Diabetes mellitus
31. July 2008, 12:23 Uhr von Torsten HerrmannWas ist Diabetes mellitus?
Diabetes mellitus (gr.: honigsüßer Durchfluss) oder auch Zuckerkrankheit genannt ist eine chronische Stoffwechselkrankheit, bei der Zucker (Kohlenhydrate) vom Körper nicht mehr richtig verstoffwechselt werden kann. Das Hormon Insulin wird ausschließlich in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet und ermöglicht die Aufnahme von Zucker in die Körperzellen. Bei Diabetes wird der Zucker nicht in die Zellen aufgenommen, sondern zirkuliert weiter im Blut. Es kommt zu erhöhten Blutzuckerwerten (Hyperglykämie). Dies kann zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen wie verfrühte Arterienverkalkung, Nervenschmerzen, Taubheit, Lähmungen oder Nieren- und Augenschäden.
Im Allgemeinen unterschiedet man zwei Formen der Krankheit: Diabetes Typ-1 und Diabetes Typ-2. Der Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, sprich eine Fehlsteuerung des Immunsystems, bei der die Insulin produzierenden Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse aufgrund eines unbekannten Mechanismus von körpereigenen Antikörpern attackiert werden und im Laufe weniger Jahre ihre gesamte Funktion einbüßen. Die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes, auch Altersdiabetes genannt, wird durch erbliche Veranlagung sowie durch Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigt. Dem erhöhten Aufkommen von Zucker im Blut versucht der Körper zunächst durch eine Überproduktion von Insulin gerecht zu werden. Mit der Zeit erlahmen jedoch die Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse und produzieren immer weniger Insulin. Über 90 Prozent aller Diabetes-Betroffenen leiden an einem Typ-2-Diabetes. Eine temporäre Form des Diabetes mellitus ist der Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes), der im Laufe der Schwangerschaft auftreten kann und im Allgemeinen nach der Geburt wieder verschwindet.
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