16. December 2009, 19:20 Uhr von Torsten Herrmann
Auf der einen Seite denkt man bei Australien vielleicht nicht als erstes an das Absatzpotential, sondern vielmehr an Sonne, Surfen und den Ayers Rock. Auf der anderen Seite ist das Land, wo derzeit Sommer ist, hierzulande auch nicht für Technologieprodukte bekannt. Ich arbeite derzeit in einem Projekt mit Kimon Lycos von der Marketing- und Vertriebsberatung Mihell & Lycos zusammen. Ich habe ihn zu den Themen Australien als Absatzmarkt und als Technologiestandort interviewt.
 Kimon Lycos von Mihell & Lycos, Australien Frage: Australien ist hierzulande nicht gerade als High-Tech-Land bekannt. Schaut man z. B. in die deutsche Wikipedia, so scheint die Wirtschaft hauptsächlich aus Landwirtschaft, Bodenschätzen und Tourismus zu bestehen. Welche Technologiebereiche wachsen in Australien derzeit stark?
Kimon Lycos: Derzeit laufen eine Reihe staatlicher Initiativen, um das Wachstum der australischen Wirtschaft in bestimmten Bereichen zu fördern. Dazu zählen Cleantech, Biotechnologie, Nanotechnologie und moderne Fertigungstechnologien. Leider mangelt es in Australien an notwenigem Investmentkapital, um wirklich für einen Aufschwung zu sorgen. Zudem gibt es eine Kluft zwischen dem, was die Regierung will (“wir wollen, das dies passiert”) und den tatsächlichen politischen Schritten (praktische Schritte, um dies zu bewirken). Ich glaube, dass in dieser Situation der Trend weiter geht, dass die besten australischen Technologien in Übersee entwickelt und produziert werden. Was für eine Schande!
Frage: Kannst Du uns ein paar Beispiele für australische Unternehmen nennen, die wir hier in Deutschland im Auge behalten sollten?
Kimon Lycos: Wo soll ich anfangen? mehr »
15. December 2009, 15:12 Uhr von Torsten Herrmann
 Marketing Review St. Gallen 6/2009, Schwerpunkt Inbound-Marketing EDIT 10.02.2010: Wer noch ein ganzes Heft haben möchte (und am besten in Marketing/Neukundengewinnung eines B2B-Unternehmens arbeitet), darf sich gerne bei mir melden. Ich habe noch ein paar Exemplare! Den Beitrag selbst gibt es im hier als PDF.
Die neue Marketing Review St. Gallen (6/2009) mit dem Schwerpunkt “Inbound-Marketing” erscheint am kommenden Freitag, 18.12.2009. Ich habe gerade ein PDF meines Beitrags “B2B-Inbound-Marketing – Aktive Interessenten als Kunden gewinnen” (ab Seite 31 oder online im Downloads-Bereich) bekommen. Damit kenne ich nun auch das Inhaltsverzeichnis.
Auf folgende Beiträge freue ich mich ganz besonders:
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Stephen L. Vargo & Robert F. Lusch: Service-Dominant Logic – A Guiding Framework for Inbound Marketing
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Venkat Ramaswamy: Co-Creation of Value – Towards an Expanded Paradigm of Value Creation
Diese beiden Beiträge werden bei der Grundlagenformulierung, was Inbound-Marketing ausmacht, mit Sicherheit äußerst wichtig sein. Von diesen Autoren habe ich schon zahlreiche Beiträge gelesen, nur bezogen Sie sich bisher nie direkt auf das Thema Inbound-Marketing. Denn – dies wurde mir nach einem Gespräch mit Alexander Schagen vom Marketing-Lehrstuhl in St. Gallen im Sommer klar – damit wird das Fundament gelegt/gestärkt, hin zu einer neuen Grundhaltung gegenüber Kunden. Ich dachte seinerzeit noch an die Neuere Institutionenökonomik als mögliche Grundlage (könnte auch funktionieren, ist aber nicht so spannend und praktisch so hilfreich). Unternehmen müssen sich im Sinne eines Inbound-Marketing/der Service-Dominant Logic/einer Co-Creation vollständig auf den Kunden einstellen, da es ohne den Kunden keine Wertschöpfung gibt. Das Konzept geht damit weit über bloße Kundenorientierung hinaus. Denn der Kunde ist nicht nur das Objekt der Orientierung aller Handlungen, sondern selbst Subjekt in der Wertschöpfung. Dies ist (ich bin bei dem Wort sehr zurückhaltend und weigere mich in Texten regelmäßig ihn zu benutzen) ein Paradigmenwechsel. Es geht damit auch über die US-amerikanischen Vertreter hinaus, die Inbound-Marketing hauptsächlich aus dem Online-Marketing-Kontext verstehen. Diese Gedankenrichtung ist mit Sicherheit wichtig und im – ich nenne Sie mal – St. Gallener Ansatz enthalten.
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14. December 2009, 15:03 Uhr von Torsten Herrmann
Frankfurt am Main, 14. Dezember 2009 – Die OECD – Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD – Organisation for Economic Co-operation and Development) verwendet die Social-Business-Software von Jive Software, einem der führenden Anbieter von Social-Business-Software, um den Dialog mit externen Partnern in staatlichen Behörden, internationalen, gesellschaftlichen und anderen Organisationen auszuweiten sowie zu vertiefen.
Die OECD ist eine der weltweit größten und zuverlässigsten Quellen für ökonomische sowie gesellschaftliche Analysen und Daten. Zugleich bietet die Organisation ein Forum, in dem Regierungen politische Erfahrungen, Lösungen häufiger Probleme und erfolgreiche Methoden austauschen sowie nationale und internationale Politik koordinieren können.
Für die OECD sind Beratung von und Zusammenarbeit mit externen Partner unverzichtbar. Die Organisation verfügt über eine Reihe von Systemen, die den Informations-/Datenaustausch sowie Diskussionen unterstützen. Der Austausch findet noch immer meist über E-Mail statt.
Aufgrund der Notwendigkeit ihre externe Zusammenarbeit auf neue Beine zu stellen, hat die OECD die neuesten Collaboration-Technologien am Markt untersucht und sich für Jives Social Business Software entschieden. Mit Hilfe von Jive hat die OECD eine externe Community aufgesetzt, die sowohl den informellen Informationsaustausch und die Zusammenarbeit mit Partnern als auch formalere Debatten unterstützt.
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13. December 2009, 11:25 Uhr von Torsten Herrmann
Ich bezweifle, dass Email-Marketing in der Zukunft noch eine große Relevanz haben wird. Dafür gibt es zwei Gründe.
1.) Die direkte Kommunikation zwischen Personen verlagert sich zunehmend auf geschlossene Systeme. Eine Direct Message kann ich bei Twitter z. B. nur schicken, wenn der andere mein Follower ist. Er hat dann auch dieser Form der Kommunikation zugestimmt. Ähnlich ist es bei Instand-Messaging. Ich behaupte, dass die Kommunikation zunehmend privater wird, so dass der relativ öffentliche Kanal E-Mail an Bedeutung verliert.
2.) Email ist heutzutage noch das beste Mittel für die Zusammenarbeit zwischen Menschen. Ich stimme z. B. reihenweise Texte mit Kunden ab. Diese kommentieren dann die Texte, speichern sie und schicken sie zurück. Die Kommentare kommentiere ich wiederum usw. Mein Kunde Jive bezeichnet das als Email-Ping-Pong. Betrachte ich mir Social Business Software und deren Weiterentwicklung oder auch Google Docs und Google Wave, so wird es diese Art der Kommunikation in der Zukunft nicht mehr geben. Wenn aber meine Geschäftsprozesse zunehmend weniger an Email gebunden sind, nutze ich Email immer weniger. In der Konsequenz nehme ich Email-Marketing weniger wahr.
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07. December 2009, 22:59 Uhr von Torsten Herrmann
Am 18.12.2009 erscheint die nächste Ausgabe der Marketing-Review St. Gallen mit dem Schwerpunktthema “Inbound-Marketing”. Ein Beitrag stammt von mir, daneben – und das verschlägt mir fast die Sprache – finden sich Beiträge von internationalen Marketing-Koryphäen. Mit dabei sind beispielsweise das Professorenduo Stephen L. Vargo von der Universität Honolulu auf Hawaii und Robert F. Lusch von der University of Arizona. Ich werde in Kürze noch ein wenig mehr über deren Arbeit schreiben. Kurz gesagt hat mich noch nie in meinem Leben Marketingliteratur so beeindruckt wie deren Aufsätze über “Service-dominant-Logic“.
Als Autor erhalte ich einige Freiexemplare und ich möchte gerne drei verlosen. Dafür habe ich mir ein kleines Rätsel ausgedacht und es zeigt sehr schön, wie Outbound-Marketing als Gegenteil von Inbound-Marketing funktioniert. Die Aufgabe ist an sich ganz leicht: In welchem Jahr wurde der nachfolgende Text verfasst? Die drei, die am nächsten dran sind, haben gewonnen. Es zählt der Eingang der Mails.
Mitmachen können alle, die im deutschsprachigen Raum in Marketing, PR oder Vertrieb tätig sind, sei es als Berater, Dienstleister oder in einem Unternehmen. Auch jeder der zu diesen Themen forscht oder sie studiert, darf mitmachen. Es wäre einfach schade, wenn ein Gewinnspiel-Nomade ohne echtem Interesse eine Ausgabe gewinnt (außerdem soll ich ja auch ein wenig in der Zeitschriften-Zielgruppe werben). Daher bitte mitmachen per Email an info (at) chainrelations.de, Betreff “Inbound-Marketing”. Natürlich kann man auch in den Kommentaren mitraten, nur für die Verlosung zählt das nicht. Und falls das wichtig sein sollte: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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03. December 2009, 13:39 Uhr von Torsten Herrmann
Twitter entwickelt sich weiter und nicht immer zum Positiven. Eigentlich wollte ich mich noch über die unsägliche Re-Tweet-Funktion auslassen, aber die scheint schon wieder Geschichte zu sein. Gut so (Ist sie doch nicht, aber dieser Beitrag zeigt sehr schön, was an den Twitter-Entwicklungen stört und die Retweet-Funktion gehört dazu).
Interessanter ist ohnehin das Listen-Feature. Gestern war ich auf der Twitnite (eine extrem schöne Veranstaltung mit super Beiträgen von der Stadt Frankfurt, der SEB-Bank und dem FAZ-Netzökonomen Holger Schmidt). Der Netzökonom ist in seinem Vortrag auf die Listen-Funktion als Relevanz-Kriterum für Tweetranking eingegangen. Man kann damit Twitterern, denen man folgt, Listen zuordnen, um sich themenorientiert zu informieren. Ich bin auf 23 Listen gelandet, im allgemeinen gekennzeichnet mit PR, Marketing oder B2B. Ich bin der gleichen Meinung wie Holger Schmidt: Nach der ersten Euphorie nutzt die Funktion wohl kaum einer. Ich habe sie noch nie genutzt. Obwohl ich sie vielleicht sogar ganz gut gebrauchen könnte. Ich erkannte sofort, dass diese neue Ordnungsmöglichkeit dazu führen könnte, dass ich wirklich alles mitbekäme – mitbekommen wollen würde. Aber das wollte ich nicht.
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