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Preissenkungen zur CeBIT

01. February 2007, 14:06 Uhr von Torsten Herrmann

Ich kenne das Spiel ja: Jedes Jahr fragen sich PR-Leute, was sie denn zur CeBIT ankündigen können. Mit dieser Frage löchern Sie Marketing und Produktmanagement. Schließlich will man den Journalisten ja echte News präsentieren und nicht nur die hundertfünfzigste Kooperation. Ein geeignetes Thema können daher Preissenkungen sein. Allerdings ist dieses Thema in hochkompetitiven (scheinbar transparenten) Bereichen wie der Telekommunikationsbranche, in der es vor allem um den Preis geht, leider nicht. Wäre ich ein Wettbewerber, würde ich – und ich bin sicher, dass einige Wettbewerber genau so handeln – im Vorfeld mal beim Marktführer nachfragen. Und die richtige Antwort auf eine anstehende Preissenkung ist natürlich die Preise schon vorher zu senken oder zumindest die niedrigeren Preise so lange aggressiv zu kommunizieren, bis der Preisabstand zur CeBIT deutlich geringer wird. Dann nämlich lohnt es sich, die Preise genauer zu vergleichen: Wie sieht es mit den einzelnen Positionen aus, Anrufe ins Ausland, in Mobilnetze. Möglicherweise erkennt man dann, dass die hohe Differenz sich lediglich darauf zurück führen lässt, dass der Marktführer bis zur CeBIT wartet, um seine Preise zu senken. Daher: Preissenkungen sind in stark umkämpften, scheinbar transparenten Märkten wie der Telekommunikationsbranche als CeBIT-Thema wenig geeignet. Denn die Marktanteile sind schneller weg als gedacht. Und bleiben weg.


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