Bezahlmodelle für User Generated Content
26. April 2007, 08:27 Uhr von Torsten HerrmannIch bin ja kein großer Fan von Internet-Angeboten, die ausschließlich auf sogenannten User Generated Content, d. h. die honorarfreie Erstellung von Inhalten durch eine Community setzen (sogenanntes Crowdsourcing). Die Bewertung dieser Social-Media-Angebote ist hoch, wie sich an der óbernahme YouTubes durch Google zeigte. Der User hat von seinem Beitrag bisher nichts, außer dass es ihm Spaß macht oder er auf ein großes Angebot zugreifen kann. Natürlich ist der Beitrag jedes Einzelnen infinitesimal klein und würde ohne die Plattform kaum auf Beachtung hoffen können. Trotzdem die Frage, warum die Ersteller der Inhalte so wenig davon haben. Meine Webdesigner von Zweipol haben mir gestern auch wieder bestätigt, wie viele Anfragen sie zu dem Thema bekommen. Meistens handelt es sich dabei um Klone amerikanischer Angebote, Deutsche Angebote ohne amerikanische Vorbilder haben es zudem angeblich schwierig, Investoren für ihre Angebote zu finden.
Laut Variety gibt es nun Anzeichen, dass YouTube seine User an den Werbeeinnahmen beteiligt (gefunden bei Spreeblick). Die Werbung wird dazu am Anfang und Ende in die Videos eingebaut. Voraussetzung ist natürlich, dss die Inhalte wirklich selbst erstellt wurde, was im Einzelfall problematisch sein kann. Trotzdem darf derjenige, der (noch dazu illegal) Fensehinhalte kopiert und ins Netz stellt, nicht beteiligt werden, während Leute, die mit eigenen Video-Blogs die Menschen unterhalten, profitieren sollten.
Sobald YouTube das macht, werden Wettbewerber und andere Social-Media-Angebote nachziehen müssen. Ungeklärt ist dabei, ob die Werbeindustrie überhaupt Lust auf diese neuen Platzierungsangebote hat und ob genug Geld für dieses Werbeformat verfügbar sein wird. Die USer-Beteiligung könnte zugleich das Ende einiger dieser Angebote sein. Ich frage mich ja, wie lange User noch bereits sind, honorarfrei Inhalte zu erstellen.Vielleicht wird das ja irgendwann unmodern.
Eine gute Artikelserie zu dem Thema entsteht gerade bei Cem Basman.























26. April 2007 um 12:41 Uhr
Ja, OK. Gutes Beispiel mit den professionellen Netzwerken.
26. April 2007 um 12:35 Uhr
Ich halte eine Beteilung der User an den Werbeangeboten für WischiWaschi, da sie an dem eigentlichen Wertzuwachs der Unternehmen in der Internetökonomie gar nicht beteiligt wären.
26. April 2007 um 12:39 Uhr
Das finde ich nicht notwendigerweise. Bei einer Beteiligung von 50 Prozent, wie sie bei YouTube wohl diskutiert wird, ist das schon ordentlich. Viel schwieriger halte ich die Frage, ob überhaupt genug Firmen so eine Werbung schalten wollen. Das bezweifle ich. Aber vielleicht ist es ein Modell für professionelle Netzwerke, z. B. Foto-Communities. Da gibt es solche Modelle wohl auch.