30. November 2010, 14:57 Uhr von Torsten Herrmann

Nur elf Prozent der Mitarbeiter im mittleren Management fühlen sich den Aufgaben gewachsen, die sie in den kommenden zwei Jahren bewältigen müssen. Das belegt eine aktuelle Studie der Talent Management Beratung Development Dimensions International (DDI). Unternehmen, die sich dessen nicht bewusst sind, steuern leichtfertig auf die nächste Krise zu – ihre eigene.
Düsseldorf, 30.11.2010 - Laut der DDI-Studie sind die drei größten Herausforderungen für Führungskräfte auf der mittleren Ebene das Steuern von Veränderungsprozessen, das Umsetzen von Prioritäten bei Arbeitsabläufen und das Treffen schwieriger Entscheidungen. Allerdings gaben lediglich elf Prozent der Befragten an, sich gut vorbereitet zu fühlen, um diese Anforderungen zu bewältigen. 40 Prozent sagten, dass sie sich nur einigermaßen vorbereitet fühlten.
Wolfgang Doerfler, Geschäftsführer von DDI Deutschland: „Das sind alarmierende Resultate. Das mittlere Management ist immerhin dafür verantwortlich, ganze Abteilungen, Bereiche und Budgets in Höhe von mehreren Millionen Euro zu führen – eine außerordentlich gute Vorbereitung auf diese Rolle sollte das Mindeste sein. Unsere Studie zeigt allerdings, dass dies in der Realität nicht der Fall ist. Würde der Pilot eines Flugzeugs sagen, dass er ‚einigermaßen darauf vorbereitet’ sei, sicher in Paris zu landen, würden wahrscheinlich sofort alle Passagiere zum Notausgang stürmen. Und genau das ist es, was das mittlere Management über sich selbst sagt. Unternehmen sollten sich also schleunigst mit diesem Thema auseinandersetzen, bevor es ernsthafte Konsequenzen für ihren Geschäftserfolg nach sich zieht.“
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31. August 2009, 21:03 Uhr von Torsten Herrmann
Das Kompetenzzentrum B-to-B-Marketing an der Universität St.Gallen hat eine neue Studie namens „Marketing in einer neuen Welt“ veröffentlicht, die einige erhellende Einblicke über den Umgang von Marketing und Vertrieb mit der aktuellen (oder gerade vorübergehenden?) Krise. Die Antworten stammen von knapp über 200 Marketing- und Vertriebsverantwortlichen aus den Bereichen B2B, B2C, Dienstleistungen und Gebrauchsgütern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Ergebnisse in Kürze:
- Marketingbudgets werden in den meisten Unternehmen gekürzt. Insbesondere der persönliche Verkauf und das Internet gewinnen in der Zukunft Budget dazu.
- Nur wenige Unternehmen wachsen stärker als die Branche. Unternehmen, die noch stärker schrumpfen als der Markt, gelingt es nicht, die Position des eigenen Marketing zu verbessern und Marketinginnovation zu fördern.
- Die wichtigste Massnahme in der Krise liegt für alle Branchen darin, das Geschäftsmodell zu stärken. Rund 48% der Unternehmen verfolgen in der Krise ein Optimierungsprogramm, 42% ein Aufbauprogramm während 10% ums Überleben kämpfen.
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Kundennähe und persönliche Kundenbeziehungen sind aus Sicht der Führungskräfte die wichtigsten Stellhebel in der Krise.
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28. Juli 2008, 19:04 Uhr von Torsten Herrmann
Eine neue Studie des Wittener Instituts für Familienunternehmen zum Thema “Marke Familienunternehmen” bestätigt uns in der Beratung. Wir haben Unternehmen in der Vergangenheit geraten, sich als Familienunternehmen zu begreifen und sich in Öffentlichkeitsarbeit wie auch im Marketing entsprechend zu bezeichnen. Es mag davon Ausnahmen geben, aber bei unseren Klienten passte die Bezeichnung als Familienunternehmen sehr gut. Die Selbstbeschreibung passt umso besser, wenn es sich um ein Mehrgenerationen-Familienunternehmen handelt. Dies war gerade bei zwei unserer Klienten der Fall, bei denen der Großvater jeweils in der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg gegründet hatte. Dies gilt ebenso umso mehr, wenn das Unternehmen vor allem in einer ländlichen Gegend tätig ist. Solche Familienunternehmen geben unnötig einen Trumpf aus der Hand. Denn genauso wie bundesweite Medien über die großen Beispiele berichten, schreiben Lokalzeitungen über die hohe Bedeutung eines Familienunternehmens vor Ort. Familienunternehmen in Großstädten haben es schwieriger, sollten jedoch nicht auf diese Karte verzichten.
Teilergebnis der Studie ist:
Mittelständische Unternehmen und Familienunternehmen werden dabei sehr ähnlich wahrgenommen. Sie wurden von den Befragten sehr nah an die Aussagen “mir persönlich wichtig”, “idealer Arbeitgeber” und “ideales Unternehmertum” geordnet.
Auch Großkonzerne in Familienbesitz stehen zu diesen positiven Bezugspunkten noch recht nahe, während anonyme Großkonzerne und börsennotierte Unternehmen von diesen sehr weit entfernt liegen. Interessant ist es nun, zu sehen, wie sich das Verhältnis umkehrt, wenn es um den Bezugspunkt “Globalisierung als Herausforderung” geht: hier wird am ehesten den öffentlichen Unternehmen zugetraut, diese zu bewältigen, aber auch die großen Familienunternehmen werden hier als kompetent angesehen, während man kleinen und mittleren Unternehmen in dieser Hinsicht nichts zutraut
Die aktuelle Diskussion um Familienunternehmen und die potentielle Übernahme von börsennotierten Konzernen wird diese negative Einschätzung zum Potenzial von Familienunternehmen möglicherweise beeinflussen.
Studienergebnisse auf der Website des Wittener Instituts für Familienunternehmen; Hier wird auch die Untersuchungsmethode (nextexperts) beschrieben, die sehr spannend ist. Aufgrund meines persönlichen Hintergrunds könnte ich mir auch Vorteile aus dem Einsatz der Methode der Objektiven Hermeneutik vorstellen.
Gefunden im ingenieurkarriere-Newsletter der VDI-Nachrichten