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B2B-Entscheidungsträger suchen Informationen online

24. November 2009, 16:06 Uhr von Torsten Herrmann

Im Inbound-Marketing-E-Book “B2B-Inbound-Marketing: Aktive Interessenten als Kunden gewinnen” habe ich seinerzeit eine amerikanische Studie von MarketingSherpa zitiert. Diese besagt, dass 80 Prozent der B2B-Kunden ihre Lieferanten selbst finden und nur 20 Prozent von den Lieferanten angesprochen werden. Diese Aussage hat den Nachteil, dass sie sich nicht auf den deutschen Markt bezieht. Schließlich könnte die Welt hier ganz anders aussehen. So scheint die Internet-Affinität in den USA stets deutlich höher zu sein als in Deutschland, zumal im B2B-Bereich. Welchen Stellenwert hat also die eigenständige Suche nach Informationen für deutsche B2B-Entscheidungsträger?

Nun gibt es eine neue deutsche Studie: „Webnutzung deutscher B2B-Entscheider“ von Virtual Identity aus Freiburg. Diese Studie untersuchte anhand von 750 Telefoninterviews (!) das Informationsverhalten von B2B-Entscheidungsträgern in Deutschland. Demnach verbringen Führungskräfte täglich rund 2 Stunden mit der Suche nach geeigneten Informationen im Internet. Somit verlassen sich deutsche Unternehmen nicht darauf, dass die geeigneten Anbieter auf sie zukommen, sondern suchen sich ihre Lösungen selbst. Immerhin 85 % der Teilnehmer haben schon mal einen Anbieter über Internet gefunden. Eine allgemeine Durchschnittszahl ist das allerdings noch nicht. Neben Suchmaschinen dienen vor allem Hersteller-Websites als Quellen, was Inbound-Marketing wiederum Schwung verleiht. Die Studie kann bei Virtual Identity kostenlos angefordert werden.

Ähnliche Ergebnisse kenne ich auch aus dem Buch “Eliten-Marketing” von Torsten Oltmanns. Demnach begannen 65 % aller Entscheidungsträger ihre Suche im Internet (Zahlen aus 2007). Damals lag die Zeitdauer noch bei 4 Stunden pro Woche. Die Studie von Torsten Oltmanns differenziert dann nochmal nach Dirigenten, Solisten und Orchestermusiker als Typologien von Führungskräften.

Möglicherweise sind deutsche Führungskräfte also ebenfalls sehr lange pro Woche im Internet aktiv – nur vielleicht weniger partizipativ. So erscheint es zumindest wenn man die Nutzerzahlen und das eigene Gefühl bei der Social-Media-Nutzung wie Twitter, Blogs, Foren etc. anschaut.

Ich habe damit ein paar neue Zahlen für die nächste Ausgabe des E-Books, die derzeit in Arbeit ist.

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Dieser Eintrag wurde am 24. November 2009 um 16:06 Uhr geschrieben und ist unter gelistet. Sie können alle Einträge über den RSS 2.0 Feed abbonieren. Sie können einen Kommentar posten.


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