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Die Aufgabe des Beraters

18. Juni 2011, 17:00 Uhr von Torsten Herrmann

Was ist die Aufgabe eines Beraters? Alan Weiss (der Thought-Leader für Solo-Consultants, wie er sich selbst nennt) erklärt es in seinem neuen Buch “The Consulting Bible” (so viel über amerikanische Fachbuchtitel): Our job is to improve the client’s condition… Or we’ve failed.

Damit hat er Recht. Aber ganz im Sinne der Service-dominant Logic fügt er hinzu: “that ‘we’ may mean both the client and we have failed, but we share in the failure in any case”.

Ich weiß nicht, ob er mit der SD-Logic vertraut ist, aber das Ergebnis einer Leistung ergibt sich stets aus der Interaktion von Kunde und Unternehmen. In keinem Fall ist dies einleuchtender als bei Beratungsleistung.

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Nur Arbeiter und Angestellte in Schulbüchern

14. Juli 2008, 11:56 Uhr von Torsten Herrmann

Was der Blick in die Schulbücher meiner Tochter schon lange vermuten ließ, wurde nun in einer Studie des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig im Auftrag der Initiative Soziale Marktwirtschaft (INSM) bestätigt:

Die in deutschen Schulbüchern abgebildete Arbeitswelt sei primär eine Welt der Arbeitnehmer, streckenweise des Handwerks, nur selten eine unternehmerische.

So war es auch schon in meiner Schulzeit. Unternehmer waren immer die mit Anzug, Hut und Zigarre. Sympatisch sahen sie nie aus. Berufliche Selbständigkeit war kein positiv vermitteltes Bild, statt dessen beschäftigten wir uns in Sozial- oder Gemeinschaftskunde mit Bandarbeitern und Handwerkern. Ich glaube nicht, dass einer aus meiner Klasse heute diesen Berufsgruppen angehört. Denn auch wenn am Ende die meisten in Unternehmen arbeiten, spielte Wirtschaft in meiner Schulzeit kaum eine Rolle. Laut INSM sprechen sich inzwischen 83 Prozent der Deutschen für die Einführung des Schulfachs Wirtschaft aus.. Das ist mehr als überfällig.

Gefunden: VDI-Nachrichten
Weitere Informationen bei der INSM.

Unternehmen oder Manager?

11. April 2008, 14:33 Uhr von Torsten Herrmann

Die Unterscheidung ist eigentlich leicht: Ein Unternehmer ist Inhaber eines Unternehmens, ist für dieses tätig und investiert eigenes Geld. Ein Manager leitet als angestellte Führungskraft ein Unternehmen, das im Fremdbesitz, häufig ein Aktienunternehmen, ist. Er ist meist nur geringfügig beteiligt, im allgemeinen über Aktien. Dennoch kann man wieder mal beobachten, dass in zahlreichen Medien bei der Ernennung von Dr. Jürgen Heraeus, ehemals Vorstandschef des Edelmetall- und Technologiekonzerns Heraeus in Hanau, zum Unicef-Vorsitzenden diese Begriffe vermischt werden. Das Unternehmen befindet sich seit der Gründung 1851 im Familienbesitz. Insofern ist Dr. Heraeus kein Manager sondern Unternehmer.

Mein ehemaliger Professor über Verantwortung

12. Juni 2007, 12:05 Uhr von Torsten Herrmann

Kürzlich saß ich an meinem Schreibtisch, als das Faxgerät ansprang. Das Faxgerät ist ja der unsinnigste Ausstattungsgegenstand meines Büros, da ich es praktisch nie nutze. Faxe schicke ich eigentlich nur ans Finanzamt, wenn es mal wieder was auszufüllen gibt, und an den Steuerberater, wenn ich eine Quittung erst nach dem Absenden der monatlichen Steuerunterlagen doch noch in einer Jacketinnentasche finde. Dieses Mal spukte das Fax die von meinem ehemaligen Professor Hartmut Kreikebaum beantworteten 5 Fragen zur Verantwortung inklusive einem sehr herzlichen Begleitbrief aus. Professor Kreikebaum lehrt mittlerweile an der European Business School und hat dort den Lehrstuhl für Internationales Management II inne. Bei ihm schrieb ich damals meine Diplomarbeit zum Thema Verantwortung und Unternehmensethik.

Markenwert von Google

22. Mai 2007, 14:29 Uhr von Torsten Herrmann

Im vergangenen Monat hat eine Studie von MillwardBrown und der Financial Times herausgefunden, dass Google die wertvollste Marke der Welt sei. Kürzlich musste ich daran denken und schaute nochmal bei Wikipedia nach, was genau der Markenwert nochmal ist. Es gibt zahlreiche Modelle, diesen Markenwert zu berechnen und ich habe sie mir nicht (wieder) alle angeschaut. Aber mal eine grundsätzliche Frage: Wie kann eine Marke die Tabelle anführen, für die kein Konsument Geld ausgeben will? Niemand zahlt Google für seine meines Erachtens tollen Services. Aber verzerrt das nicht jeden Vergleich? Sonst könnte man Google ja auch mit jedem anderen “Produkt” vergleichen, für das keiner zahlen will. Autobahnen beispielsweise. Ich bin mir sicher, dass die Deutschen eher bereit wären, auf eine Internetsuchmaschine denn auf das Autobahnnetz zu verzichten.

óber den CSR-Aspekt der Studie habe ich im Verantwortungs-Blog geschrieben.