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Unternehmensnahe Dienstleistungen

26. September 2008, 23:03 Uhr von Torsten Herrmann

Eine der merkwürdigsten Begriffskonstruktionen, die man in letzter Zeit immer öfter liest, ist die der “unternehmensnahen Dienstleistungen”. Wir bieten zum Beispiel mit der Übernahme der Öffentlichkeitsarbeit per definitionem unternehmensnahe Dienstleistungen. Andere unternehmensnahe Dienstleistungen wären Rechtberatung, Speditionen oder Sicherheitsdienste. Es gibt natürlich auch personennahe Dienstleistungen wie Haushaltshilfe oder Haarschnitte. Hier findet sich eine Abhandlung auf der Webpräsenz des “Servicelandes Sachsen”. Aber ganz ehrlich: Ich hoffe, dass wir Unternehmen mit unseren Dienstleistungen nicht nur nahe kommen. Ich hoffe, dass sie unterstützen, helfen, umkrempeln.

Es gibt aber einen Sinn, da passt unternehmensnah sehr gut. Ein Arbeitnehmervertreter kann zum Beispiel unternehmensnah argumentieren. Auch wenn viele sich natürlich wünschen würden, dass die Identifikation mit dem Arbeitgeber auch bei Gewerkschaftsvertretern höher ausfällt. Aber wenn er sich die Argumente des Managements zu eigen macht, kann man wohl schon von unternehmensnah sprechen.

Aber ich kenne die Problematik vom Texten. Für manche Sachverhalte finden sich im Deutschen nur schwerlich geeignete Adjektive. Deshalb gibt es gerade in technischen Texten auch so viele davon mit den Endungen “-orientiert” oder gar “-bezogen”. Das klingt immer schwerfällig. Die jugendliche Variante dieser Problematik ist übrigens “-mäßig” und “-technisch”. Ich habe lange nach einer geeigneten Konstruktion gesucht und auch mir ist keine gescheite eingefallen.

Vielleicht sollte man sich davon verabschieden, hier mit einem Adjektiv zu punkten. Besser sollte man wohl den Kunden einfach davor stellen. Nicht als Unternehmens-Dienstleistungen, denn das wäre weder schön noch eindeutig. Aber Geschäftskunden-Dienstleistungen und auch Konsumentendienstleistungen erfüllen den Zweck doch sehr gut. Auch wenn ich noch von einer schöneren Formulierung träume.

Update “über uns”

22. September 2008, 14:02 Uhr von Torsten Herrmann

Wer WordPress für seine Webpräsenz nutzt, muss hier und da mal ungewöhnlich vorgehen. Bislang haben wir uns sehr zurückgehalten, was unsere Selbstdarstellung angeht. Unter “Agentur” gibt es ein wenig zu lesen, aber letztlich viel weniger als jeder potentielle Kunde erfährt, sobald er einmal Kontakt hat. Aus Marketinggesichtspunkten ist das nicht optimal und deshalb ändern wir das nun.

Da innerhalb des Systems (ohne Anpassungen) keine mehrstufige Struktur bei den festen Seiten (Posts) möglich ist, werden wir diese mit Hilfe von Beiträge innerhalb des Blogs einbinden und verlinken. Das sieht dann innerhalb des Blogs etwas merkwürdig aus. Wenn also in den kommenden Tagen hier Beiträge erscheinen, die sich einzig und allein um chain relations drehen, dann bitte ich das nicht krumm zu nehmen.

Wir wollten diese Beiträge nicht mit einem anderen Datum versehen, damit sie sich nicht auf der ersten Seite finden. Das wäre aber nicht ehrlich und deshalb also gelten alle nun folgenden Abschnitte über uns als eigene Beiträge (Posts).

B2B-Eindrücke von der OMD 2008

19. September 2008, 14:53 Uhr von Torsten Herrmann

Gestern war ich auf der OMD in Düsseldorf. Mal abseits aller Jubelorgien über steigende Besucherzahlen und Unverständnis über die Parallelmessen im kommenden Jahr: Für B2B-Unternehmen gibt es auf der Online Marketing in Düsseldorf recht wenig zu sehen. Denn wie bei allen Marketing-Messen und -Publikationen dominiert die B2C-Sicht auf die Welt. Auch im Ausstellerkatalog gibt es keine Unterscheidung nach B2C und B2B.

Natürlich geben in den Beschreibungen viele Agenturen und Softwarelösungsanbieter auch Investitionsgüterbranchen und Anbieter komplexer Dienstleistungen als Zielgruppen an. Praktisch sieht das aber zum einen ganz anders aus: In einem Gespräch mit einem Tracking-Anbieter stellte sich heraus, dass für einen Traffic, wie er auf den meisten mittelständischen B2B-Seiten vorherrscht, nicht mal ein Preismodell besteht. Viel mehr berichtete der Anbieter, werde es erst ab 1.000.000 Page Impressions interessant. Für geringere PIs müsse man sich dann mal mit dem Geschäftsführer über ein Preismodell unterhalten. Allerdings: Wen, außer ein B2B-Unternehmen, interessiert denn die Information, aus welcher Firma ein Zugriff gerade erfolgt, um den Besucher per Online-Chat anzusprechen? Für ein B2C-Portal ist das doch eher unwichtig, während B2B-Anbieter davon träumen können. Eine spannende B2B-Online-Marketing-Lösung habe ich jedoch gesehen, die ich mir aber nochmal en detail zu Gemüte führen will.

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Trendwende oder Schweinezyklus

16. September 2008, 12:54 Uhr von Torsten Herrmann

Bei Studienfängern fällt schnell das Wort des Schweinezyklus. Darunter versteht man, dass die Nachfrage im Zeitpunkt der Studienentscheidung sehr hoch ist, am Ende des Studiums jedoch wieder niedrig ist. Nun steigen gerade die Zahlen bei den Studienanfängern und auch bei den technischen Studiengängen. Werden sie also alle (so sie ihren Abschluss erlangen und einermaßen gute Noten erreichen) einen Arbeitsplatz in einem technischen Beruf finden? Das kann zwar noch niemand wirklich sagen, dennoch: In Deutschland und das zeigen gerade die Erfolge der Hidden Champions – den deutschen Marktführern in internationalen Nischenmärkten – werden innovations- und knowhow-intensive Arbeitsplätze immer wichtiger. Ich glaube daher, dass die aktuellen Studienanfänger in technischen Fächern sehr gute Chancen haben. Dabei allerdings lohnt es sich sicherlich, schon früh neben dem Studium zu arbeiten. Dann wird der Übergang in die Festanstellung kaum ein Problem sein oder der Start in die Selbständigkeit um einiges flüssiger verlaufen.

Unser Kunde Schleißheimer (Wöllstadt bei Friedberg/Frankfurt) sucht übrigens z. B. Werkstudenten oder auch Diplomanten und natürlich auch Absolventen.

Link: Ansturm auf die Technikfächer (Spiegel)

Rezensionen

15. September 2008, 15:23 Uhr von Torsten Herrmann

Heute morgen war zum ersten Mal ein Rezensionsexemplar in unserer Post. Einfach so. “Spuren statt Staub” von Anja Förster und Peter Kreuz. Ich mochte ihr altes Buch, “Alles, außer gewöhnlich” und habe es nach dem Lesen hier besprochen. Nun also Ihr neues. Man muss den beiden wirklich zu Gute halten: Sie denken anders, sie schreiben anders und sie gestalten ihr Buch anders als die üblichen Wirtschaftsbücher.

Da ich das alte Buch besprochen habe, habe ich also das neue bekommen. Sie würden sich freuen, wenn ich auch über das neue schreibe. Da ich die kommenden Tage viel Zeit in Zügen verbringe, werde ich versuchen es schnell zu lesen. Auch wenn ich derzeit einiges zu anderen Themen lese, über die Bücher hier jedoch nicht unbedingt schreiben will. Sie dienen vor allem dem eigenen Lernen und da ist meine Meinung manchmal zu vage, um sie als Rezension zu formulieren. Dennoch will ich hier einmal klarstellen: Ich freue mich über Bücher, die ich besprechen darf. Ob ich es aber tue, obliegt meiner Lust und meiner Zeit. Dass ich ein Buch geschenkt bekomme statt es selbst zu kaufen, werde ich dabei stets angeben. Nicht weil ich mich von einem 22,90 Euro-Geschenk beeinflussen lasse. Sondern weil es zur Offenheit dazu gehört.