Häufig fragen Leute mich, ob es „Crossing the Chasm“ von Geoffrey A. Moore auch auf deutsch gibt. Gibt es leider nicht. Aber es gibt „Das Tornado-Phänomen“, in dem die Grundzüge von „Crossing the Chasm“ ebenfalls erläutert werden.
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Weitere InformationenAlex Iskold hat einen interessanten Beitrag über „Crossing the Chasm“ geschrieben. Darin befasst er sich mit einer Frage bzw. Theorie, die aus dem Jahr 1991 stammt und auch heute noch relevant ist. Seine zentrale These über die Gültigkeit lautet:
„Since today’s new technologies are being brought into the market at an unprecedented pace, the early adopters are stretched. They love trying new things and there are so many of them that they can’t keep up and adopt as many new applications and services. It might just be the case that a good technology does not make it because the early adopters abandon it to try something new.“
Ich bezweifle das. Meines Erachtens ist Crossing the Chasm nicht normativ, sondern deskriptiv. Es beschreibt, wie die Umsatzentwicklung für ein neuartiges Produkt verläuft und wie schwierig der Übergang von den „Early Adopters“ in den Mainstream-Markt ist.
Ich glaube viel mehr, dass Marketing und Vertrieb für ein Produkt, das diesen Übergang nicht schafft, nicht gut genug sind. Mit der Masse an neuen Produkten hat das eher wenig zu tun.
Crossing the Chasm – Fragen und Antworten zum Markteintritt neuer Technologien
Nicht direkt. Eine offizielle Übersetzung des Originals von Geoffrey A. Moore existiert bislang nicht. Inhaltlich ähnlich ist jedoch sein später erschienenes Buch „Das Tornado-Phänomen“, in dem zentrale Konzepte ebenfalls erklärt werden.
Das Buch beschreibt, warum viele technologische Innovationen scheitern, obwohl sie von Early Adopters begeistert angenommen wurden. Der zentrale Gedanke: Zwischen Early Adopters und der breiten Masse (Mainstream) klafft eine Lücke – der „Chasm“. Produkte, die diesen Sprung nicht schaffen, kommen nie am Massenmarkt an.
Ja. Trotz rasanter technischer Entwicklungen bleibt der Übergang von der frühen zur späten Käufergruppe schwierig. Die Herausforderung ist nicht primär technischer Natur, sondern liegt in der Vermarktung und Positionierung des Produkts.
Sie ist deskriptiv. Moore beschreibt ein typisches Muster der Marktentwicklung für neue Technologien – kein Regelwerk, das befolgt werden muss. Es geht darum, die psychologischen Unterschiede zwischen Nutzergruppen zu verstehen und darauf strategisch zu reagieren.
Meist scheitert der Übergang nicht an der Technologie selbst, sondern an schwachem Marketing und fehlender Marktorientierung. Wer es nicht schafft, eine realistische Positionierung und eine überzeugende Go-to-Market-Strategie zu entwickeln, bleibt im Early-Adopter-Markt stecken – unabhängig von der Qualität der Lösung.