chain relations

Weshalb Inbound-Marketing und Public Relations zusammen passen

Inbound-Marketing und Public Relations sind beides Schwerpunkte von chain relations. Sie passen besser zueinander, als man annehmen mag. Beides sind Pull-Marketing-Ansätze, d. h. sie dienen dazu, dass potenzielle Kunden auf einen Anbieter aufmerksam werden, ihn also finden.

Im Falle von Inbound-Marketing geht dies vor allem über Suchmaschinenmarketing, Social-Media und Content-Erstellung. Ziel von Inbound-Marketing ist, dass der potentielle Kunde den Anbieter findet – grob gesagt entweder über eine Suchmaschine oder über Aktivität und Verlinkungen in Twitter, Blogs oder anderen Social-Media-Angeboten.

Im Falle von Public Relations sollen die potentiellen Kunden den Anbieter über Medien finden – entweder offline oder online.

Es geht also jeweils nicht um eine direkte Ansprache der Zielgruppen, sondern eher um die indirekte über Medien/Dialoggruppen, Suchmaschinen oder andere Online-Publizisten (Blogger, Twitterer). Dies wird im Gegensatz zu Inbound-Marketing auch als Outbound-Marketing bezeichnen. Dazu zählen beispielsweise Cold-Calls oder Direktmarketing.

Inhalte sind von zentraler Bedeutung

Ein weitere Grund für das gute Passungsverhältnis ist die Erstellung der Inhalte. Sowohl bei Inbound-Marketing als auch bei Public Relations geht es um die Erstellung sachlicher, häufig auch sehr umfangreicher Inhalte. Bei Inbound-Marketing also beispielsweise um Whitepaper, Case-Studies oder technische Beschreibungen, bei Public Relations um Beiträge, Anwenderberichte und Presseinformationen. In beiden Fällen ist die Sprache nicht explizit werbend. Wer also Pressematerial erstellen kann, kann grundsätzlich auch Inhalte für das Inbound-Marketing erstellen. Aber Vertriebserfahrung und Kompetenz in den Bereichen Suchmaschinen und Websites sind wichtig.

Lead-Nurturing als Zusatzkomponente

Einen wichtigen Unterschied gibt es jedoch: Zum Inbound-Marketing gehört auch das Lead-Nurturing, d. h. die Betreuung und Bearbeitung potenzieller Kunden durch das Marketing, so lange sie noch nicht entscheidungsbereit sind oder noch keine hohe Relevanz für den Vertrieb haben. Sie erhalten dann beispielsweise Nachfass-E-Mails oder bei Ihren Website-Besuchen spezielle Angebote.

Insofern ist denkbar, dass ein potenzieller Kunde über einen Fachbeitrag auf ein Unternehmen aufmerksam wird und sich dann auf deren Website für ein Whitepaper registriert. In diesem Fall schließt sich also das Inbound-Marketing (und damit das Lead-Nurturing) quasi an die Pressearbeit an. Der Lead ist registriert und wird nun bearbeitet bzw. betreut. Daher kann man Public Relations auch als Bestandteil des Inbound-Marketings sehen.