28. November 2008, 17:10 Uhr von Torsten Herrmann
BtoB-Online berichtet über die neue Studie “ROI of Online Press Releases” (Whitepaper). Diese besagt, dass immer mehr Unternehmen Online-Presseinformationen als Marketing-Instrument einsetzen. Früher richteten sich Presseinformationen ausschließlich an die Dialoggruppen Journalisten oder auch Analysten und waren aufgrund der direkten Verteilwege Post und Fax für Privatpersonen niemals zu sehen. Seitdem Presseinformationen online über Unternehmens-Websites oder auch spezielle Newsservices verteilt und archiviert werden, stehen sie ungefiltert jedermann zur Verfügung. Den ersten großen Boom erlebten Online-Presseinformationen während der Börseneuphorie des Neuen Marktes.
Inzwischen richten sich einige Presseinformationen direkt an die Zielgruppen, ohne jedoch die Erscheinungsform oder die Verteilwege zu verändern. Dies ergibt durchaus Sinn: Betrachtet man sich die riesigen Verteiler, über die Dienste wie Pressetext oder Pressebox verteilen, so ist klar, dass dort einige Leser aus den Zielmärkten angemeldet sind. Zudem ist der Newsbereich auf den meisten Websites eine der am meisten besuchten Sektionen. Damit muss man leben und davon kann man in PR und Marketing auch in Maßen profitieren. Aber Presseinformationen sollten dennoch nicht als Kommunikationsinstrument für die Zielgruppen verwendet werden.
Einiges hat sich jedoch geändert:
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24. November 2008, 17:26 Uhr von Torsten Herrmann
 Spuren statt Staub von Anja Förster und Peter Kreuz Vor kurzem lag dieses Buch überraschend im Briefkasten: “ Spuren statt Staub ” von Anja Förster und Peter Kreuz Die Autoren haben es mir geschenkt. Anlass war, dass ich das Vorgängerbuch „ Alles, außer gewöhnlich“ besprochen habe. Ich fand das sehr nett, will aber darauf hinweisen.
Warum die Autoren das Buch geschrieben haben, findet sich sehr anschaulich in der Einleitung, Es erklärt auch, warum „Alles, außer gewöhnlich“ bei mir ein leicht schales Gefühl hinterließ. Es war unabgeschlossen. Denn es beschränkte sich, wie die Autoren selbst schreiben, auf die bloße Haltung des Anders-sein-müssens. Eine geradezu jugendliche Haltung, die aber mit wenig Inhalt gefüllt ist. Diesen Inhalt holen die beiden nun nach – vielleicht also das erwachsenere Buch.
Was mich schwer ins Buch starten ließ, waren Titel und Untertitel. „Spuren statt Staub“ ist nun mit Sicherheit kein typischer Wirtschaftstitel. Der Titel bezieht sich auf ein Zitat von Antoine de Saint Exupéry („Geh nicht nur die glatten Straßen, gehe Wege, die noch niemand ging, damit Du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.“) Dahinter steht also die Idee, ein Unternehmen bzw. ein Unternehmer solle etwas wagen und so echte Spuren hinterlassen statt nur Staub, der schnell wieder zugeweht ist. Schon richtig, aber ich würde mir bei einem Wirtschaftsbuch einen Titel wünschen, der den Lesernutzen kommuniziert. Der Untertitel heißt übrigens „Wie Wirtschaft Sinn macht.“ Ich mag die Floskel das Sinn-machens nicht sehr. Sie ist dem amerikanischen „to make sense“ entlehnt und existierte bis vor einigen Jahren nicht im Deutschen. Aber viel mehr stört mich das Platte daran, dieses ewige machen-tun-hingehen, was die Sprache einfach nicht verschönert.
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19. November 2008, 23:33 Uhr von Torsten Herrmann
Verwendung der Telemedizinlösung GlucoTel kann für Patientinnen hilfreich sein
Bad Wildungen, 19.11.2008 Das Telemedizinunternehmen BodyTel Europe GmbH bietet Frauen mit diagnostiziertem Schwangerschaftsdiabetes einen neuen Leitfaden mit ersten Informationen über die Krankheit, die Risiken für Mutter und Kind sowie wichtige Verhaltensweisen. Auch Schwangere mit bestehendem Typ-1- oder Typ-2-Diabetes finden in diesem Leitfaden Wissenswertes. Zudem zeigt das Unternehmen, wie das neue Blutzucker-Monitoring- und Diabetes-Management-System GlucoTel die schwangeren Patientinnen unterstützen kann. Das Blutzuckermessgerät GlucoTel sendet die Messwerte automatisch über das Mobiltelefon der Patientin an ein Online-Tagebuch. Auf dieses können Ärzte oder der Partner zugreifen und so der Schwangeren beiseite stehen. Bei ungewöhnlichen Werten können die Betreuungspersonen zudem per SMS, Email oder Fax alarmiert werden. Der Leitfaden befindet sich auf der Unternehmens-Website im Service & Download-Bereich. Der Anbieter verweist darauf, dass Schwangere bei Unsicherheiten unbedingt mit ihrem Gynäkologen sprechen sollten, da nur er die Krankheit sicher diagnostizieren und angemessen behandeln kann.
„Wir glauben, dass unsere Telemedizinlösung GlucoTel gerade Frauen mit Schwangerschafts- bzw. Gestationsdiabetes unterstützen kann. Da es sich dabei um eine vorübergehende Form des Diabetes handelt, haben die Patientinnen meist keine Erfahrung im Umgang mit der Krankheit und sind im Allgemeinen entsprechend verunsichert“, so Stefan Schraps, Geschäftsführer des Herstellers BodyTel. „Eine Schwangerschaft ist ohnehin schon eine große Umstellung für die Frau. Wenn dann eine Erkrankung hinzu kommt, die potentiell Mutter und Kind schädigen kann, kann die Frau eine Unterstützung durch den Arzt oder auch den Partner gut gebrauchen. Dies leistet GlucoTel, da die gemessenen Blutzuckerwerte nicht auf dem Messgerät verbleiben, sondern alle Betreuungspersonen sofort darauf zugreifen können.“
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10. November 2008, 17:21 Uhr von Torsten Herrmann
Prof. Holger Rust schreibt bissige Kolumnen im Harvard Business Manager. In der Ausgabe 10/2008 nimmt er sich Richard Florida und seine Theorie der kreativen Klasse vor. Ihre Mitglieder lassen sich anhand der drei T (Talent, Toleranz und Technologieaffinität) erkennen. Schaut man sich die zugehörigen Berufe an, gehöre ich dazu. Prof. Rust setzt der Theorie die 3 P entgegen: Produktivität, Patente und Provinz. Denn dort wird das Geld verdient. Die Mehrzahl unserer Kunden finden sich nicht in den Großstädten, sondern in Gelnhausen, Bad Wildungen und Wöllstadt bei Friedberg. Allesamt nicht gerade hippe Städte voller Kunst, Kultur und Nachtleben. Auch zahlreiche Hidden Champions, also die wenig bekannten (Nischen-)Marktführer, finden sich eher in kleinen Orten fernab der Metropolen. In Berlin hingegen warten immer noch viele, dass sich die Zugehörigkeit zur kreativen Klasse auszahlt und sie auch irgendwann mal größere Kunden vor Ort gewinnen können.
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