Empathie und Kontrolle
19. January 2009, 11:53 Uhr von Torsten HerrmannIch will kurz über eine aktuelle Geschichte schreiben, die jeden lehren sollte, sich genau zu überlegen, was er in Social-Media-Diensten schreibt. In den USA hat ein PR-Kollege sich despektierlich über die Stadt Memphis geäußert, den Standort seines Kunden. Dies tat er auf dem Weg zu einem Meeting und nutze dafür den Microblogging-Dienst Twitter. Wenig später antwortete der Kunde in einer Email, denn die Nachricht blieb nicht unbeachtet. Er ärgerte sich über die negative Aussage über die Stadt, mit der sich die Mitarbeiter doch sehr verbunden fühlten.
Sicherlich war es ein Fehler des Kollegen, wie er in einem Beitrag auf seinem Blog erläutert. Sicherlich ist es menschlich, sich aus welchem Grund auch immer, aufzuregen und so unbedachterweise eine Nachricht zu bloggen oder zu twittern oder einfach dem nächstbesten Kollegen zu erzählen. Wer es allerdings schreibt, muss damit rechnen, dass es jeder liest und dass möglicherweise sogar etwas missinterpretiert wird. Denn 140 Zeichen, so lang ist eine Twitter-Nachricht (Tweet) maximal, ermöglichen nur eine sehr kondensierte Kommunikation.
Hier die zwei, in diesem Fall wichtigsten Eigenschaften, die ein PR-Berater meines Erachtens braucht und die sehr eng miteinander zusammenhängen: Empathie und Kontrolle. Jeden Satz, den ich im Zusammenhang mit einem Kunden sage oder schreibe, muss ich kontrollieren. Ist er inhaltlich richtig. Ist der Zeitpunkt richtig. Ist es der richtige Kanal. Welche positiven und welche negativen Konsequenzen kann diese Aussage haben. Dazu ist eine gehörige Portion Einfühlungsvermögen – also Empathie – notwendig. Möglicherweise ist der potentielle Kunde meines Klienten sensibler als ich oder will nicht so sensibel erscheinen. Diese Disziplin muss man sich einfach angewöhnen. Auch wenn der Fehler menschlich ist, sollte er niemandem passieren.
Englische Version
Let me briefly write about a recent history that teach all of us to think about what we write in Social Medias. In the United States a PR colleague wrote disrespectfully about the city of Memphis, the location of its customers. He did this on his way to a meeting and used the micro-blogging service Twitter for that. Shortly afterwards, the customer replied in an e-mail, as the message did not go unnoticed. He was disappointed about the negative statement on the city, with which the employees feel very connected.
Surely it was a mistake of the him, as he explains in a post on his blog. Surely it’s human, that for whatever reason, to get angry and to unprudently write a message in your blog or twitter or simply well ist to the next best colleague. Who wrote it, however, must reckon that everyone reads it and that perhaps something will misinterpret it. 140 characters, so long is a Twitter message (Tweet) maximum, allow only a very condensed communication.
Here are the two most important characteristics for a PR consultant in that case that are closely linked: empathy and control. I have to control every sentence that I say or write about a customer. Is the message right. Is the timing right. Is it the right channel. Which are the positive or negative consequences of this message. This is a good deal of empathy that is necessary. Perhaps a potential customer of my client is more sensitive than me or he does not want to appear so sensitive. This discipline must be a simple habit. Even if the error is human, it should not happen anyone.























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