Pfadfinder-Spende
06. August 2007, 10:56 Uhr von Torsten HerrmannDen größten Teil meiner Jugend habe ich bei den Pfadfindern verbracht. Konkret war es die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg. Ich glaube, dass ich dort mehr gelernt habe für mein berufliches Leben als in der Uni. Das wurde mir spätestens klar, als in einem Uni-Seminar zum ersten mal Teamarbeit angesagt war. Alle Leute am Tisch waren vollkommen unfähig dazu, mit mehreren Leuten ein Thema zu erarbeiten oder etwas vorzubereiten. Ich kannte es so, dass die Aufgaben definiert werden und jeder bei der Verteilung irgendwann “ich” sagt. Das dauerte 2 Minuten im Vergleich zu 2 Stunden an der Uni. Außerdem lernte ich dort, was ein Projekt ist, welche Stufen dazu gehören und dass am Ende reflektiert werden sollte. Vor allem Verantwortung zu übernehmen habe ich gelernt und hatte dementsprechend zahlreiche Ämter inne. Ich erinnere mich auf Anhieb an Gruppenleiter, Bezirks-Rover-Sprecher, Stammesvorsitzender und Kassenwart.
Am Wochenende habe ich einen Brief vom Förderverein bekommen, der an Ehemalige ging und die schwierige Finanzsituation erläuterte. Ziel ist es Spenden einzusammeln für die Jugendarbeit im Bezirk. Dabei fiel mir ein Argument auf, das ich auch schon gebracht habe bei den alljährlichen Spenden zu Weihnachten. Große NGOs werden schnell bedacht (man denke nur an die Spendenflut anlässlich den Tsunami, die nicht mal zweckgebunden verbraucht werden konnten), aber kleine Initiativen, die vielleicht auch nicht so öffentlichkeitswirksam sind, gehen leer aus. Im Kleinen, vor Ort gibt es zahlreiche bedenkenswerte Initiativen und bei mir sind das nun mal als Dank für wunderschöne Jahre die Pfadfinder. Deshalb werde ich bei 100×100, d. h. 100 Leute spenden 100 Euro pro Jahr, mitmachen.




















