PR & Google III
08. September 2006, 07:22 Uhr von Torsten HerrmannWelche Aufgabe ergibt sich daher für eine PR-Agentur bzw. für die PR-Abteilung eines Unternehmens?
Diese müssen die Informationen so aufbereiten, dass sie über Google mit einer hohen Wahrscheinlichkeit bei der Zielgruppe ankommt und das bedeutet vor allem: Bei den gängigsten Suchen unter den Top-10. Eine Presseinformation, die an Journalisten geht, muss neben dem eigentlichen Newsgehalt z. B. in ihrer Struktur allgemeinen Regeln wie den sieben Ws folgen, und der Text benötigt Überschriften, Unterüberschriften, Orts- und Datumsangabe sowie eine Boilerplate, um von wahrgenommen und bewertet zu werden. Eine Information, die über Google vermittelt wird, muss darüber hinaus (eigentlich braucht sie die Presseinformationsform überhaupt nicht, aber mit ihr wird dem Leser natürlich eine gewisse Form der Seriosität und der Marketingfreiheit signalisiert) noch idealerweise weitere Kriterien erfüllen: Sie muss Tags besitzen, die Keywords finden sich auch in der Dateibezeichnung, die gesamte Website und die Meldung sollten stark verlinkt sein, die Keywords sollten mehrfach im Text und an den richtigen Stellen auftauchen etc. Damit wird – wenn auch in einer reduzierten Form – der PR-Berater bzw. Mitarbeiter mit Regeln des Suchmaschinenmarketings konfrontiert, um die Botschaft zur Zielgruppe zu bekommen.
Das Pullprinzip macht es also möglich, Presseinformationen rein über Google zu vermitteln, ohne dass sie regulär rausgeschickt werden. So wird die x-ste Partnerschaftsmeldung bei einem Journalisten – außer vielleicht sie kommt vom Marktführer – durchfallen. Für den Suchenden, kann es aber interessant sein, dass sein präferiertes Beratungsunternehmen mit dem Produktanbieter kooperiert. In diesem Fall wird die Online-Presseinformation zum Marketinginstrument, was letztlich eine Folge davon ist, dass sich die Zielgruppen nicht mehr auf die Filterfunktionen der klassischen Dialoggruppen verlassen (müssen).























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