Quantcast
AGENTUR SOFTWARE DOWNLOADS BLOG GLOSSAR ENGLISH KONTAKT

Abschluss

08. December 2006, 16:20 Uhr von Torsten Herrmann

Kürzlich bekam ich einen Auftrag bei einem größeren, potentiellen Kunden nicht. Der ganze Prozess zog sich über mehrere Monate, was allerdings aufgrund der Komplexität des in Aussicht stehenden Auftrags auch nicht verwunderlich war. Ein Angebot auf Englisch habe ich dazu mit mehreren Partneragenturen in anderen Ländern ausgearbeitet. Am Ende also sagte der Kunde ab, nicht mal endgültig, aber vorerst wolle man mit dem bestehenden System weiter arbeiten. So etwas passiert, auch wenn ich mich natürlich intensiv damit auseinander setze, an welchen Punkten im Vertriebsprozess ich etwas besser hätte machen können. Auch um den langen Entscheidungsprozess abzukürzen bzw. mir im Verlauf besser klar zu werden, wo ich stand, wo ich hätte nachlegen können etc. Entscheidend aber ist für mich dieser Punkt: Mit der Absage war dieser Prozess aber auch abgeschlossen, die Unsicherheit, ob oder ob nicht war vorüber. Es ist ein Abschluss, so dass ich mich nun auf die nächsten potentiellen Kunden konzentrieren kann. Parallel habe ich diesen Gedanken übrigens in dem äußerst praxisnahen Vertriebs-Ratgeber Consultative Closing von Greg Bennett gelesen.

Web 3.0: Netzneutralität oder Pricingproblematik der Infrastuktur-Anbieter

07. December 2006, 20:01 Uhr von Torsten Herrmann

Aktuell ist auf Spiegel online ein Artikel über die sogenannte Netzneutralität erschienen. Diese besagt, dass die Infrastrukturanbieter des Internets, in Deutschland also vor allem die Deutsche Telekom, jeden Nutzer des Internet gleich behandeln müssen und dass die Content-Provider nichts für die Einspeisung ihrer Informationen (und damit zum Teil ihrer Produkte) zahlen müssen. Bei den beobachtbaren Preissenkungen im DSL-Bereich ist es kein Wunder, dass früher oder später (als ehemaliger Monopolist vielleicht früher) die Margen für die Infrastruktur-Anbieter wegbrechen müssen. Also gibt es als Preismodell nur zwei verschiedene Ansätze, die beide die Netzneutralität, wonach ja das Netz allen gehört, durchbrechen. Entweder die Content-Provider zahlen oder die Nutzer. Die Preissensibilität der Nutzer lässt ein verändertes Preismodell schwierig erscheinen, wie man gerade bei den Preismodellen für die mobile Internet-Nutzung sehen kann. Die Zahlen sind mickrig, die Konsumenten nutzen ihre Mobiltelefone hauptsächlich zum Telefonieren und zum SMS-Schreiben. Eigentlich wären die Content-Anbieter dran, also vor allem all die, die im Internet Geld verdienen, seien es die Social Communitys a la OpenBC/XING oder StudiVZ, die Aggegatoren a la Google oder E-Commerce-Anbieter wie Amazon. Da ich selbst in der realen Welt für die Möglichkeit Dienstleistungen anzubieten zahlen muss (Gewerbesteuer, IHK-Gebühren oder für Großunternehmen Zertifikate für die Umweltverschmutzung etc.), halte ich Gebühren für die Nutzung des Internets für vertretbar. Gerade die Aggegatoren, die selbst ja keinen oder kaum Content erstellen, wären da an der Reihe. Die Diskriminierung von kleinen Anbietern oder Bloggern und Foren halte ich für vermeidbar, in dem man die Gebühren volumenabhängig gestalten würde. Und wenn sich die Content-Anbieter lange wehren, werden am Ende die Nutzer doch zahlen müssen. Zumindestens wenn die Reglulierungsbehörden da mitspielen.

Rechtschreibung und Konsistenz

04. December 2006, 14:40 Uhr von Torsten Herrmann

Ich schaue mich in letzter Zeit öfter in Stellenbörsen um – sowohl für einen Kunden als auch für mein kleines Unternehmen. Dabei stelle ich immer wieder fest, wie schludrig die Leute mit der deutschen Sprache umgehen. Sicherlich, es gibt die Rechtschreibreform, die einige Klarheiten beseitigt hat. Aber wer im Marketing arbeiten will, muss zeigen, dass er oder sie Deutsch sehr gut beherrscht. Wenn ich dann Kommentare oder sonstige Einträge lese, in denen jedes Wort klein geschrieben wird, “dass” und “das” verwechselt wird oder Kommas äußerst rar verteilt werden, dann denke ich: In einer Stellenbörse, bei der Anbieter sich umschauen, kann ich mir als Bewerber doch keine Blöße geben. Da ist auch eine Ausrede à la “ist ja nur Internet, normalerweise bin ich sorgfältiger” unangebracht. Auch ich mache mal Fehler, die deutsche Sprache ist schwierig genug, aber als Bewerber muss ich mich so gut wie möglich präsentieren. Auch Unaufmerksamkeiten wie “Ich bin telefonisch gerne für Sie erreichbar” und dann findet sich keine Telefonnummer, fördert die Attraktivität für einen kontaktintensiven Job nicht gerade. Von einem systematischen Suchen nach Bewerberinformationen über Google – wie es vor kurzem anschaulich in der Wirtschaftswoche zu lesen war – rede ich dabei noch gar nicht.