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Crossing the Chasm auf deutsch

17. August 2007, 12:57 Uhr von Torsten Herrmann

Regelmäßig bekomme ich Anfragen per Suchmaschinen, ob es “Crossing the Chasm” von Geoffrey A. Moore auch auf deutsch gibt. Gibt es leider nicht. Aber es gibt “Das Tornado-Phänomen” (gebraucht leider für fast 80 Euro), in dem die Grundzüge von “Crossing the Chasm” ebenfalls vorkommen. Als Alternative zum Second-Hand-Buch – wenn es denn unbedingt deutsch sein muss – dürfte sich die Zusammenfassung (Nr. 015) bei Business Bestseller empfehlen. Letztes Jahr ist unbemerkt von mir auch “Darwins Erben” als deutsche óbersetzung von “Dealing with Darwin” erschienen. Ich persönlich schaue bei Büchern mit Darwin-Bezug ja gerne hin, aber da bin ich vermutlich einer der wenigen Wirtschaftsbuch-Leser. Gerade habe ich z. B. DITA als Thema entdeckt. Ausgeschrieben heißt das “Darwin Information Typing Architecture” und befasst sich mit der Strukturierung von Topics und Topic-Beziehungen für technische Dokumentationen und Hilfen. Die Idee dahinter nennt sich Single Source Publishing, also die Veröffentlichung von Dokumenten auf der Basis einer einzigen Quelle. Ich schreibe derzeit Anleitungen für zwei Softwareprodukten. Daher versuche ich mir die Regeln zu erschließen, wie ich diese Aufgabe schnellstmöglich und für den Anwender am praktischsten erfülle.

Alex Iskold hat einen interessanten Beitrag über Crossing the Chasm geschrieben und über die Frage, ob die Theorie, die immerhin aus dem Jahr 1991 stammt, gut fünfzehn Jahre später auch noch gilt. Seine zentrale These über die Gültigkeit lautet:

Since today’s new technologies are being brought into the market at an unprecedented pace, the early adopters are stretched. They love trying new things and there are so many of them that they can’t keep up and adopt as many new applications and services. It might just be the case that a good technology does not make it because the early adopters abandon it to try something new.

Ich bezweifle das. Meines Erachtens ist Crossing the Chasm nicht normativ sondern deskriptiv. Es beschreibt, wie die Umsatzentwicklung für ein neuartiges Produkt verläuft und wie schwierig der óbergang von den Early Adopters in den Mainstream-Markt ist. Ich glaube viel mehr, dass Marketing und Vertrieb für ein Produkt, das diesen óbergang nicht schafft, nicht gut genug sind. Mit der Masse an neuen Produkten hat das wohl nur wenig zu tun.


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