
Strategien wie Lead Generation sind ohne den Einsatz von Software nicht umsetzbar. Praktisch jede Agentur und jedes unternehmensinterne Team arbeitet heute mit einer Vielzahl an Lösungen: Seien es Inbound-Marketing-Systeme, E-Mail-Programme, Content-Management- und Customer-Relationship-Systeme oder Analyse-Tools, mit denen wir die Erfolge unserer Kampagnen überprüfen.
- Damit sie den Überblick über sämtliche Kundeninteraktionen behalten, setzen Unternehmen auf ein Customer-Relationship-Management-System (CRM).
- Um ihre Online-Web- und Blog-Inhalte upzudaten, nutzen sie ein Online-Content-Management-System (CMS).
- Wollen sie die Zusammenarbeit ihres Teams effektiver gestalten, verwenden sie eine Projektmanagement-Software.
- Um die Suchmaschinenoptimierung zu erleichtern, arbeiten sie mit einem SEO- sowie ggf. einem Keyword-Programm.
- Möchten sie automatische Workflows erzeugen, gebrauchen sie ein E-Mail-Marketing-Tool.
- Auch für die quantitative und qualitative Analyse des Webseitnutzungverhaltens gibt es entsprechende Tools.

Welchen Nutzen hat ein Marketing Technology Stack?
Eine solche Vielzahl an Software-Lösungen macht es allerdings nicht leichter, den Blick auf das Wesentliche zu richten. Zumal die digitalen Hilfsmittel untereinander koordiniert werden müssen: Eine Handlung in Programm A kann schnell Folgen für die Daten in den Programmen C, E und F nach sich ziehen. Entscheidend ist jedoch, dass die ausgewählten Tools auf ein konsistentes Messaging einzahlen – also auf einen klaren Message Market Fit, der sicherstellt, dass Inhalte, Kanäle und Systeme dieselbe Kundensprache sprechen. Und nicht immer sind die Tools untereinander so verbunden, dass sie automatisch miteinander kommunizieren.
Hinzu kommt, dass derzeit praktisch monatlich neue Software-Tools auf den Markt kommen, die alle erdenklichen Vorteile im Marketing liefern sollen. Nach Angaben von MarketingLand waren z. B. im Jahr 2011 insgesamt 150 US-amerikanische Unternehmen auf Marketing-Technologien spezialisiert, während sich 2017 bereits rund 5.000 darauf spezialisiert haben. Dieses Wachstum erschwert es zusätzlich, bei der Software-Auswahl für sein Marketing-Team das richtige Händchen zu beweisen.
Denn am Ende geht es natürlich um eine Kosten-Nutzen-Rechnung: Einerseits wollen wir so professionell, effektiv und effizient wie möglich arbeiten. Andererseits müssen sich die Ausgaben, die ein Marketing TechStack in Summe produziert, in Grenzen bewegen, die der Auftraggeber bzw. Nutzer auch bezahlen kann.
Wie entwickelt man einen Marketing TechStack?
Für diese Kosten-Nutzen-Rechnung ist ein Marketing Technology Stack eine wertvolle Hilfe. Dazu unterstützt Ihr eigener Stack Sie idealerweise dabei, bestehende Potentiale zu identifizieren, durch die Sie die Arbeit für einen Kunden noch weiter verbessern können. Identifizieren lassen sich damit aber auch überflüssige Programme, deren Funktionen z. B. bereits von einem anderen, umfangreicheren Tool abgedeckt werden.
Damit Sie eine solche Übersicht erhalten, ist es nötig, dass Sie Ihren Marketing Technology Stack visualisieren. Empfehlenswert ist es, dessen Bestandteile in verschiedene Kategorien einzuteilen. Zum Beispiel gemäß der neuen Inbound-Methodologie Flywheel von HubSpot:
Attract: In der Attract-Phase dreht sich alles um die Bereitstellung von Content auf der Webseite und über weitere sinnvolle Kanäle (z. B. über soziale Medien). Damit machen Sie potentielle Kunden auf Ihr Angebot und dessen Stärken aufmerksam. Hier kommen z. B. CMS, A/B-Testprogramme, SEO-Tools und Social-Media-Lösungen zum Einsatz.
Engage: In Stufe zwei geht es darum, über unterschiedliche Kanäle eine Beziehung zu einem Lead (oder einen interessierten Bestandskunden) aufzubauen und zu pflegen. Charakteristisch für diese Phase ist z. B. der Einsatz von E-Mail-Marketing-Lösungen, dynamischen Inhalten, CRM-Software sowie einem Marketing-Automation-System.
Delight: In der letzten Stufe des HubSpot-Modells wollen Sie die Customer Experience durch verschiedene Maßnahmen optimieren. Hierfür bieten sich z. B. Conversations-Features an, um Leads zur richtigen Zeit mit dem zu ihnen passenden Content zu versorgen. Dazu kommen früher oder später auch weitere Lösungen zum Einsatz, beispielsweise Sales-Automation-Tools, Analyse-Software oder auch wieder E-Mail-Marketing-Programme.
Diese Software-Einteilung ist selbstverständlich etwas vereinfacht. Schließlich nutzen Sie viele dieser Software-Tools nicht nur in einer, sondern in mehreren Phasen dieses Modells. Das ist aber an dieser Stelle nicht entscheidend. Wichtig ist, dass deutlich wird, wo möglicherweise noch Potentiale stecken, die Sie schöpfen könnten. Oder ob es digitale Hilfsmittel gibt, auf die Sie verzichten könnten, um Ressourcen zu sparen, die an anderen Stellen besser aufgehoben wären.
Welche Software sollte definitiv Teil des eigenen Marketing Technology Stacks sein?
Angesichts der Vielzahl an Lösungen, die Ihnen auf dem Markt zur Wahl stehen, ist es schwierig, Tipps für die Auswahl der wichtigsten Marketing-Softwares zu geben. Es gibt jedoch eine Reihe von Tools, die vergleichsweise häufig zum Einsatz kommen:
- Content-Management-Systeme
- Customer-Relationship-Systeme
- Marketing-Automation-Software
- Advertising Technology
- Conversion-Tools
- E-Mail-Programme
- Tools für Social Media und SEO
- Web-Analytics und ähnliche Analyse-Software
- Projektmanagement-Lösungen
Ein Blick über den Tellerrand lohnt sich
In den USA haben z. B. sehr viele Unternehmen ihren Stack publik gemacht. Ein Blick darauf hilft ihnen, ihren eigenen Stack zu entwickeln und zu verbessern. Dadurch erhalten Sie wertvolle Inspirationen, z. B. bezogen auf Software, die möglicherweise auch in Ihrem Unternehmen für effizientere Prozesse und ein verbessertes Kundenerlebnis sorgt.
Fazit
Ein strategisch aufgebauter Marketing Tech Stack spart Ihrem Unternehmen Zeit und Geld. Besonders in komplexen B2B-Strukturen kann ein durchdachter Tech Stack gezielt Key Account Marketingunterstützen – etwa durch personalisierte Kampagnen, Account-bezogene Dashboards oder automatisierte Reporting-Prozesse. Die Analyse Ihres Stacks führt im besten Fall zu wirtschaftlicheren Prozessen, mehr Leads, schnelleren Conversion-Raten und präziseren Analysen. Deswegen ist der Aufwand, der mit der Visualisierung und Analyse des eigenen Stacks (und ggf. auch von Stacks anderer Marketing-Teams) einhergeht, nach unserer Erfahrung absolut lohnenswert.
Marketing Technology Stack
Ein Marketing TechStack ist die Gesamtheit aller Software-Lösungen, die ein Marketing-Team zur Umsetzung seiner Strategien nutzt – von Content-Management-Systemen (CMS) über E-Mail-Tools und CRM-Systeme bis hin zu Analyse- und SEO-Programmen. Ziel ist es, Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten und die Customer Journey optimal zu begleiten.
Weil jeder Software-Einsatz Kosten verursacht – direkt durch Lizenzgebühren und indirekt durch Schulung und Implementierung. Ein strukturierter TechStack hilft dabei, doppelte Tools zu vermeiden, Prozesse besser zu verzahnen und die Wirkung von Marketingmaßnahmen gezielt zu messen und zu steigern.
Durch eine strukturierte Analyse: Visualisieren Sie alle eingesetzten Tools, ordnen Sie sie den Phasen Attract, Engage und Delight (nach dem Flywheel-Modell) zu und prüfen Sie, ob sich Aufgaben doppeln oder Lücken bestehen. Auch die Frage, ob ein Tool aktiv genutzt wird oder nur Kosten verursacht, spielt eine wichtige Rolle.
Grundlegend sind Tools aus den folgenden Kategorien:
– CMS für Website & Content
– CRM-Systeme zur Kontaktverwaltung
– Marketing Automation zur Lead-Pflege
– E-Mail-Marketing-Tools
– SEO- & Keyword-Analyse-Tools
– Social-Media-Management
– Web Analytics
– Projektmanagement-Software
Mindestens einmal pro Jahr – oder immer dann, wenn sich Ihre Marketingstrategie grundlegend verändert. Neue Tools kommen ständig auf den Markt, bestehende Tools entwickeln sich weiter. Ein regelmäßiger Review spart Geld, verbessert die Performance und hilft dabei, die Customer Experience laufend zu optimieren.