesetzt, richtig konfiguriert, zentral verwaltet und kontinuierlich aktualisiert werden. “