Konvergenz oder Divergenz – IBM-Studie
17. Juli 2006, 09:55 Uhr von Torsten HerrmannKürzlich fand ich in Robert Basics Weblog eines meiner Lieblingsthemen: Divergenz und Konvergenz von elektronischen Geräten. Vor einigen Tagen verwies er dort auf eine Studie von IBM mit dem Titel: “Konvergenz oder Divergenz? Erwartungen der Konsumenten an die Telekommunikations- und Medienangebote von morgen”.
Aus der Eigenbeschreibung:
Chancen und Risiken des Zusammenwachsens von Sprachtelefonie, Datendiensten und medialen Angeboten werden seit längerem kontrovers diskutiert – Triple Play/Quadruple Play, Elektronische Programmführer, Digitale Festplattenrekorder, TV/Video on Demand, Mobiles Fernsehen, Online Gaming oder User Generated Content sind beispielhafte Schlagworte. Vollkommen neue Dienste und Angebote gewinnen nach und nach die Aufmerksamkeit breiter Zielgruppen. Herkömmliche Marktstrukturen verändern sich und neue, zum Teil disruptive Geschäftsmodelle entstehen. Etablierte Marktteilnehmer geraten zunehmend unter Druck. Das Verbraucherverhalten und die Akzeptanz neuer Angebote sind eine nur sehr schwer kalkulierbare Größe bei der Konzeption und Markteinführung neuer Dienste.
Ich kann dazu nur sagen: Wo sind denn all die konvergenzen Fernsehgeräte, die den Video- und den DVD-Rekorder gleich mitliefern? Es gibt sie kaum. Die Konsumenten wünschen schön getrennte Funktionen und vor allem getrennte Geräte. Einen Fernseher, einen DVD-Spieler, einen Computer und ein Mobiletelfon etc. Sogar Spiele laufen heute auf XBoxen und Playstations und nicht auf Fernsehern, Computern oder gar PDAs. Die Konvergenz von Geräten ist doch eher eine ewig wieder kehrerende Mär denn eine reale Erscheinung. Natürlich sieht man diese Kombigeräte immer wieder auf Messen und in Medien, nur komischerweise schaffen sie es nicht in die Wohnzimmer der Konsumenten. Konvergenz ist meist Wishful Thinking der Anbieter, um mit dabei zu sein und Produktneuheiten präsentieren zu können.
Die einzige Konvergenz sind Kameras in Mobiltelefonen. Allerdings dienen diese ja nur für Schnappschüsse und sind für die Printnutzung (von Zeitungen ganz zu schweigen) unbrauchbar. Ansonsten aber ist Divergenz die zentrale Entwicklingsrichtung. Das macht die Welt zwar komplexer, beinhaltet aber mehr Chancen.




















