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Die Bedeutung von Embedded Systems

25. August 2008, 22:32 Uhr von Torsten Herrmann

Bevor wir 2004 begannen, für die Schleißheimer GmbH zu arbeiten, kannte ich zwar Embedded Systems, aber ihre hohe Bedeutung war mir nicht bewusst. Inzwischen (oder auch endlich) hat sich auch die BITKOM dem Thema Eingebettete Systeme angenommen und bezeichnet sie sehr treffend als die “Hidden Champions der Industrie” (Definition Hidden Champions). Laut einer Studie von Roland Berger Strategy Consultants im Auftrag des BITKOM erzielt die verarbeitende Industrie rund 80 Prozent ihrer Wertschöpfung mit Produkten, die so genannte Embedded Systems enthalten. Weiter heißt es: “Deutschland gehört derzeit, nach den USA und Japan, zu den drei größten Herstellern eingebetteter Systeme.” Der BITKOM bringt einen sehr schönen Vergleich (ein perfektes Beispiel für PR und Marketing) dafür, wie umfangreich eingebettete Software in einem Kraftfahrzeug ist: “Die in einem einzelnen PKW eingesetzten Softwarekomponenten umfassen heute ca. 10 Millionen Codezeilen. Für das Jahr 2015 werden bereits 100 Millionen Codezeilen prognostiziert – das sind mehr als doppelt so viele wie das Betriebssystem Windows XP zählt.”

In einer neuen Studie, für die der BITKOM die Marktforschungsunternehmen TechConsult und PAC Pierre Audoin Consultants beauftragt hat, zeigt weitere Einblicke in das Marktsegment: “Der Gesamtumsatz mit Embedded Systeme (ES) steigt von 2006 auf 2008 um rund 51 Prozent.” Weiters heißt es – und dies ist sehr interessant für ein Unternehmen wie die Schleißheimer GmbH und andere Embedded-Entwicklungs-Dienstleister: “Ein weiteres Hauptmerkmale der Embedded-Systems-Branche in Deutschland ist, dass die externen Dienstleistungen in Bezug auf Softwareentwicklung bei über 90% liegen, die letztlich ES in ihre Produkte einfließen lassen. Externe Dienstleistungen sind aktuell so wie zukünftig zu zwei Dritteln “fixed price” und zu einem Drittel “contract staff”. Die größten Risiken werden in Abhängigkeiten von Zulieferern gefolgt von Preisentwicklungen gesehen.”

Abkürzungen für Unternehmenssoftware

25. August 2008, 22:08 Uhr von Torsten Herrmann

Der Softwarebereich ist ein Tummelplatz für Marketing-Abkürzungen. Nahezu alle Ausdrücke wollen meist mit 3-Buchstabenkombinationen abgekürzt werden. In der Unternehmenssoftware, englisch business software, sind diese ebenfalls sehr zahlreich. ASP, MES, PPS, SCOR, SCM, CRM – was steht dahinter? Zwei Mitarbeiter des Lehrstuhls für BWL und Wirtschaftsinformatik in Würzburg (Prof. Thome) haben die vier wichtigsten Softwaretypen für die Produktion erklärt: ERP, ERP II, APS und MES. Der Beitrag ist zwar schon 2007 online bei Logistik-inside (PDF) erschienen, aber eine so kompakte Erläuterung für alle Unterschiede und die Zusammenarbeit der Systeme habe ich zuvor noch nicht gefunden.

Manufacturing Execution Systems (MES)

25. August 2008, 21:51 Uhr von Torsten Herrmann

Was sind Manufacturing Execution Systems?

Manufacturing Execution Systeme (MES) sind das Verbindungsglied zwischen Produktions- und Planungsebene. Sie ermöglichen die Ist-Betrachtung von Maschinen, Schichten, Werkern und Produkten. Dazu bündeln sie alle Produktionsinformationen in übersichtlichen Auswertungen und sorgen für Transparenz in der Produktion (wo läuft welcher Auftrag, welche Maschine steht still; Zudem analysieren sie Stillstandszeiten, überwachen und planen die Produktionsauslastung und die Qualität). So wird eine schnelle Reaktion auf Ereignisse im Produktionsprozess (reaktive Feinplanung) möglich.