chain relations

Wie Thought Leadership Ihre Mitbewerber abschreckt

Eine Thought Leadership-Position strebt man nicht nur wegen der potenziellen Kunden an, sondern auch wegen der Mitbewerber.

Denn man kann sich damit eine Wettbewerbsposition erarbeiten, die sich nicht so leicht einholen lässt – oder bei der sich ein potentieller Konkurrent gleich denkt, dass sich das Engagement nicht mehr lohnt und er sich vom Eintritt in dieses Marktsegment fern hält. Der ausgefeilte Ansatz, der ausgearbeitete Content sowie die erreichte Reichweite für die eigenen Botschaften scheinen dann uneinholbar.

Man kann vor allem zwei Strategien unterscheiden, mit denen man sich vom Wettbewerb absetzen kann:

Beide zielen darauf ab, den Konkurrenten aus einem Marktsegment fernzuhalten, sprich seinen Eintritt zu verhindern. Einmal über deutliche Signale („Wir haben die meiste Ahnung, sind am etabliertesten und jeder weiß das“) oder über konkrete Blockaden („Wir haben Patente, unser Intellectual Property ist geschützt und wir wehren uns bei Verletzung“).

Denken Sie an den großen Strategen Sun-Tsu:

Die höchste Kunst des Krieges besteht darin, den Gegner kampflos zu überwältigen

Dieses Vorgehen ist vor allem in frühen Märkten lohnenswert. Wenn ein Markt gerade erst entsteht, weil neue rechtliche Bedingungen eintreten, neue Technologien erfunden werden oder ein neuartiger Bedarf in der Luft liegt, dann sollte man als Unternehmen auch gleich die Hürden für die Wettbewerber hoch setzen. Diese Chance kommt nie wieder. Sich aus einer Menge aus Anbietern an die Thought-Leader-Spitze abzusetzen ist viel schwieriger.

Deshalb kann es auch lohnenswert sein, den Ansatz und den Content in großen Mengen „vorzuproduzieren“ und dann mit einem Schlag zu veröffentlichen. Das entbindet einen zwar nicht von der Pflicht (und der Kür) einen Thought-Leadership-Ansatz weiter zu entwickeln und entsprechende Inhalte bereitzustellen. Aber dieser erste Schlag könnte schon sitzen.