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Die Gnade des Verpassens bei Twitter

03. December 2009, 13:39 Uhr von Torsten Herrmann

twitter_logo_s Twitter entwickelt sich weiter und nicht immer zum Positiven. Eigentlich wollte ich mich noch über die unsägliche Re-Tweet-Funktion auslassen, aber die scheint schon wieder Geschichte zu sein. Gut so (Ist sie doch nicht, aber dieser Beitrag zeigt sehr schön, was an den Twitter-Entwicklungen stört und die Retweet-Funktion gehört dazu).

Interessanter ist ohnehin das Listen-Feature. Gestern war ich auf der Twitnite (eine extrem schöne Veranstaltung mit super Beiträgen von der Stadt Frankfurt, der SEB-Bank und dem FAZ-Netzökonomen Holger Schmidt). Der Netzökonom ist in seinem Vortrag auf die Listen-Funktion als Relevanz-Kriterum für Tweetranking eingegangen. Man kann damit Twitterern, denen man folgt, Listen zuordnen, um sich themenorientiert zu informieren. Ich bin auf 23 Listen gelandet, im allgemeinen gekennzeichnet mit PR, Marketing oder B2B. Ich bin der gleichen Meinung wie Holger Schmidt: Nach der ersten Euphorie nutzt die Funktion wohl kaum einer. Ich habe sie noch nie genutzt. Obwohl ich sie vielleicht sogar ganz gut gebrauchen könnte. Ich erkannte sofort, dass diese neue Ordnungsmöglichkeit dazu führen könnte, dass ich wirklich alles mitbekäme – mitbekommen wollen würde. Aber das wollte ich nicht.

Ich folge Personen aus verschiedenen Bereichen: PR, Marketing, Vertrieb, Onlinemarketing, Suchmaschinenoptimierung, Journalisten & Medien, Musikern wie Olafur Arnalds und Ryuichi Sakamoto, meinen SaaS-Anbietern (highrise, mite), dann Wettbewerbern, Meinungsmachern und Informationsdiensten meiner Kunden (Automobilelektronik, Enterprise 2.0/Social Business Software, Diabetes, ERP) sowie einigen Freunden. Alles über einen Account. Insgesamt sind es Stand heute 443 Menschen und Institutionen, denen ich folge. Dabei verpasse ich einiges und das ist gewollt.

Würde ich Listen anlegen, würde mich der Ehrgeiz packen und ich würde alles lesen. So aber rauschen Unmengen an Tweets an mir vorbei und ich lese sie nicht. Wirklich wichtige Themen werden ohnehin re-tweetet (was hoffentlich nach der Abschaltung der neuen Funktion wieder zunimmt) und etwas zu verpassen ist nach einer Weile ein ganz gutes Gefühl. Man schaut rein, liest die letzten 20 Tweets und arbeitet weiter. Manchmal bleibt man an einem Tweet hängen, liest den zugehörigen Beitrag und arbeitet dann wieder weiter.

Ich bin immer wieder fasziniert von so einigen Twitterkönigen, die täglich Unmengen von Tweets verfassen. Den meisten großen Namen folge ich ohnehin nicht. Sollten sie etwas interessantes schreiben, bekomme ich es sicherlich mit. Auch die Dialoge zwischen einzelnen Personen sehe ich nicht. Ich nutze Twitter hauptsächlich als Nachrichtendienst und für Direktnachrichten mit Freunden.zeigt

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Dieser Eintrag wurde am 03. December 2009 um 13:39 Uhr geschrieben und ist unter gelistet. Sie können alle Einträge über den RSS 2.0 Feed abbonieren. Sie können einen Kommentar posten.


3 Kommentare zu “Die Gnade des Verpassens bei Twitter”

  1. Frank schrieb:

    Hey, wir sind aktuell 365 mal gelistet.

  2. Torsten Herrmann schrieb:

    Für jeden Tag einmal?

  3. Frank schrieb:

    Für was auch immer.

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