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Zitiert in der Süddeutschen

24. February 2007, 13:18 Uhr von Torsten Herrmann

In der Süddeutschen Zeitung ist gestern ein Beitrag über Netzwerke erschienen. Die Journalistin Anja Dilk, die den Beitrag verfasst hat, hat mich dazu befragt und ich habe einiges Kritisches gesagt. Ich bin wie so viele auf einigen langweiligen Netzwerktreffen gewesen, wie z. B. Visitenkartenpartys. Online bin ich bei OpenBC/XING, was mir wenig bringt, und bei LinkedIn, was ich bis heute nicht richtig eingerichtet habe. Auch bei einem professionellen Empfehlungsnetzwerk war ich einmal und nachdem ich im Anschluss von einer Hand voll Leute, die ich dort getroffen hatte und im Rahmen eines albernen Visitenkartentauschspiels meine Visitenkarte erhalten hatten, freundschaftliche Angebote für meine Altersvorsorge oder Coaching bekam, war mir klar: Das bleibt ein einmaliger Besuch. Ich will es vermeiden als Empfehlungsvieh herzuhalten. Zudem war ich mehr als zwei Jahre Mitglied bei MEETINGplus, was mir sehr beim Aufbau meiner Selbständigkeit geholfen hat und für das ich seinerzeit die óffentlichkeitsarbeit in Deutschland inne hatte. Im Anschluss bildete sich ein kleiner Kreis heraus, der sich als Brain Trust versteht und sich unter dem Namen “Business Circle Bad Homburg” einmal wöchentlich morgens trifft. Die Mitglieder sind alle so gut miteinander vertraut, dass auch Probleme offen angesprochen werden können und gemeinsam nach Lösungen gesucht wird. Inzwischen sind wir dort “nur noch” sieben Mitglieder – eine sehr gute Größe, wenn man sich wirklich als Unternehmer weiter entwickeln will.

Gelesen: Geoffrey A. Moore – Dealing with Darwin

21. February 2007, 23:19 Uhr von Torsten Herrmann
Geoffrey A. Moore - Dealing with Darwin

Es liegt an meinen speziellen Interessen, dass ich von dem Buch Dealing with Darwin von Geoffrey A. Moore (Blog) ein wenig enttäuscht bin. Denn mit Darwin und Darwinismus hat das ganze nicht viel zu tun. Ganz im Gegensatz zu “The Origin of Brands” von Al & Laura Ries.

Aber zurück zum Buch. John Chambers, CEO von Cisco, hatte Geoffrey A. Moore gebeten, eine Case Study über das Unternehmen zu schreiben. Allerdings war dies wohl für den Autoren zu langweilig und deshalb bettete er die Case Study in ein Buch über Innovationen ein. Hinzu kommen dutzende weitere Case Studys, ume sein Thesen zu untermauern. Für Geoffrey A. Moore sind Innovationen der einzige Weg, dem Druck aus Globalisierung, Deregulierung, Preiskampf und funktionale und äußere Angleichung der Produkte (so würde ich Commoditization übersetzen) zu begegnen. Im Gegensatz zu der klassischen, engeren Aufteilung von Innovationen in Prozess- und Produktinnovationen definiert Moore insgesamt 15 Typen, die er entlang des Technologielebenszyklus (Technology Adoption Lifecycle) und darüber hinaus anordnet. Damit wird klar, dass z. B. Marketinginnovationen strenggenommen nicht als Innovationen gelten können. Trotzdem ist diese Aufteilung hilfreich, zumal der Autor praktische Beispiele und Anweisungen aufführt. Natürlich wäre es zu einfach, dogmatisch Moore’s Vorschlägen zu folgen, da sie wie schon in Crossing the Chasm zwar strukturell helfen, die Realität aber meist komplexer ist.

Wortduell im Plural

21. February 2007, 17:02 Uhr von Torsten Herrmann

Anlässlich des heutigen Internationalen Tags der Muttersprache eine kleine Geschichte:

Gestern geriet ich über mehrere Emails hinweg in eine kleine Auseinandersetzung über die Frage, ob in einem Satz ein Verb im Singular oder im Plural zu verwenden ist. Mein Kontrahent auf Kundenseite, mit dem ich bis dahin noch nichts zu tun hatte, outete sich in der dritten Email als Germanist und Linguist. Ab da war meine Argumentationsbasis als Diplom-Kaufmann vielleicht etwas schlechter.

Mein Vorschlag (inhaltlich leicht verändert, strukturell aber gleich):
Der Grad an Partizipation, xxx (eingeschobener Relativsatz), und damit die Effektivität jedes Mitarbeiters werden gesteigert.

Das war mein Vorschlag, den ich mir auch bei der Duden-Sprachberatung als richtig bestätigen ließ.

Sein Vorschlag:
Der Grad an Partizipation, xxx (eingeschobener Relativsatz), und damit die Effektivität jedes Mitarbeiters wird gesteigert.

Daran also entspann sich die Auseinandersetzung zwischen zwei sensiblen Sprachgemütern. Seine Erläuterung war die folgende:

(1) Bei komplexen Satzkonstruktionen ist es aus meiner Erfahrung immer ratsam, diese in ihre Bestandteile aufzulösen. Damit kommen wir zu den folgenden Sätzen:

(2a) Der Grad an Partizipation wird gesteigert.
(2b) Die Effektivität jedes Mitarbeiters wird gesteigert.

In den Beispielen (2a) und (2b) dürfte Ihnen jeder Linguist (und somit auch die Duden-Sprachberatung) bestätigen, dass diese korrekt formuliert sind. Was passiert nun, wenn (2a) und (2b) kombiniert werden?

(3a) Der Grad an Partizipation, welcher gleichbedeutend mit der Effektivität jedes Mitarbeiters ist, wird gesteigert.
(3b)* Der Grad an Partizipation und auch die Effektivität jedes Mitarbeiters wird gesteigert.

Bei (3a) haben wir vermutlich das gleiche Verständnis, hier ist ein “wird” wohlklingend, hingegen bei (3b) handelt es sich um eine markierte Form, es muss aufgrund des Aufzählungscharakters der Plural verwendet werden.
Die Form “und damit” bedeutet im strittigen Satz (1) jedoch dasselbe wie in (3a), weshalb der Singular Verwendung finden muss.

Ich glaube, wir bewegen uns hier in den spannenden Feinheiten der deutschen Sprache. Ich bin noch immer nicht überzeugt, dass mein Vorschlag falsch ist. Ich glaube ja, dass es trotz des “damit” eine Aufzählung ist und bei Aufzählungen muss das Verb im Plural kommen.

Wir haben uns geeinigt. Auf seine Version.

Werbeclips mit John Cleese

19. February 2007, 12:15 Uhr von Torsten Herrmann

Zum Wochenstart habe ich etwas Besonderes gefunden. Der englische Komiker John Cleese, bekannt aus den Monty Python-Filmen, hat in den Achtzigern Werbeclips für einen Computerhersteller gedreht. Und nicht nur einen, sondern weit über ein Dutzend.

Gefunden habe ich das Video bei Spreeblick.

Waffengleichheit Vertrieb und Einkauf

17. February 2007, 20:56 Uhr von Torsten Herrmann

In der aktuellen Akquisa (2/2007) findet sich ein Beitrag zum Titelthema “Aufschwung aus eigener Kraft” über den deutschen Maschinenbau, der Service und innovative Produkte als zentrale Ansätze aufführt. Dabei geht es auch um den Vertrieb: Die interessanteste Information war für mich, dass Vertriebsmitarbeiter pro Jahr zwei Tage in Schulungen verbringen, während die Einkäufer der Industrie in den Genuss von zehn Tagen Weiterbildung kommen. Sicherlich sind die Werte nicht 1:1 vergleichbar, aber nach Waffengleichheit sieht das nicht gerade aus. Entscheidend sind die Vertriebstools, mit denen der Vertriebsmitarbeiter in komplexe Verhandlungsprozesse geht, um die Entscheider bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen. Diese sind übrigens – um im gleichen Artikel angesprochener Kritik zu begegnen – immer individuell.

Teleclass mit Michael A. Stelzner – Writing White Papers

16. February 2007, 10:02 Uhr von Torsten Herrmann
Writing Whitepapers Michael Stelzner

Gestern Abend habe ich an einer “Teleclass” mit Michael A. Stelzner teilgenommen. Er ist wohl einer der erfahrensten White Paper-Autoren in den USA und hat ein sehr hilfreiches Buch zu dem Thema geschrieben. Dabei geht es nicht nur um die korrekte Form eines White Papers, sondern auch um Marketing mit White Papern. Diese sind für die erklärungsbedürftigen Produkte des Industriegütermarketings, wie ich es hauptsächlich betreibe, unerlässlich. Außerdem sind sie ein wenig in Mode gekommen, auch in Deutschland. In Anfragen tauchen sie immer öfter auf, ich selbst schreibe in den kommenden Wochen mal wieder eins und sicherlich wird auch mein kommender Kunde darauf setzen. Voraussetzung ist natürlich, dass es sich wirklich um einen neuen Ansatz oder eine neue Lösung handelt. Dabei ist es meine Aufgabe, das Differenzierende herauszuarbeiten (und vorher auch zu finden). Das Interessante eines White Papers ist aber auch, dass es in Märkten, die langsam der großen Aufmerksamkeit der Medien entschwinden, noch sehr gut eingesetzt werden kann. Während eher die großen, etablierten Anbieter in den Medien noch mit ihren Mitteilungen Gehör finden (Unternehmenssoftware ist dafür ein gutes Beispiel), gibt es immer noch mehr als genug Entscheidungen, die mit den fundierten Informationen, die ein White Paper liefert, vorbereitet werden sollen. Auch in diesen “Late-Majority”-Märkten sind White Paper daher ein geeignetes Instrument.

Gelesen: Merrill R. Chapman – In Search of Stupidity

14. February 2007, 22:15 Uhr von Torsten Herrmann
In Search of Stupidity Merrill R. Chapman

Vor vielen Jahren saß mir einmal ein altgedienter Software-Vertriebsmann gegenüber und erzählte mir von alten IBM-Maschinen. Ich verstand kein Wort. Irgendwann zögerte auch er selbst und sagte dann: “Na ja, sie sind ja alt genug, um das alles zu kennen.” Damals war ich etwa 29 und hatte keine Ahnung von den Höhen und Tiefen der IT-Industrie der ersten gut 15 Jahre der IT-Industrie. Mit dem Buch “In Search of Stupidity – Over 20 Years of High-Tech Marketing Disasters” von Merrill R. Chapman hätte ich einiges mehr gewusst. Denn das Buch hält genau das, was es verspricht: Der tiefe Einblick eines Praktikers über die größten Marketingfehler der IT-Industrie. Neben bekannten Namen tauchen vor allem Urgesteine der Softwarebranche auf, die ich selbst nur vom Hören-Sagen kenne: Ashton-Tate, MicroPro oder Digital Research. Atari, Commodore und Amiga kenne ich wenigstens noch aus den Jugendzimmern meiner Freunde, ich selbst war kein Computerkid der ersten Jahre. Merrill R. Chapman bleibt jedoch nicht bei der historischen Beschreibung legendärer Fehler, die von arroganter Selbst- bis zur katastrophalen Markteinschätzung reichten. Vielmehr analysiert er sie und zeigt, dass sich die Fehler widerholen, dass auch in den vergangenen fünf Jahren einige nichts gelernt haben. Dabei wird er sehr konkret und liefert Detailwissen auch über seine eigenen Fehler (er war Produktmanager unter anderem bei MicroPro). So schreibt er über die zögernde Reaktion Microsofts auf Netscape oder beleuchtet die Geschichte von Siebel Systems. Wer also lieber etwas aus einem flott geschriebenen, lebendigen Buch übers HighTech-Marketing lernen will statt aus den theoretischeren Büchern z. B. von Geoffrey A. Moore(von denen Merrill R. Chapman wenig hält), dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt.

Ingenieursmangel und Schweinezyklus

14. February 2007, 21:33 Uhr von Torsten Herrmann

Der Spiegel schreibt heute einen interessanten Beitrag über den Ingenieursmangel und bezeichnet diesen Mangel als angeblich. Die Studenten, die sich jetzt für Ingenieursstudiengänge entscheiden, sollen bei ihrem Berufseintritt im Schweinezyklus landen. Im Moment des Studienantritt scheint es demnach so, als seien die Berufe stark nachgefragt, ein paar Jahre später aber gibt es weniger offene Stellen als Bewerber. Dies kennen viele aus den eigenen Studientagen. Auch bei mir waren Diplom-Kaufleute wenig gefragt, einige Jahre später konnte es gar nicht genug geben. So oder so aber sollte man studieren, was den meisten Spaß macht, dann findet man auch (meistens) eine Stelle. Denn die Besten finden (fast) immer was.

Ich suche derzeit übrigens eine/n Studenten/in an einem Tag pro Woche für die PR-Arbeit vor allem eines neuen Kunden, den ich in Kürze bekannt gebe. Diplomierte Softwareingenieure (Technische Informatik, Informatik, Elektrotechnik, Nachrichtentechnik) sucht weiterhin mein Kunde Schleißheimer GmbH.

Hittail Februar

14. February 2007, 21:19 Uhr von Torsten Herrmann

Hittail

Nachdem ich Hittail nun seit November nutze, werde ich es nun abschließend bewerten.

Ziel von Hittail ist es, Begriffe vorzuschlagen, über die man Beiträge schreiben soll. Diese Begriffe sollen besonders hohen Traffic liefern, da die Chancen unter den Top-Platzierten zu landen, besonders hoch seien. Dieses Ziel erreicht Hittail auf der chain relations-Website nicht. Ich glaube nicht, dass es an der deutschen Sprache liegt, sondern möglicherweise an der breiten Struktur der Seite mit Blog, Presseservice, Glossar und statischen Informationen zur Agentur. Zugegebenermaßen werden die Vorschläge besser, aber sehr viele sind keinen Beitrag wert. “Anwalt Frankfurt Christoph” oder “Unternehmensberatung Bulgarien Reise Griechenland” gehören zu den aktuellen Beispielen. Ich habe also noch keinen einzigen Beitrag aufgrund der Vorschläge geschrieben, wenn ich auch den einen oder anderen Begriff verstärkt in einem Beitrag verwendet habe.

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Mixology: Neue Website mit Blogs

08. February 2007, 14:12 Uhr von Torsten Herrmann

Mixology

Gerade heute war die neue Ausgabe von Mixology in der Post. Mixology, Magazin für Barkultur, ist eine Fachzeitschrift für Bartender (landläufig auch Barkeeper genannt) und Barinhaber. Als PR-Berater staunt man ja nicht mehr, zu was es alles Fachzeitschriften gibt. Obwohl ich schon nochmal nachgefragt habe, als der Chefredakteur Helmut Adam mir von Mixology erzählte. Inzwischen ist die 17. Ausgabe draußen, das Magazin erscheint seit 2007 zweimonatlich. Die Gestaltung ist extrem schön und hochwertig, so wie ich es mir bei noch viel mehr Fachzeitschriften wünschen würde. Vergleichbar ist sie wohl in der Aufmachung am Ehesten mit Brand eins.

Da Helmut Adam inzwischen ein guter Freund von mir ist, stelle ich heute mal die neue Website von Mixology vor. Das Besondere und für Außenstehende überraschende ist, wie agil die Barszene in Deutschland ist. óber ihn lernte ich z. B. Bastian Heuser kennen, der bis vor kurzem im Biancalani in Frankfurt arbeitete und mir Cocktails mixte, die mich wirklich beeindruckten. Inzwischen ist er auch in Berlin bei Mixology und gibt Schulungen für Bartender.

Gestern ist die neue Website online gegangen, schon gibt es die ersten Einträge im Forum und zwei Blogs wurden auch gleich gestartet. Themen gibt es in der Branche auch ohne Ende, schauen Sie sich doch mal um. Auch wenn Sie so wie ich eher mal vor der Bar zu finden sind.