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Der praktische Weg zum Inbound-Marketing

Ende April 2009 stieß ich bei Twitter auf einen Beitrag, den Joe Pulizzi, Autor des brillianten Buchs „Get Content, Get Customers“ verlinkt hatte. Darin machte sich ein PR-Berater Gedanken darüber, wie vor allem Content-Marketing (alle Maßnahmen, die den Entscheidungsträger bzw. -vorbereiter dabei unterstützen, Informationen einfach zu sammeln und auszuwerten), die Public-Relations-Arbeit verändern könnte.

Am Ende des Beitrags verlinkte er wiederum einen Beitrag von Paul Roetzer von PR2020, in dem mir der Begriff „Inbound-Marketing“ zum ersten Mal begegnete. Er beschreibt darin, dass PR-Agenturen, die sich nicht an die neuen Möglichkeiten des Internet anpassen, untergehen werden.

„At the same time, the social Web (aka Web 2.0) has given savvy PR firms the ability to dramatically expand their service offerings in the areas of content publishing, social media, blogging, search engine optimization, pay-per-click advertising, Website development and analytics.“

Betrachte ich mir die meisten PR-Agenturen, dann kann ich ihm nur recht geben. Ich war vor einiger Zeit auf einer Newsaktuell-Veranstaltung. Auf dem Podium war Thomas Knüwer, vermutlich der Journalist in Deutschland, der am stärksten eine Anpassung der Verlage an die neuen Realitäten des Internet anmahnt und diese mit seinem Blog, über Twitter wie auch im Handelsblatt selbst annimmt. Beim anschließenden Schnittchenessen taten einige der gestandenen Frankfurter PR-Agenturleiter die Thesen von Thomas Knüwer ab. Meines Erachtens zehren sie noch heute von ihren Kontakten zu wichtigen Journalisten und glauben, dass alles andere unbedeutend ist. Sicherlich werden diese Leute nicht morgen arbeitslos und komischerweise werden sie sogar für PR-Krisen im Internet beauftragt, aber die Zeit spricht nicht für sie.

Über Paul Roetzers Blog stieß ich auf Hubspot, die den Begriff Inbound Marketing geprägt haben. Dabei wurde mir zum ersten Mal das Potenzial hinter Inbound-Marketing klar, auch wenn ich mittlerweile eine deutlich abweichende Definition für mich habe. Hubspot sehen Inbound-Marketing rein onlinebasiert und entwickeln Tools, mit denen potentielle Kunden einen Anbieter finden sollen. Daher sehen Sie Inbound-Marketing als einen Dreiklang aus Content, Suchmaschinenoptimierung und Social Media. Inzwischen geht aber die Diskussion über Inbound-Marketing auch in den USA weiter und Maßnahmen zur Neukundengewinnung und des Nurture Marketings werden langsam hinzugezählt.

Warum meines Erachtens auch Offline-Maßnahmen dazugehören, werde ich im kommenden Beitrag erläutern.