Warum ich nicht über ein einzelnes Unternehmen schreibe
13. Juli 2009, 07:44 Uhr von Torsten HerrmannDerzeit gibt es eine lebhafte Diskussion um den neuen Markenauftritt eines Mobil-/Telekommunikationsunternehmen. Ich habe mich daran nicht beteiligt, nur hier und da ist mir mal ein Kommentar rausgerutscht. Aber ich staune doch sehr, wenn ich Beiträge von Beratern lese, die die neue Kampagne kritisieren. Ich würde das nicht wagen. Obwohl ich fest davon überzeugt bin, dass ich einiges besser machen würde. Aber ich würde auch manches schlechter machen. Ich bin nicht – wie es vor kurzem in einem amerikanischen Blog so schön hieß – “The Jack and Jane in all Marketing Trades”. Von dem besagten Unternehmen habe ich keine Ahnung. Ich war vor rund 10 Jahren mal für ein Jahr Kunde, ich kenne die Tarife nicht und habe keine Diskussion im Hinblick auf dieses Unternehmen beobachtet.
Es gibt somit fünf Gründe, warum ich nichts schreiben würde:
- Ich beteilige mich lieber mit Argumenten als mit Meinungen.
Natürlich habe ich eine Meinung zu diesem oder jenem Aspekt. Aber damit wiederhole ich nur das, was viele (potentielle) Kunden mit ihrer Erfahrung besser sagen. Sie sollen ihre Meinung sagen und das Unternehmen kann davon unglaublich profitieren. Aber als Berater könnte ich mich nur mit Argumenten beteiligen. Das heißt, ich müsste eine Behauptung allgemein nachvollziehbar begründen oder widerlegen können. Dazu aber fehlt mir an vielen Ecken das Wissen. Die Pressekonferenz könnte ich mit Argumenten kritisieren, aber vieles nun mal nicht.




















