23. April 2008, 11:29 Uhr von Torsten Herrmann
Der südafrikanische Mobilfunk Provider MTN Telecom hat angesichts der wachsenden Nutzung ein neuartiges, auslastungsabhängiges Preismodell eingeführt, wie die neue Technology Review (05/2008, Seite 22) schreibt.
Das Problem war, dass nach dem alten Preismodell pünktlich ab 20:00 Uhr alle zum Mobiltelefon griffen. Entweder hätte der Anbieter also eine Überlastung akzeptieren müssen, was zu Umsatzausfällen geführt hätte. Viele Kunden bekamen keine Verbindung bekamen und hätten in der Folge weniger telefoniert (dafür allerdings möglicherweise durchschnittlich länger, wenn sie schon mal durchkommen) oder den Anbieter gewechselt. Alternativ hätte das Unternehmen die Netzinfrastruktur weiter ausbauen müssen, was sich unter Umständen negativ auf den Gewinn ausgewirkt hätte, da zusätzliche Sendemasten Kosten verursachen, der Grenzertrag aber abnehmend sein dürfte. Es handelt sich übrigens wie in Afrika üblich um ein Prepaid-Angebot. Prepaid ist in Afrika so beliebt, da es eine Art von Ersatzbankensystem geschaffen hat, da die Bankinfrastruktur gering ist und die Menschen keine Girokonten haben: Die Leute bezahlen sich nun untereinander, indem sie Guthabenkonten aufladen.
MTN Telecom hat sich dafür entschieden, die Preise von der Auslastung abhängig zu machen. Wenn also viele telefonieren, gehen die Preise hoch, bei niedriger Auslastung sinken sie. Es gibt also kein zeitabhängiges Modell wie bisher und wie bei deutschen Providern. Vergleichbar ist dies am besten mit Börsenkursen, an die der Kunde sein Kaufverhalten anpasst. Theoretisch ist das fast eine Preisdifferenzierung 1. Grades: Jeder bekommt genau den Preis, den er bereit ist zu zahlen (manche würden allerdings noch ein wenig mehr zahlen).
Das Problem ist nun, wie der Kunde über den aktuellen Preis informiert wird. Eine (kostenlose) Preis-Ansage würde die Problematik der beschränkten Netzkapazität noch vergrößern. Stattdessen nutzt der Anbieter den technischen Trick, die Information über den USSD-Kanal (Unstructured Supplementary Service Data) auf das Mobiltelefon zu senden. Der Kunde sieht den aktuellen Preis auf seinem Handy und wählt, wenn ihm der Preis niedrig genug erscheint.
Welche Vorteile ergeben sich also für den Provider aus dem neuen Preismodell:
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23. April 2008, 11:22 Uhr von Torsten Herrmann
Chip hat nach einem Bericht von Internet World Business als erstes Medium online mehr Umsatz erzielt als die Printversion. Zugleich erreicht ChipXonio (so der Name des Online-Ablegers) die größte Reichweite aller Medien, d. h. vor Spiegel, Bild und Focus. Damit zeigt sich erstmals das, was von Marktbeobachtern seit largem erwartet wird: Dass die Online-Versionen keine kleinen Ableger mehr sind, sondern umsatzstarke eigene Medien und Ergänzungen zu den Printprodukten. Die Werbetreibenden schichten also ihre Budgets zunehmend auf online um, während gedruckte Anzeigen stagnieren oder weiter zurückgehen. Dazu muss man anmerken, dass gerade in den ersten Web-Jahren viele Verlage eine Kannibalisierung der (ehemals) umsatzstarken Printmedien befürchteten. Entsprechend veröffentlichten sie vor allem Beiträge online häufig nur gekürzt als Teaser oder schlicht als 1:1-Textwüste im Nachhinein. Inzwischen hat sich dies bei Fachzeitschriften gewandelt und die Nachrichten finden sich aktuell online. Unter dem Motto “Web-First” sind seit Sommer 2006 einige auch einige Tageszeitungen (Guardian, Times) bereits dazu übergegangen, Meldungen zuerst online zu bringen und die Leser bei Nachrichten nicht mehr auf die gedruckte Zeitung am nächsten Tag warten zu lassen.
Was bedeutet dies für die Öffentlichkeitsarbeit? mehr »
11. April 2008, 14:33 Uhr von Torsten Herrmann
Die Unterscheidung ist eigentlich leicht: Ein Unternehmer ist Inhaber eines Unternehmens, ist für dieses tätig und investiert eigenes Geld. Ein Manager leitet als angestellte Führungskraft ein Unternehmen, das im Fremdbesitz, häufig ein Aktienunternehmen, ist. Er ist meist nur geringfügig beteiligt, im allgemeinen über Aktien. Dennoch kann man wieder mal beobachten, dass in zahlreichen Medien bei der Ernennung von Dr. Jürgen Heraeus, ehemals Vorstandschef des Edelmetall- und Technologiekonzerns Heraeus in Hanau, zum Unicef-Vorsitzenden diese Begriffe vermischt werden. Das Unternehmen befindet sich seit der Gründung 1851 im Familienbesitz. Insofern ist Dr. Heraeus kein Manager sondern Unternehmer.
11. April 2008, 11:55 Uhr von Torsten Herrmann
1995, als ich in der IT-Industrie anfing, galt IBM genau als das: Ein unbeweglicher Koloss, dessen letzte Stunde geschlagen hatte. Neue Unternehmen starteten und wuchsen in hohem Tempo. Von all den Unternehmen, für die ich damals arbeitete, hat nicht eins überlebt. Alle wurden in den Folgejahren von Wettbewerbern übernommen. Dennoch galt das Diktum, dass IBM zu groß und zu schwerfällig geworden sei und in kleinere Firmen aufgespalten werden sollte. Genau das hat Louis V. Gerstner als Chef von IBM nicht getan und damit für die Rückkehr zum Erfolg gesorgt. Die fast zehn Jahre in dieser Position beschreibt Louis V. Gerstner in seinem schon ein paar Jahre alten Buch Wer sagt, Elefanten können nicht tanzen? (was auf Deutsch grammatisch falsch klingt). Leider ist das Buch nur noch antiquarisch zu bekommen, denn es lohnt sich für jeden, der in einer HighTech-Branche arbeitet. Gerstner zeigt unter anderem, wie wichtig die Unternehmenskultur war, als das Unternehmen seinen Dienstleistungsbereich aufbaute. Ähnliches erlebe ich in einem Beratungsprojekt, wo es um den Aufbau eines Produktbereichs geht. Gerade auch die Kapitel, in denen sich Gerstner gegen die Zerschlagung im Interesse von Investmentbanker wendet und die Balance zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung beschreibt, sind lohnenswert. Sicherlich stellt sich Gerstner auch hier und da mal gut dar, aber unter dem Strich hat er das auch mehr als verdient.
01. April 2008, 14:10 Uhr von Torsten Herrmann
42dreams.com ist eine neue Online-Community (ich glaube, dies ist der erste Blogbeitrag über 42dreams). Zugegeben: Communities gibt es inzwischen wie Sand am Meer und geschäftlich relevant ist diese nicht. Zu den Initiatoren gehört der ehemalige chain relations-Kunde Jochen Baumeister, dessen Firma Teltix wir beim Start des ersten Mobile-Ticketing-Systems in der óffentlichkeitsarbeit unterstützt haben (das erste Mal auf der BILD-Zeitung Seite1). Während man sich bei den üblichen Community-Webseiten vernetzt und die Six-Degrees-Theorie praktisch realisiert, ist dies bei 42dreams unmöglich. Eine Vernetzung ist schlicht nicht vorgesehen. Statt dessen trägt man seine Ziele ein, kurzfristige wie auch langfristige, und findet gleichgesinnte mit den gleichen Zielen. Verbunden wird man innerhalb der Community also über seine Ziele. Dann kann man sich gegenseitig unterstützen und sogenannte SPORNIS (von Anspornen) verteilen. Ebenso ermöglicht das System Zwischenstadien einzugeben oder Fragen zu den Zielen anderer Mitglieder eingeben. Das System soll also helfen, Ziele zu erreichen durch die gegenseitige Unterstützung. Ich mag die Idee und wünsche viel Erfolg!
01. April 2008, 14:09 Uhr von Torsten Herrmann
Samstag, 3.5.2008: BodyTel Teilnehmer am DiabetesMARKT 2008 in der Münchner Innenstadt
Hannover/Bad Wildungen, 1. April 2008 - BodyTel Europe GmbH, Hersteller kabelloser, telemedizinischer Messgeräte, präsentiert sein Blutzucker-Monitoring- und Diabetes-Management-System GlucoTel vom 30. April bis 2. Mai 2008 auf der 43. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft im ICM München in Halle C1, Stand 42 (http://www.ddg2008.de). Am 3. Mai 2008 (10:00-17:00 Uhr) nimmt das Unternehmen zudem an der öffentlichen Patientenveranstaltung, dem DiabetesMARKT auf dem Münchner Odeonsplatz, zu dem mehr als 10.000 Besucher erwartet werden, mit einem eigenen Stand teil.
“Für uns ist die Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft eine der wichtigsten Fachveranstaltungen zu Diabetes mellitus im deutschsprachigen Raum”, betont Stefan Schraps, Geschäftsführer der BodyTel. “Hier können wir gezielt medizinisches Fachpersonal wie Ärzte und Diabetesberater sowie Wissenschaftler und auch den Handel ansprechen. Im Vordergrund steht für uns der Austausch aktueller Informationen und neuer Erkenntnisse rund um die Beobachtung und Behandlung von Diabetes mithilfe unseres Blutzucker-Monitoring- und Diabetes-Management-Systems GlucoTel.”
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