Jürgen Habermas über die Zukunft der Leitmedien
21. May 2007, 20:51 Uhr von Torsten HerrmannProf. Jürgen Habermas schreibt in der Süddeutschen Zeitung (online) einen Essay über die Zukunft der überregionalen Tageszeitungen in Deutschland. Hintergrund ist der geplante Verkauf der Anteile durch die Eigentümer der Zeitung und das Spannungsverhältnis zwischen Journalismus und Rendite. Sein spannendes, erschreckendes Fazit: “Keine Demokratie kann sich ein Marktversagen auf diesem Sektor leisten.” Ich habe in meinem Leben – ich habe schließlich in Frankfurt am Main Philosophie studiert als er selbst noch dort lehrte – viele Bücher und Aufsätze von Jürgen Habermas gelesen. Zugegebenermaßen selten einen so leicht lesbaren. Der Begriff “Diskurs” kommt denn auch erst auf Seite 3. Kurz vor meinem Lieblingsabschnitt:
Das kann man sich intuitiv an dem Unterschied klarmachen, der zwischen konkurrierenden “öffentlichen Meinungen” und der Veröffentlichung demoskopisch erfasster Meinungsverteilungen besteht. Die öffentlichen, durch Diskussion und Polemik erzeugten Meinungen, sind bei aller Dissonanz bereits durch einschlägige Informationen und Gründe gefiltert, während die Demoskopie gewissermaßen latente Meinungen in ihrem Roh- und Ruhezustand nur abruft.
Wie Recht er hat.
Gefunden im Blog von Mercedes Bunz, Tagesspiegel (dort auch Links zu amerikanischen Quellen).





















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