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Social Media im B2B-Entscheidungsprozess

16. Juni 2010, 08:30 Uhr von Torsten Herrmann

Thilo Specht hat einen lesenswerten Beitrag in Cluetrain PR darüber geschrieben, dass Social Media in B2B-Branchen als neuer Heilsbringer gesehen wird. Dabei weißt er zu Recht darauf hin, dass die meisten B2B-Marketer mit Social Media falsche Ziele verbinden. Er verweist auf die Studie “Social Media in der B2B Praxis” der Agentur creative360, die ich sträflicherweise nicht hier vorgestellt habe (obwohl ich es Jens Stolze sogar versprochen hatte, shame-on-me). Demnach wollen sie die Markenbekanntheit stärken, SEO-Effekte und Social Media für die Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Nur 58 % sehen Social-Media-Aktivitäten als Mittel zur Leadgenerierung, also zur Gewinnung neuer Kontakte zu potentiellen Kunden.

Das ist auch mir deutlich zu wenig. Ich spekuliere nun mal ein wenig, warum das so wenig sind:

  • So wie Gewinne Ziel eines jeden Unternehmens ist, ist die Gewinnung neuer Kunden Ziel jedes Unternehmens. Es ist also so selbstverständlich für die B2B-Marketer, dass sie nicht explizit darauf hinweisen.
  • Es ist ihnen peinlich, die Kundengewinnung voran zu stellen, da es so wenig “social” klingt. Man will es also nicht so laut herumposaunen, dass man dem Beziehungspartner im Social-Web auch etwas verkaufen will.
  • Die Marketer sind nicht vertriebsorientiert genug. Dass es ihre Aufgabe ist, für den Vertrieb Neukundenkontakte zu gewinnen, haben sie nicht realisiert. Sie wollen zwar allgemeine Kontakte (z. B. Besucher der Website über Suchmaschinenoptimierung), aber sie möchten keine Rolle im Vertriebsprozess spielen. Das ist dann Aufgabe der Vertriebler.

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Jive Software kombiniert als erster Twitter und Social-Business-Software

15. Juni 2010, 07:55 Uhr von Torsten Herrmann
Logo Jive Software

Frankfurt am Main, 15. Juni 2010 Jive Software hat eine Vereinbarung mit Twitter, dem führenden Echtzeit-Informationsnetzwerk, getroffen. Jive ist einer der ersten Social-Business-Software (SBS)-Anbieter, der Twitter Firehose lizenziert.

In der heutigen „sozialen Welt“ können es Unternehmen nicht mehr riskieren, Gespräche, Veröffentlichungen oder Kommentare innerhalb des Social-Webs zu verpassen. Sie können den Wert einer Marke und ihre Kundenbeziehungen ungünstig beeinflussen.

Mit dieser Partnerschaft erhalten Jive-Kunden Echtzeit-Zugriff auf den kompletten Datenstrom von Twitter, der aus mehr als 65 Millionen Tweets pro Tag besteht. Sie können nun sehr schnell jede Äußerung über Twitter in einer anwenderfreundlichen Jive-Oberfläche erfassen.

„Unternehmen können es sich nicht leisten, nur punktuell auf die Konversationen im Social-Web zuzugreifen. Sie riskieren Schäden für ihre Marke“, sagte Ari Newman, Senior Director Produktmanagement von Jive. „Mit dieser Partnerschaft liefern wir unseren Kunden ein ständiges, vollständiges Bild von allem, was auf Twitter passiert, damit sie schneller zugreifen und entscheiden können.“

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Agentur-Schnittstellen zwischen Marketing, PR, Werbung, Web und Social-Media

09. März 2010, 11:33 Uhr von Torsten Herrmann

Ich habe Mitte der neunziger Jahre in der Softwareindustrie angefangen. Damals arbeitete ich vor allem für Unternehmenssoftware-Anbieter als PR- und Marketingberater. Enterprise-Resource-Planing-Lösungen – ich arbeitete für den niederländischen Anbieter Baan – waren gerade das heißeste Thema. Dann kamen weitere Softwarelösungen auf wie Customer-Relationship-Management, Supply-Chain-Management etc.

In den Unternehmen war die IT-Welt allerdings meist nicht so modern wie es sich die Anbieter wünschten. Altbestände lagerten auf unverwüstlichen AS400-Systemen, die Personalabteilung hatte wiederum eigene Lösungen und in der Produktion waren Betriebsdatenerfassungssysteme im Einsatz, von denen niemals jemand erwartet hatte, dass sie einmal Daten aus einem PPS-System bekommen sollten.

Kurz gesagt: Es gab Schnittstellenprobleme. In den folgenden Jahren machte man sich daran systemübergreifende Architekturen aufzubauen und gemeinsame Standards zu definieren. Sicherlich gibt es immernoch fehlende Schnittstellen, aber insgesamt wurde das Problem doch stark reduziert.

In den Bereichen Marketing, PR, Werbung und Web ist es momentan ähnlich. Vor allem wenn man es aus der Dienstleister-Brille betrachtet. Alle bosseln marketingmäßig vor sich hin und es gibt kaum Schnittstellen zwischen den Agenturen bzw. deren Aufgabenbereichen. Es gibt keine gemeinsame Architektur und keine gemeinsamen Standards, kaum Austausch, aber viele verschiedene Strategien und Maßnahmen. Da meistens die Tool-Entscheidung ohne strategische Fundierung getroffen wird. Man beschließt zu twittern, ohne sich zu überlegen, was man damit erreichen will und wie diese Kommunikationsform zum eigenen Unternehmen passt. Thomas Knüwer hat dies kürzlich anhand der Telekommunikationsindustrie sehr schön dargestellt.

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Social-Media-Applikationen für B2B (1): Wibiya

23. Februar 2010, 23:54 Uhr von Torsten Herrmann

Gestern habe ich Wibiya im Blog eingebunden, nachdem ich es zufällig in einem amerikanischen Blog gefunden hatte. Es hat mich sofort als B2B-Inbound-Marketing-Werkzeug überzeugt. Es handelt sich dabei um eine Toolbar (am unteren Rand zu sehen), mit der man vor allem Social-Media-Applikationen auf der eigenen Seite einbinden kann. Dies geht für Blogs, Websites oder auch Foren. Man muss lediglich einen kleinen Schnipsel Code einbauen. Das geht so leicht, dass ich es (theoretisch) auch kann.

Statt also irgendwelche Boxen in der Seite zu integrieren, findet sich nun meine Twitter-Timeline unten eingebaut, dann kann man Fan bei Facebook werden, die Seite durchsuchen, die letzten Beiträge ansehen (was praktisch ist, da dort neben den Blogbeiträgen auch alle Presseinfos von Kunden zu sehen sind). etc. Die ganze Einrichtung dauert wenige Minuten, alle Bausteine sind einzeln auswählbar und sogar die Farbe der Toolbar lässt sich einstellen.

Über die eingebaute Chatfunktion kann man auch direkt mir mir chatten, schriftlich oder auch per Sprache oder gar Webcam. Allerdings haben diese Audio-Video-Features bei den ersten Tests mit Michael Baas von Personal Brain (der die Wibiya-Toolbar auch auf der Unternehmenswebsite des Wissensmanagement-Tools eingebaut hat) nicht funktioniert. Leider gibt es nur einen kleinen akustischen Hinweis, dass jemand den Chat betritt. Zudem gab es Probleme mit der Tastatur: Ich arbeite mit US-amerikanischen Systemeinstellungen, da es mir die Nutzung einiger Applikationen erleichtert. Aber Michael Baas fehlten z. B. das Fragezeichen, Ausrufezeichen oder das Apostroph.Wenn es jemand ausprobieren möchte, hoffe ich, dass ich es auch mitbekomme. Es ist nun mal eine amerikanische Applikation und da gibt es leicht Ungereimtheiten mit der Internationalisierung und es fehlen Integrationen von Linked-In und noch wichtiger im deutschen Sprachraum von XING.

Warum nun ist Wibiya eine B2B-Inbound-Marketing-Applikation? mehr »

„Urwaldriese“: zweipol und WWF lassen Spenden in einem riesigen Urwaldbaum wachsen

17. Februar 2010, 15:34 Uhr von Torsten Herrmann

Kunde: WWF Deutschland
Projekt: Design, Projektsteuerung und technische Umsetzung der Microsite „Urwaldriese“
Ziel: Online-Generierung von Spenden auf unterhaltsame und informative Art
Besonderheiten: Anbindung von Facebook & Twitter
Adresse: http://www.wwf.de/urwaldriese

Offenbach am Main, 17. Februar 2010:Der WWF und zweipol haben für die Spenden-Aktion „Der Urwaldriese“ gemeinsam eine neue Flash-Microsite (http://www.wwf.de/urwaldriese) mit Social-Media-Anbindung entwickelt. Jeder kann sich für Spenden von drei bis eintausend Euro ein Tier oder eine Pflanze aussuchen und – mit Namen und eigenen Beweggründen oder Kommentaren versehen – in einem virtuellen Baum platzieren. Je mehr Menschen spenden, desto größer wird der Baum. Mit jeder Spende trägt der Anwender dazu bei, die Artenvielfalt im indonesischen Urwald symbolisch zu vergrößern und in der Realität zu sichern. Die Spenden werden in einer informativen und unterhaltsamen Umgebung eingeworben, die das Ziel der Kampagne aufgreift und visualisiert.

„Bereits nach wenigen Stunden hat sich gezeigt, dass wir hier ein Tool geschaffen haben, das von den Usern begeistert angenommen wird, über das man spricht und das ein großes Potential in sich birgt“, sagte Constanze Oelighoff, Leiterin Internet, beim WWF Deutschland.

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