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Ingenieursmangel und Schweinezyklus

14. Februar 2007, 21:33 Uhr von Torsten Herrmann

Der Spiegel schreibt heute einen interessanten Beitrag über den Ingenieursmangel und bezeichnet diesen Mangel als angeblich. Die Studenten, die sich jetzt für Ingenieursstudiengänge entscheiden, sollen bei ihrem Berufseintritt im Schweinezyklus landen. Im Moment des Studienantritt scheint es demnach so, als seien die Berufe stark nachgefragt, ein paar Jahre später aber gibt es weniger offene Stellen als Bewerber. Dies kennen viele aus den eigenen Studientagen. Auch bei mir waren Diplom-Kaufleute wenig gefragt, einige Jahre später konnte es gar nicht genug geben. So oder so aber sollte man studieren, was den meisten Spaß macht, dann findet man auch (meistens) eine Stelle. Denn die Besten finden (fast) immer was.

Ich suche derzeit übrigens eine/n Studenten/in an einem Tag pro Woche für die PR-Arbeit vor allem eines neuen Kunden, den ich in Kürze bekannt gebe. Diplomierte Softwareingenieure (Technische Informatik, Informatik, Elektrotechnik, Nachrichtentechnik) sucht weiterhin mein Kunde Schleißheimer GmbH.

Einnahmemodell für StudiVZ und andere Studentenverzeichnisse

19. Dezember 2006, 16:13 Uhr von Torsten Herrmann

In der ganzen Diskussion um StudiVZ kommt immer die Frage auf, wie das Studentenverzeichnis eigentlich Geld verdienen soll. Dabei geht es immer wieder um Google-AdWords und andere Werbeformen. Ich bin kein Spezialist für Bannervermarktung, aber von allem was ich weiß, ist das kaum ein tragfähiges Modell um 50 und mehr Mitarbeiter zu finanzieren. Aber ich stelle im folgendem Mal ein kleines Konzept vor, wie Studentenverzeichnisse Umsatz erzielen können.

Zunächst muss man sich einmal vor Augen führen, wie volatil die Zielgruppe “Studenten” per se ist (abgesehen von den Flüchtigkeit von Community-Usern überhaupt). Bei heutigen BA und Master-Studiengängen fallen wahrscheinlich 90 Prozent der User nach 3 bis 5 Jahren aus der Zielgruppe wieder heraus. Eingerechnet, das man ein Jahr braucht, bis man sich heimisch fühlt und ein Jahr noch nostalgisch hin und wieder das Online-Studentenverzeichnis aufruft, bis die Freunde auch den Abschluss geschafft haben.

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Rechtschreibung und Konsistenz

04. Dezember 2006, 14:40 Uhr von Torsten Herrmann

Ich schaue mich in letzter Zeit öfter in Stellenbörsen um – sowohl für einen Kunden als auch für mein kleines Unternehmen. Dabei stelle ich immer wieder fest, wie schludrig die Leute mit der deutschen Sprache umgehen. Sicherlich, es gibt die Rechtschreibreform, die einige Klarheiten beseitigt hat. Aber wer im Marketing arbeiten will, muss zeigen, dass er oder sie Deutsch sehr gut beherrscht. Wenn ich dann Kommentare oder sonstige Einträge lese, in denen jedes Wort klein geschrieben wird, “dass” und “das” verwechselt wird oder Kommas äußerst rar verteilt werden, dann denke ich: In einer Stellenbörse, bei der Anbieter sich umschauen, kann ich mir als Bewerber doch keine Blöße geben. Da ist auch eine Ausrede à la “ist ja nur Internet, normalerweise bin ich sorgfältiger” unangebracht. Auch ich mache mal Fehler, die deutsche Sprache ist schwierig genug, aber als Bewerber muss ich mich so gut wie möglich präsentieren. Auch Unaufmerksamkeiten wie “Ich bin telefonisch gerne für Sie erreichbar” und dann findet sich keine Telefonnummer, fördert die Attraktivität für einen kontaktintensiven Job nicht gerade. Von einem systematischen Suchen nach Bewerberinformationen über Google – wie es vor kurzem anschaulich in der Wirtschaftswoche zu lesen war – rede ich dabei noch gar nicht.

Nachwuchsmangel Ingenieure

13. November 2006, 17:16 Uhr von Torsten Herrmann

Vergangenen Freitag war ich auf der Absolventenveranstaltung der FH Gießen-Friedberg. Der Förderkreis Elektrotechnik organisiert die feierliche Zeugnisübergabe, da – so erzählte mir der Vorsitzende Prof. Dr.-Ing. Werner Bonath – ihnen das nüchterne Abholen der Zeugnisse im Sekretariat unangemessen schien. Verabschiedet wurde die neueste Generation Elektrotechniker. Ehrlich gesagt war ich überrascht, wie wenige Studenten diesen Studiengang abschließen. Auch wenn möglicherweise einige schon ihre neue Arbeitsstelle angetreten haben oder den wohlverdienten Nachstudiumsurlaub genießen. Dass es einen Ingenieursmangel gibt, ist für mich nicht mehr verwunderlich.