28. Juli 2010, 17:13 Uhr von Torsten Herrmann
Update! Hier der Link zur “Live-Show”:http://www.ustream.tv/channel/montagsrunde-9-8-10
Schwer wird die nächste Montagsrunde natürlich höchstens für mich. Für alle anderen ist sie hoffentlich sehr unterhaltsam und informativ.
Die Montagsrunde findet an jedem 2. Montag im Monat statt und behandelt verschiedene Themen aus dem Kommunikationsbereich. Es treffen sich dabei rund 50 Leute (Studenten ebenso wie Kommunikationsprofis) vor ihren Rechnern und schauen einem Moderator zu, den sie mit Fragen bombardieren, der Stellung nehmen muss und die Anmerkungen der Teilnehmer kommentiert. Sie haben es erraten, ich bin als nächstes dran. Mit Webcam gegenüber einer unsichtbaren Masse (Hinweis an mich: Nicht ständig durch die Haare wuscheln, nicht an der Nase jucken etc.).
Thema: Internationale PR – Zusammenarbeit mit amerikanischen Kunden und Agenturen
Datum: 9.8.2010, 20:00 Uhr bis ca. 22:00 Uhr
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21. Juni 2010, 12:58 Uhr von Torsten Herrmann
Beratungsunternehmen kennen das: Manchmal werden andere Beratungsleistungen nachgefragt als sonst. Einfach gesagt gibt es zwei Situationen, in denen ein Unternehmen Berater holt:
- um Wettbewerbsnachteile abzubauen, d. h. Kosten zu reduzieren, Arbeitsaufwände zu reduzieren, Ressourcenverschwendung zu vermeiden etc.
- um Wettbewerbsvorteile aufzubauen, z. B. Produkt- oder Prozessinnovationen, Marketing und Vertrieb zu verstärken.
Was bedeutet das für das Marketing eines Beratungsunternehmen? Wie kann es die Konjunkturschwankungen für sich nutzen? Die nachfolgende Darstellung ist sehr schematisch, soll aber helfen, die dahinter stehenden Mechanismen zu verdeutlichen.
Wenn es einem Unternehmen schlecht geht oder die wirtschaftlichen Aussichten schlecht sind, werden Unternehmen zunächst eher dazu neigen, ihre Wetbewerbsnachteile abzubauen. Klassisch heißt das Kosten runter, Mitarbeiter entlassen, Niederlassungen schließen, Produkte vom Markt nehmen etc.
Eigentlich sollten sie natürlich mindestens genauso die Wettbewerbsvorteile im Auge haben und in neue Produkte investieren oder das Marketing und den Vertrieb stärken. Tun sie allerdings nicht oder erst etwas später, wenn die eigene Situation sich stabiliert hat oder die Wirtschaft langsam wieder Schwung annimmt.
 Themenzyklus versus Umsatzyklus Dementsprechend fordern Unternehmen von Beratern in Krisenzeiten eher die Kostenreduzierung und in den Boomzeiten eher Innovationen in neue Technologien etc.
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09. März 2010, 11:33 Uhr von Torsten Herrmann
Ich habe Mitte der neunziger Jahre in der Softwareindustrie angefangen. Damals arbeitete ich vor allem für Unternehmenssoftware-Anbieter als PR- und Marketingberater. Enterprise-Resource-Planing-Lösungen – ich arbeitete für den niederländischen Anbieter Baan – waren gerade das heißeste Thema. Dann kamen weitere Softwarelösungen auf wie Customer-Relationship-Management, Supply-Chain-Management etc.
In den Unternehmen war die IT-Welt allerdings meist nicht so modern wie es sich die Anbieter wünschten. Altbestände lagerten auf unverwüstlichen AS400-Systemen, die Personalabteilung hatte wiederum eigene Lösungen und in der Produktion waren Betriebsdatenerfassungssysteme im Einsatz, von denen niemals jemand erwartet hatte, dass sie einmal Daten aus einem PPS-System bekommen sollten.
Kurz gesagt: Es gab Schnittstellenprobleme. In den folgenden Jahren machte man sich daran systemübergreifende Architekturen aufzubauen und gemeinsame Standards zu definieren. Sicherlich gibt es immernoch fehlende Schnittstellen, aber insgesamt wurde das Problem doch stark reduziert.
In den Bereichen Marketing, PR, Werbung und Web ist es momentan ähnlich. Vor allem wenn man es aus der Dienstleister-Brille betrachtet. Alle bosseln marketingmäßig vor sich hin und es gibt kaum Schnittstellen zwischen den Agenturen bzw. deren Aufgabenbereichen. Es gibt keine gemeinsame Architektur und keine gemeinsamen Standards, kaum Austausch, aber viele verschiedene Strategien und Maßnahmen. Da meistens die Tool-Entscheidung ohne strategische Fundierung getroffen wird. Man beschließt zu twittern, ohne sich zu überlegen, was man damit erreichen will und wie diese Kommunikationsform zum eigenen Unternehmen passt. Thomas Knüwer hat dies kürzlich anhand der Telekommunikationsindustrie sehr schön dargestellt.
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24. August 2009, 08:33 Uhr von Torsten Herrmann
 David Meerman Scott Den folgenden Beitrag hat mir David Meerman Scott, Autor des Buchs “The New Rules of Marketing and PR” (deutsch:
“Die neuen Regeln für Marketing und PR im Web 2.0″ und “World Wide Rave” zur Verfügung gestellt. “The New Rules of Marketing and PR” hat mich viel über modernes Marketing gelehrt. Bitte beachten Sie den Link zu seinem kostenlosen E-Book am Ende des Beitrags. Vielen Dank für diesen Beitrag.
The following article was provided by David Meerman Scott, author of “The New Rules of Marketing and PR” (German:
“Die neuen Regeln für Marketing und PR im Web 2.0″ und “World Wide Rave” . “The New Rules of Marketing and PR” taught me a lot about modern marketing. Please notice the link to his free e-book at the end of the article. Thanks a lot for that article.
What we all really want is ATTENTION
I’d like to be bold and boil down thousands of conversations I’ve had over the past ten years as well as about five years blogging into one word: ATTENTION.
Entrepreneurs, CEOs, and business owners want people to pay attention to their company. Marketers, PR pros, advertisers, and salespeople are on the payroll for one reason: To generate attention.
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26. Juni 2009, 07:34 Uhr von Torsten Herrmann
Ende April 2009 stieß ich bei Twitter auf einen Beitrag, den Joe Pulizzi, Autor des brillianten Buchs “Get Content, Get Customers” verlinkt hatte. Darin machte sich ein PR-Berater Gedanken darüber, wie vor allem Content-Marketing (alle Maßnahmen, die den Entscheidungsträger bzw. -vorbereiter dabei unterstützen, Informationen einfach zu sammeln und auszuwerten), die Public-Relations-Arbeit verändern könnte.
Am Ende des Beitrags verlinkte er wiederum einen Beitrag von Paul Roetzer von PR2020, in dem mir der Begriff “Inbound-Marketing” zum ersten Mal begegnete. Er beschreibt darin, dass PR-Agenturen, die sich nicht an die neuen Möglichkeiten des Internet anpassen, untergehen werden.
“At the same time, the social Web (aka Web 2.0) has given savvy PR firms the ability to dramatically expand their service offerings in the areas of content publishing, social media, blogging, search engine optimization, pay-per-click advertising, Website development and analytics.”
Betrachte ich mir die meisten PR-Agenturen, dann kann ich ihm nur recht geben. Ich war vor einiger Zeit auf einer Newsaktuell-Veranstaltung. Auf dem Podium war Thomas Knüwer, vermutlich der Journalist in Deutschland, der am stärksten eine Anpassung der Verlage an die neuen Realitäten des Internet anmahnt und diese mit seinem Blog, über Twitter wie auch im Handelsblatt selbst annimmt. Beim anschließenden Schnittchenessen taten einige der gestandenen Frankfurter PR-Agenturleiter die Thesen von Thomas Knüwer ab. Meines Erachtens zehren sie noch heute von ihren Kontakten zu wichtigen Journalisten und glauben, dass alles andere unbedeutend ist. Sicherlich werden diese Leute nicht morgen arbeitslos und komischerweise werden sie sogar für PR-Krisen im Internet beauftragt, aber die Zeit spricht nicht für sie.
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