Elektronik im Kraftfahrzeug 2007
14. October 2007, 18:18 Uhr von Torsten HerrmannDiese Woche Mittwoch und Donnerstag war ich mit meinem Kunden, Herrn Schleißheimer von der Schleißheimer GmbH bei der Konferenz “Elektronik im Kraftfahrzeug” in Baden-Baden. Wer es nicht weiß: Dieser vom Verband deutscher Ingenieure veranstaltete Kongress ist das wichtigste Event in dieser Branche. Insgesamt 1.500 Ingenieure für Automobilelektronik treffen sich dort alle zwei Jahre und zeigen sich die kommenden Entwicklungen.
Die Hauptthemen waren:
- AUTOSAR - Während es vor zwei Jahren noch relativ unkonkret war, arbeiten inzwischen alle OEMs und die großen Zulieferer an der Standardisierung von AUTOSAR und die ersten an der Einführung in die Serienproduktion.
- CO2-Reduktion – Die Elektronik ist hauptverantwortlich für die Ausschöpfung der Spritsparpotentiale und damit der CO2-Reduktion. Ich habe beeindruckende Vorträge z. B. über die Start-Stopp-Funktion oder Bremskraftrückgewinnung gehört. Mit der ersten Funktion wird das Auto an der Ampel ausgeschaltet und dann sofort betriebsbereit wieder “hochgefahren”. Ein Auto ist schließlich kein PC. Funktioniert allerdings nur für Schaltgetriebe. Mit der Bremskraftrückgewinnung wird Strom aus dem Bremsvorgang gewonnen.
- Neue Anzeigeinstrumente – Kombiinstrument ist einer der Hauptarbeitsbereiche der Schleißheimer GmbH. Daher sind die kommenden Entwicklungen für uns besonders interessant. Schwer beeindruckend waren Double-View-Displays für die Bildschirme in der Mittelkonsole. Der Effekt: Der Fahrer sieht das Navigationssystem und der Beifahrer kann ein anderes Programm, beispielsweise eine DVD anschauen. Die Qualität ist super. Wenn man an den Bildschirmen vorbei läuft (was im Auto nur mit starkem Hinüberlehnen möglich ist), wechselt das Bild nahezu nahtlos. Die nächste Generation sind dann Tripple-View-Displays, mit denen die Kinder auf der Rückbank wieder einen anderen Film sehen können. Außerdem kamen Kombiinstrumente, die aus reinen Grafikdisplays bestehen. Tacho und Konsorten werden also Pixel-für-Pixel dargestellt. Für den 3-D-Effekt werden Glanzpunkte und Schatten gesetzt. Dazu verwendet die Software Informationen aus den Sonneneinfall-Sensoren. Damit beschränkt sich die Fahrerinformation nicht auf einen kleinen Displaybereich: Wenn z. B. der Abstand zum voranfahrenden Fahrzeug zu kurz wird, kann der ganze Display für die Warnmeldung “Bremsen” in rot (gestaffelt nach Nähe) genutzt werden.
Es kommen spannende neue Technologien.





















Kommentar posten