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Presentation Lead Generation with B2B Inbound Marketing online

13. November 2010, 18:09 Uhr von Torsten Herrmann

Following my presentation at the German B2B marketing congress by Media-treff.de on October 22nd 2010 I translated my slides in English. Funny enough there is no German version available here but at the congress organizers web site.

I would be happy to see this presentation distributed and discussed internationally. Hopefully everything is understandable even in this short form. If you see any mistakes please feel free to get back to me. If you are interested to discuss the content, please do here or on slideshare.

BANT: Der ideale Entscheidungsträger für den Vertrieb

07. Oktober 2010, 15:55 Uhr von Torsten Herrmann

BANT ist ein wichtiges englischsprachiges Akronym für den Vertrieb. Ehrlich gesagt kenne ich gar keine deutsche Entsprechung (oder sie fällt mir gerade nicht ein). BANT ist die entscheidende Eigenschaft eines Ansprechpartners: Budget, Authority, Need und Timeline. Zu deutsch: Wenn ein Entscheidungsträger ein Budget hat, die Autorität hat zu entscheiden, den Bedarf und die Lösung auf der Agenda hat, ist es eine einfachere Verhandlung. Fehlt eine dieser Komponente, wird es schwieriger. Dann müssen andere mit entscheiden oder noch schlimmer er hat keinen Bedarf für den eigenen Service (Produkt, Dienstleistung).

Für Beratungsdienstleistungen kommt laut Doerr/Schultz noch eine fünfte Komponente hinzu: F wie Fit. Aufgrund der persönlichen Beziehung zwischen Leistungserbringer (Berater) und Leistungsempfänger (Kunde) muss es eine hohe Übereinstimmung zwischen den beiden geben. Fehlt der “Fit”, wird es schwierig mit der Beauftragung. Der Berater ist ja sein eigener Verkäufer, daher ist dieser Fit so wichtig,

Wobei dies zu einem gewissen Grad auch für andere Verkäufer gilt. Wenn dieser dem Kunden unsymphatisch ist, wird er es schwerer haben zu verkaufen. Aber es ist nicht unmöglich (erleben wir alle immer wieder im Einzelhandel).

Natürlich ist ein Entscheidungsträger nicht uninteressant, wenn ihm eine dieser Komponenten fehlt. Dann heißt die Aufgabe: Lead Nurturing, d. h. die Pflege des Interessenten. Ziel ist es, dass er die Notwendigkeit erkennt, den Bedarf auf die Agenda setzt, seine Entscheidungskollegen überzeugt und ein Budget besorgt. Gerade aufgrund der Budgetfrage kann das leicht bis zum Folgejahr dauern. Bei Beratungskunden fehlt ohnehin öfter die Notwendigkeit, so dass die Problemstellung bzw. das Optimierungspotenzial ohnehin erstmal bekannt gemacht werden müssen. Berater müssen ja mit besonders langen Vertriebszyklen und einer besonders intensiver Lead-Generation rechnen.

Es muss nicht immer der C-Level sein

16. Juli 2010, 15:33 Uhr von Torsten Herrmann

Eine Aussage, die mir immer wieder in Gesprächen mit potentiellen Kunden begegnet, ist, “wir wollen mit der obersten Führungsebene reden und nicht mit irgendwelchen Abteilungsleitern”. Ich verstehe das, ich rede auch sehr gerne mit Geschäftsführern. Aber nicht nur.

Sicherlich gibt es Anbieter, die müssen wirklich mit dem C-Level sprechen. Weil ihr Angebot von einer sehr hohen strategischen Relevanz ist. Managementberatungen gehören dazu. Um das mal kurz zwischendurch zu definieren: Unter C-Level versteht man grob alle Personen, die in US-Unternehmen “Chief” auf der Visitenkarte stehen haben. Natürlich ist es noch etwas komplizierter, denn zum einen wird “Chief” inflationär gebraucht und zum anderen haben sie manchmal auch “President” oder was auch immer auf der Karte stehen. Nur über sich haben sie wohl maximal noch eine Ebene.

Zugleich habe ich Kunden, die haben praktisch noch nie mit dem C-Level geredet – und sie leben sehr gut damit.

Ihre Zielgruppe befindet sich eher im mittleren Management. Diese sind für bestimmte Bereiche, Regionen oder Kundengruppen verantwortlich. Was auf ihren Karten steht, ist dabei sehr verschieden. Alan Weiss hat in einem seiner Bücher mal darüber geschrieben, welchen Umsatz er mit HP erzielt hat (wir reden sicherlich von 7-stellig) und was sein Ansprechpartner auf seiner Visitenkarte stehen hatte. Da würde manch einer nicht anrufen.

Zudem sollte man sich einmal vor Augen führen, welche Motivationen ein mittlerer Manager haben kann, um mit einem Anbieter zusammen zu arbeiten. Außerdem ist entscheidend, welche Rolle er in einem Beschaffungsprozess einnehmen kann: Entscheidungsvorbereiter, Entscheidungsträger oder Entscheidungsbeeinflusser. An hand solcher Fragestellung entwickelt man dann die Buyer-Persona, wobei ich hier mal drei grundsätzliche Kategorien aufführen will.

Da ist zum einen der Karrierist, der sich mit einem Projekt profilieren will. Seine aktuelle Position ist nur eine Zwischenstation. Er hat viel vor und dieses eine Projekt ist auch nur eins von vielen. Er gehört zu denen, die Verantwortung sehr schnell an sich reißen. Dabei arbeitet er dann auch gerne mit großen Namen zusammen, damit deren Glanz sich ein wenig auf ihn überträgt.

Zum zweiten ist da der Unfähige. Das ist nicht so nett, das zu schreiben, aber es gibt Menschen, die brauchen dringend Unterstützung oder Lösungen von außen, weil sie sonst ihren Job niemals bewältigen würden. Sie erinnern an das Peter-Prinzip, d. h. sie sind eine Stufe zu hoch gekommen und halten sich dort nur mit Hilfe von Externen. Allerdings erhalten sie manchmal auch auf Betreiben von oben Unterstützung, weil die Chefs um deren Unzulänglichkeiten wissen.

Drittens gibt es den Fachmann oder die Fachfrau. Sie haben schlicht den weit besseren Überblick über notwendige Verbesserungen als der Chef zwei Ebenen höher. Da geht es ja auch unter Umständen nicht um die ganz großen Themen, sondern schlicht darum, dass alles läuft und so manch ein Missstand beseitigt wird. Wie wichtig ist Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung wirklich für den Kunden?

In all diesen Fällen lohnt sich der Kontakt mit dem mittleren Management. Sie fördern eine Investition oder eine Beauftragung intern. Sie sind gerade in den ersten Phasen des Entscheidungsprozeses bzw. Beschaffungsprozesses wichtig: Sie identifizieren ein Problem oder ein Optimierungspotenzial, sie recherchieren vorab oder sind der Entscheidungsvorbereitung beteiligt, wenn sie nicht sogar selbst (mit-)entscheiden. Vielleicht wird an der Entscheidungsfindung – zumal ab bestimmten Budgetgrenzen – auch das C-Level involviert. Aber der mittlere Manager hat stets eine wichtige Rolle in der Beschaffung. Nehmen Sie den Kontakt auf, wenn er es nicht von sich aus macht.

SPIN Selling

06. Juli 2010, 21:49 Uhr von Torsten Herrmann

Was ist SPIN Selling?

SPIN Selling ist eine der weltweit meist angewandten Vertriebsmethoden, die in den 1970er Jahren aufgrund umfangreicher Untersuchungen der Erfolgsfaktoren in Verkaufsgesprächen von Neil Rackham entwickelt wurde. Sie baut auf einer ausgeklügelten Fragetechnik auf.

Im SPIN Selling werden vier Stufen von Fragen unterschieden:

S = Situationsfragen, die die Situation (Fakten, Zahlen) des potentiellen Kunden beleuchten.
P = Problemfragen, die die Probleme aus der Situation aufdecken sollen. Hier wird vom potentiellen Kunden der Bedarf angedeutet, da er die Wünsche aus seiner alltäglichen Erfahrung nennt.
I = Implikationsfragen, die die negativen Effekte (Folgen, Konsequenzen), sozusagen die Dimension der Probleme bzw. einer Nicht-Entscheidung beleuchten sollen.
N = Nutzenfragen, die den Nutzen einer Lösung, also die positiven Auswirkungen aufdecken sollen. Hier wird der ausdrückliche Bedarf heraus gearbeitet.

Nach der Fragesession wechselt der Verkäufer hin zur Beschreibung der möglichen Lösungen des heraus gearbeiteten Kundenbedarfs. Dieser Übergang ist für viele Verkäufer nicht einfach, da er die Gefahr von Einwänden sowie von unzureichend herausgearbeiteten Nutzen fürchtet.

SPIN Selling wird vor allem im Bereich hohe Investitionen angewandt, in dem es ausreichend Zeit gibt, eine Lösung intensiv zu betrachten. Ein klassischer Anwendungsbereich ist somit Software und Hardware, was sich auch darin zeigt, dass IBM und Xerox die Analyse der Verkaufsgespräche gefördert haben.

Consultative Selling

06. Juli 2010, 21:01 Uhr von Torsten Herrmann

Was ist Consultative Selling?

Consultative Selling ist ein Vertriebsansatz. Der potentielle Kunde soll aufgrund der Fragen und der Gesprächsführung des Verkäufers selbst erkennen, welche Vorteile sich aus einer Investition oder Beauftragung bzw. welche Nachteile sich aus deren Unterlassung ergeben. Consultative Selling ist immer dann gut geignet, wenn es um eine langfristige Beziehung geht und wenn der Kunden “nichts verkauft bekommen will”. Damit unterscheidet sich die Verkaufsmethode grundsätzlich von eher forcierenden, aggressiven Ansätzen, die wohl jeder aus dem Gespräch mit schlechten Finanzanlageberatern kennt und hasst.

Schwierigkeit bei der Methode für den Verkäufer ist der Wechsel von der fragenden Gesprächsführung hin zum Abschluss. Der Verkäufer tritt als Berater auf und muss irgendwann diese Rolle im Laufe des Gesprächs wieder verlassen, ohne die aufgebaute Beziehung zum potentiellen Kunden zu gefährden. Die Methode wurde in den 1970er Jahren entwickelt.