Ein Backlink von einer großen, seriösen Webseite ist wie eine Empfehlung: Der Betreiber leitet seine Besucher freiwillig auf eine externe Seite weiter, deren Inhalte er für teilenswert hält. Daher zählen Backlinks seit jeher zu den wichtigsten Faktoren für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung (Search engine optimization/SEO).
Viele B2B-Unternehmen tun sich allerdings schwer damit, Backlinks für ihre Webseite zu sammeln. Zumal es sich dabei um eine der komplexeren Disziplinen in der SEO-Welt handelt. Deswegen haben wir für Sie neun Tipps zusammengestellt, mit denen Sie die Zahl Ihrer hochwertigen Backlinks kontinuierlich erhöhen.
Tipp 1: Spielen Sie Totengräber
Fehlerhafte Links sind ein Problem, mit dem jede Webseite zu kämpfen hat. Dieses Phänomen sollten Sie für Ihre Zwecke nutzen: Und zwar mithilfe von Broken Link Building.
Die Strategie dahinter ist simpel: Mithilfe von Analyse-Tools wie Sistrix (sehr gut für Konkurrenzanalysen), Check My Links oder dem Broken Link Builder identifizieren Sie fehlerhafte Inhalte auf einer Webseite. Anschließend schreiben Sie dessen Betreiber an, weisen ihn auf den fehlerhaften Link hin und bieten ihm an, stattdessen auf Ihre Seite zu verlinken.
Nach unserer Erfahrung kommt es selten vor, dass Betreiber sich gegen Ihre Anfrage sträuben. Die meisten sind viel eher dankbar, wenn Sie ihn auf den Fehler hinweisen und ihm gleich eine Alternative vorschlagen.
Tipp 2: Schreiben Sie Gastbeiträge
Zu den Klassikern der Backlink-Generierung zählen Gastbeiträge. Wenn Sie für einen Blog, ein Fachmagazin oder ein soziales Netzwerk (z. B. XING oder LinkedIn) schreiben, erhalten Sie automatisch die Möglichkeit, auf Ihre eigene Webseite zu verlinken.
Der Vorteil von Gastbeiträgen besteht darüber hinaus nicht nur im Linkaufbau. Zugleich können Sie auf diesem Weg Ihre Expertise unter Beweis stellen, Diskussionen im Kommentarbereich initiieren und so Ihr Netzwerk auf organische Weise erweitern. Sie schlagen also mehrere Fliegen mit einer Klappe.

Tipp 3: Füllen Sie eine Nische
Man mag es kaum glauben: Doch selbst heute gibt es noch zahlreiche Themen, über die es im Internet keine wirklich guten Inhalte gibt. Das gilt besonders für den deutschsprachigen Raum. Aber auch für komplexe Business-Themen, über die bislang noch niemand hochwertigen Content produziert hat.
Solche informatorischen Nischen sind für Backlink-Jäger Gold wert. Denn wer solche Nischen füllt, kann sicher sein, dass im Laufe der Zeit auf seinen Beitrag verwiesen wird.
Tipp 4: Interviewen Sie Experten
Ein sicherer Weg, um gute Backlinks zu erhalten, sind Experten-Interviews. Schließlich wird der Experte, mit dem Sie sprechen, mit Sicherheit von seiner eigenen Webseite aus auf Sie verlinken. Dazu sind solche Interviews (je nach Experte) auch für Medien hochinteressant. Auch sie werden auf Ihre Seite verlinken, wenn Sie über die Inhalte des Interviews berichten.
Ganz nebenbei schaffen Sie mit dem Interview ein Content-Angebot, das in der Regel immer gut bei Webseiten-Besuchern ankommt. Sie betreiben den ganzen Aufwand also nicht nur für ein paar starke Backlinks. Genauso steigern Sie die Qualität Ihres Content Marketings – und damit die Attraktivität Ihres Web-Auftritts.
Tipp 5: Verlinken Sie selbst
Wer Liebe schenkt, kriegt Liebe zurück. Was nach Esoterik klingt, ist eine der bewährtesten Strategien im Linkbuilding. Seien Sie also nicht schüchtern und verlinken Sie auf Ihrer eigenen Webseite ruhig auf einen externen Blog oder eine andere themenverwandte Seite. Das zeigt Google, dass Sie sich gut über Ihr Thema informiert haben – und führt in den meisten Fällen dazu, dass sich der Webseiten-Betreiber früher oder später mit einem Backlink revanchiert.
Tipp 6: Erstellen Sie lizenzfreie Grafiken
Informative Grafiken sind ebenfalls ein sehr guter Weg, um sich den einen oder anderen Backlink zu holen. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen oder Blogger sind immer glücklich, wenn sie ihren eigenen Content mit einer schön aufbereiteten Grafik aufpeppen können. Stellen Sie solche Grafiken lizenzfrei zur Verfügung, erhalten Sie dafür einen Backlink, der thematisch mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Ihrer Branche passt.
Das Gute daran ist, dass Sie die Grafik nicht nur für das Linkbuilding nutzen können. Für Ihr Content Marketing sind die Schaubilder ebenfalls hilfreich.
Tipp 7: Nutzen Sie Diskussionsplattformen
Egal ob soziale Netzwerke wie XING und LinkedIn oder branchenspezifische Foren – wer über fachliche Themen diskutieren möchte, kann das bequem an seinem Rechner tun. Solche Plattformen bieten nicht nur sehr gute Netzwerkmöglichkeiten. Sie sind auch ein optimales Feld für die Generierung von neuen Backlinks.
Wenn Sie beispielsweise in einer Diskussionsrunde bei XING eine Antwort verfassen, in der Sie auf ein bestimmtes Problem eingehen, ergibt es absolut Sinn, auf Ihre eigene Webseite zu verweisen. Beispielsweise, wenn dort weiterführende Informationen zu dem Thema auffindbar sind.
Plumpes Linkbuilding sollten Sie an dieser Stelle jedoch nicht betreiben. In einem Kommentar wahllos auf die eigene Seite zu verlinken, ist keine gute Idee. Denn der Plattformbetreiber wird Sie dafür mit Sicherheit eines Tages abstrafen, indem er Ihren Account sperrt oder Ihren Beitrag löscht.
Tipp 8: Erstellen Sie Skyscraper-Content
Wenn Sie selber Content produzieren, kennen Sie das bestimmt: Für fast jedes Keywords gibt es Beiträge, die so gut sind, dass es einfach Sinn ergibt, in seinem eigenen Content darauf zu verlinken. Ihr Ziel muss es also sein, selbst einen Beitrag zu kreieren, der diese schöne Eigenschaft mit sich bringt.
Solchen Skyscraper-Content zu produzieren, ist nicht einfach. Es ist mit Arbeit verbunden. Als Erstes müssen Sie für ein Keyword, das aus Ihrer Sicht begehrenswert ist, die besten Artikel identifizieren. Danach erweitern Sie diesen Content mit eigenen Inhalten und Erkenntnissen und heben sich damit von dem ursprünglichen Beitrag ab. Eine Garantie für Backlinks erhalten Sie dafür zwar nicht. Es würde uns aber sehr wundern, wenn diese Strategie nicht früher oder später Früchte trägt.
Tipp 9: Produzieren Sie teilenswerten Content
Unser letzter Tipp mag etwas plump klingen. Qualitativ hochwertige Inhalte sind nach wie vor die sicherste Möglichkeit, um gute Backlinks zu erhalten. Das kostet zwar etwas Zeit. Am Ende des Tages setzt sich Qualität aber immer durch – sofern Sie Ihren Content sinnvoll promoten und etwas Schweiß und Geduld aufbringen.
Ein guter Backlink ist mehr wert als 100 mittelmäßige
Wichtig ist, dass Sie beim Linkbuilding nicht in Aktionismus verfallen. Es geht nicht darum, so viele Backlinks wie möglich zu sammeln. Ein guter Backlink – z. B. von der Webseite eines Fachmagazins aus Ihrer Branche – ist wertvoller als 100 Links aus Branchenverzeichnissen oder sonstigen Quellen.
Auch wenn es verlockend ist: Machen Sie auf keinen Fall den Fehler und kaufen Backlinks bei einem Anbieter! Ihre Statistiken können Sie damit zwar etwas aufmotzen. Die meisten Suchmaschinen-Algorithmen sind aber mittlerweile in der Lage, solche Strategien zu durchschauen. Sie erkennen das nicht nur. Sie strafen Webseiten dafür auch deutlich ab, teilweise über mehrere Jahre.
FAQ zu Backlinks
Backlinks sind für Suchmaschinen ein starkes Vertrauenssignal: Wenn eine seriöse, themenrelevante Seite auf Ihre Inhalte verweist, wirkt das wie eine Empfehlung. Im B2B-Umfeld sind solche Verweise besonders wertvoll, weil sie meist von Fachmedien, Branchenseiten oder Unternehmensblogs stammen und damit Autorität und Relevanz signalisieren. Ein guter Backlink kommt von einer in Ihrer Zielgruppe bekannten oder fachlich angesehenen Seite, ist redaktionell gesetzt (nicht gekauft) und steht in einem klaren inhaltlichen Zusammenhang zu Ihrem Angebot. Ein Link aus einem Branchenmagazin, einem fundierten Fachblog oder von einem Partnerunternehmen ist deshalb deutlich mehr wert als viele Einträge aus allgemeinen Verzeichnissen oder Linkfarmen. Entscheidend ist weniger die Menge, sondern die Qualität, thematische Passung und Glaubwürdigkeit der Quelle.
Broken Link Building nutzt ein Problem, das jede Website hat: veraltete oder fehlerhafte Verlinkungen. Mit Analyse-Tools identifizieren Sie Links, die ins Leere laufen, etwa auf Fachblogs, Portalen oder Magazinen Ihrer Branche. Anschließend kontaktieren Sie den Betreiber, weisen freundlich auf den Fehler hin und schlagen eine passende Alternative auf Ihrer eigenen Website vor. Für den Seitenbetreiber ist das hilfreich, weil er seine Nutzererfahrung verbessert und ein Qualitätsproblem löst, ohne selbst viel Rechercheaufwand zu haben. Sie wiederum gewinnen im Idealfall einen hochwertigen Backlink von einer themenrelevanten Seite. Wichtig ist, dass Ihr vorgeschlagener Inhalt wirklich zur ursprünglichen Linkintention passt – als Ersatz für einen Leitfaden sollte zum Beispiel ein eigener, hochwertiger Leitfaden dienen, nicht eine plumpe Produktseite.
Im Linkbuilding gewinnen vor allem Inhalte, die für andere Anbieter, Redaktionen oder Blogger „nützlich zum Verlinken“ sind. Dazu zählen Gastbeiträge auf fremden Blogs oder in Fachmedien, in denen Sie Expertise zeigen und im Autorenprofil oder im Text seriös auf weiterführende Inhalte verweisen. Eine weitere starke Quelle sind Nischenartikel, die Themen abdecken, zu denen es bislang kaum gute Inhalte gibt – insbesondere bei komplexen B2B-Fragestellungen. Experteninterviews funktionieren ähnlich: Sie bieten spannenden Content, der vom Interviewpartner und eventuell auch von Medien gerne verlinkt wird. Hinzu kommen eigene, lizenzfrei nutzbare Grafiken und Schaubilder, die andere in ihre Beiträge einbauen können, sofern sie Ihre Seite als Quelle nennen. Und schließlich „Skyscraper-Content“: besonders gründliche, aktualisierte Beiträge zu gefragten Themen, die bestehende Inhalte in Tiefe, Aktualität oder Praxisnähe deutlich übertreffen. Solcher Content wird langfristig häufiger als Referenz zitiert und verlinkt – vorausgesetzt, er wird aktiv promotet.
Plattformen wie LinkedIn, XING oder spezialisierte Foren sind keine klassischen Backlink-Quellen im technischen Sinn, aber sie sind wichtige Verteiler für Ihre Inhalte und können indirekt zu neuen Verlinkungen führen. Wenn Sie sich mit fundierten Beiträgen an Diskussionen beteiligen und in passenden Situationen auf vertiefende Inhalte Ihrer Website verweisen, erhöhen Sie die Sichtbarkeit Ihres Contents in Ihrer Zielgruppe. Redaktionen, Blogger oder andere Unternehmen können diese Beiträge aufgreifen und in ihren eigenen Artikeln verlinken. Entscheidend ist dabei die Haltung: Der Link sollte immer eine inhaltliche Bereicherung sein, keine plumpe Eigenwerbung. Wer wahllos die eigene URL in Kommentare klebt, riskiert gelöschte Beiträge oder gesperrte Accounts und beschädigt seine Marke. Wer dagegen Probleme wirklich löst, sauber erklärt und dann unaufdringlich auf weiterführende Inhalte verweist, nutzt Social Media als seriösen Verstärker für organisches Linkbuilding.
Gekaufte Backlinks wirken kurzfristig verlockend: Viele neue Verweise, hübsche Zahlen in Link-Tools – scheinbar ein schneller SEO-Gewinn. In der Realität sind Suchmaschinenalgorithmen aber inzwischen sehr gut darin, unnatürliche Linkmuster zu erkennen. Gekaufte Links aus Netzwerken, minderwertigen Verzeichnissen oder themenfremden Portalen können zu massiven Ranking-Verlusten und langfristigen Abstrafungen führen. Nachhaltiger Linkaufbau setzt stattdessen auf Qualität, Relevanz und organisches Wachstum: Sie produzieren teilenswerten Content, nutzen Strategien wie Gastbeiträge, Interviews, Skyscraper-Content, Broken Link Building und lizenzfreie Grafiken, vernetzen sich aktiv in Ihrer Branche und promoten Ihre Inhalte gezielt. So entstehen Backlinks aus echter Überzeugung – langsam, aber stabil. Auf diese Weise stärken Sie nicht nur Ihre Sichtbarkeit in Suchmaschinen, sondern auch Ihre Positionierung als kompetenter Ansprechpartner in Ihrer Nische.
