16. February 2007, 10:02 Uhr von Torsten Herrmann

Gestern Abend habe ich an einer “Teleclass” mit Michael A. Stelzner teilgenommen. Er ist wohl einer der erfahrensten White Paper -Autoren in den USA und hat ein sehr hilfreiches Buch zu dem Thema geschrieben. Dabei geht es nicht nur um die korrekte Form eines White Papers, sondern auch um Marketing mit White Papern. Diese sind für die erklärungsbedürftigen Produkte des Industriegütermarketings, wie ich es hauptsächlich betreibe, unerlässlich. Außerdem sind sie ein wenig in Mode gekommen, auch in Deutschland. In Anfragen tauchen sie immer öfter auf, ich selbst schreibe in den kommenden Wochen mal wieder eins und sicherlich wird auch mein kommender Kunde darauf setzen. Voraussetzung ist natürlich, dass es sich wirklich um einen neuen Ansatz oder eine neue Lösung handelt. Dabei ist es meine Aufgabe, das Differenzierende herauszuarbeiten (und vorher auch zu finden). Das Interessante eines White Papers ist aber auch, dass es in Märkten, die langsam der großen Aufmerksamkeit der Medien entschwinden, noch sehr gut eingesetzt werden kann. Während eher die großen, etablierten Anbieter in den Medien noch mit ihren Mitteilungen Gehör finden (Unternehmenssoftware ist dafür ein gutes Beispiel), gibt es immer noch mehr als genug Entscheidungen, die mit den fundierten Informationen, die ein White Paper liefert, vorbereitet werden sollen. Auch in diesen “Late-Majority”-Märkten sind White Paper daher ein geeignetes Instrument.
14. February 2007, 22:15 Uhr von Torsten Herrmann
Vor vielen Jahren saß mir einmal ein altgedienter Software-Vertriebsmann gegenüber und erzählte mir von alten IBM-Maschinen. Ich verstand kein Wort. Irgendwann zögerte auch er selbst und sagte dann: “Na ja, sie sind ja alt genug, um das alles zu kennen.” Damals war ich etwa 29 und hatte keine Ahnung von den Höhen und Tiefen der IT-Industrie der ersten gut 15 Jahre der IT-Industrie. Mit dem Buch “In Search of Stupidity – Over 20 Years of High-Tech Marketing Disasters ” von Merrill R. Chapman hätte ich einiges mehr gewusst. Denn das Buch hält genau das, was es verspricht: Der tiefe Einblick eines Praktikers über die größten Marketingfehler der IT-Industrie. Neben bekannten Namen tauchen vor allem Urgesteine der Softwarebranche auf, die ich selbst nur vom Hören-Sagen kenne: Ashton-Tate, MicroPro oder Digital Research. Atari, Commodore und Amiga kenne ich wenigstens noch aus den Jugendzimmern meiner Freunde, ich selbst war kein Computerkid der ersten Jahre. Merrill R. Chapman bleibt jedoch nicht bei der historischen Beschreibung legendärer Fehler, die von arroganter Selbst- bis zur katastrophalen Markteinschätzung reichten. Vielmehr analysiert er sie und zeigt, dass sich die Fehler widerholen, dass auch in den vergangenen fünf Jahren einige nichts gelernt haben. Dabei wird er sehr konkret und liefert Detailwissen auch über seine eigenen Fehler (er war Produktmanager unter anderem bei MicroPro). So schreibt er über die zögernde Reaktion Microsofts auf Netscape oder beleuchtet die Geschichte von Siebel Systems. Wer also lieber etwas aus einem flott geschriebenen, lebendigen Buch übers HighTech-Marketing lernen will statt aus den theoretischeren Büchern z. B. von Geoffrey A. Moore (von denen Merrill R. Chapman wenig hält), dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt.
14. February 2007, 21:33 Uhr von Torsten Herrmann
Der Spiegel schreibt heute einen interessanten Beitrag über den Ingenieursmangel und bezeichnet diesen Mangel als angeblich. Die Studenten, die sich jetzt für Ingenieursstudiengänge entscheiden, sollen bei ihrem Berufseintritt im Schweinezyklus landen. Im Moment des Studienantritt scheint es demnach so, als seien die Berufe stark nachgefragt, ein paar Jahre später aber gibt es weniger offene Stellen als Bewerber. Dies kennen viele aus den eigenen Studientagen. Auch bei mir waren Diplom-Kaufleute wenig gefragt, einige Jahre später konnte es gar nicht genug geben. So oder so aber sollte man studieren, was den meisten Spaß macht, dann findet man auch (meistens) eine Stelle. Denn die Besten finden (fast) immer was.
Ich suche derzeit übrigens eine/n Studenten/in an einem Tag pro Woche für die PR-Arbeit vor allem eines neuen Kunden, den ich in Kürze bekannt gebe. Diplomierte Softwareingenieure (Technische Informatik, Informatik, Elektrotechnik, Nachrichtentechnik) sucht weiterhin mein Kunde Schleißheimer GmbH.
14. February 2007, 21:19 Uhr von Torsten Herrmann

Nachdem ich Hittail nun seit November nutze, werde ich es nun abschließend bewerten.
Ziel von Hittail ist es, Begriffe vorzuschlagen, über die man Beiträge schreiben soll. Diese Begriffe sollen besonders hohen Traffic liefern, da die Chancen unter den Top-Platzierten zu landen, besonders hoch seien. Dieses Ziel erreicht Hittail auf der chain relations-Website nicht. Ich glaube nicht, dass es an der deutschen Sprache liegt, sondern möglicherweise an der breiten Struktur der Seite mit Blog, Presseservice, Glossar und statischen Informationen zur Agentur. Zugegebenermaßen werden die Vorschläge besser, aber sehr viele sind keinen Beitrag wert. “Anwalt Frankfurt Christoph” oder “Unternehmensberatung Bulgarien Reise Griechenland” gehören zu den aktuellen Beispielen. Ich habe also noch keinen einzigen Beitrag aufgrund der Vorschläge geschrieben, wenn ich auch den einen oder anderen Begriff verstärkt in einem Beitrag verwendet habe.
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08. February 2007, 14:12 Uhr von Torsten Herrmann

Gerade heute war die neue Ausgabe von Mixology in der Post. Mixology, Magazin für Barkultur, ist eine Fachzeitschrift für Bartender (landläufig auch Barkeeper genannt) und Barinhaber. Als PR-Berater staunt man ja nicht mehr, zu was es alles Fachzeitschriften gibt. Obwohl ich schon nochmal nachgefragt habe, als der Chefredakteur Helmut Adam mir von Mixology erzählte. Inzwischen ist die 17. Ausgabe draußen, das Magazin erscheint seit 2007 zweimonatlich. Die Gestaltung ist extrem schön und hochwertig, so wie ich es mir bei noch viel mehr Fachzeitschriften wünschen würde. Vergleichbar ist sie wohl in der Aufmachung am Ehesten mit Brand eins.
Da Helmut Adam inzwischen ein guter Freund von mir ist, stelle ich heute mal die neue Website von Mixology vor. Das Besondere und für Außenstehende überraschende ist, wie agil die Barszene in Deutschland ist. óber ihn lernte ich z. B. Bastian Heuser kennen, der bis vor kurzem im Biancalani in Frankfurt arbeitete und mir Cocktails mixte, die mich wirklich beeindruckten. Inzwischen ist er auch in Berlin bei Mixology und gibt Schulungen für Bartender.
Gestern ist die neue Website online gegangen, schon gibt es die ersten Einträge im Forum und zwei Blogs wurden auch gleich gestartet. Themen gibt es in der Branche auch ohne Ende, schauen Sie sich doch mal um. Auch wenn Sie so wie ich eher mal vor der Bar zu finden sind.
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