Die Bedeutung von Softwareversionen für das B2B-Marketing
16. February 2009, 15:10 Uhr von Torsten Herrmann
Es gibt keine klaren Regeln, wie Softwareversionen zu zählen sind. Lediglich einige strukturelle Gepflogenheiten haben sich etabliert. Diese sind:
- Die Versionsbezeichnung folgt im Allgemeinen folgender Struktur: Hauptversionsnummer-Nebenversionsnummer-Revisionsnummer-Stände, also z. B. 3.2.1 (siehe auch Wikipedia: Versionsnummern)
- Eine neue Hauptversion wird meist bei sehr großen Änderungen angelegt, wenn beispielsweise die Basis ausgetauscht wurde (Betriebssystem, Datenbank, etc.) oder das ganze System neu programmiert wurde.
- Eine Versionsnummer unterhalb von 1.0 signalisiert eine Alpha- bzw. Betaversion.
- Meist werden die Versionsnummern jeweils +0.1 hochgerechnet, also 2.6, 2.7., 2.8. Manchmal werden auch mehrere Versionsnummern zusammengefasst, um größere Veränderungen zu signalisieren, die jedoch nicht als neue Hauptversion gelten sollen. Bei Open-Source-Software wird häufig bei der Veröffentlichung in zweier-Schritten gezählt. Die dazwischen liegende Version ist jene, an der aktuell gearbeitet wird.
Da es keine festen Regeln gibt, erhält die Versionsnummer auch eine Bedeutung für das Marketing.
- Anwender vergleichen bei Investitionsentscheidungen Softwarepakete mehrerer Anbieter. Dabei kann eine höhere Hauptversionsnummer einen höheren Reifegrad signalisieren. Der Anwender erwartet weniger Fehler.
- Medien orientieren sich an den Versionsnummern. Sie berichten eher über eine neue Hauptversion als über eine neue Nebenversion. Dies kann natürlich auch Auswirkungen haben auf Mediapläne sowie Direktmarketing. Für einzelne Unternehmen kann es daher besser sein, die neue Hauptversion erst dann zu veröffentlichen, wenn entsprechende Budgets verfügbar sind.
- Gerade bei Internetangeboten werden oft Betaversionen veröffentlicht. Die Gründe sind neben der geringeren Anfälligkeit für Kritik vor allem die Signalwirkung, an etwas noch nicht offiziellem Teil haben zu dürfen.





















17. January 2010 um 12:18 Uhr
Hallo,
von der Versionsnummer einer Software auf den Reifegrad der Software zu schließen halte ich für Quatsch, denn das eine hat mit dem anderen kaum inhaltlich etwas zu tun. Aber gut die Menschen sind nun mal so, wie sie sind. Und wenn das jemand unter innovativer Vertriebsstrategie im b2b Marketing versteht – nun gut.
Grüße
Harald Weber
18. January 2010 um 07:57 Uhr
Hallo Herr Weber, inhaltlich haben Sie sicherlich Recht, aber eine Version 1.2 (oder gar 0.7) hat wohl auf jeden eine andere Wirkung als eine Version 9.1. Ich würde mich da nicht ausnehmen. Zudem ist es ja meist so, dass der funktionale Reifegrad höher ist, wenn auch die technische Umsetzung hapern kann. Das kennt ja jeder PC-Anwender bei neuen Betriebssystemen oder Office-Produkten.
Schöne Grüße
Torsten Herrmann