• Skip to primary navigation
  • Skip to main content
  • Skip to primary sidebar
  • Skip to footer

chain relations Agentur & Beratung Neukundengewinnung für B2B

Demand Generation und Account-based Marketing für B2B-Unternehmen

  • NEUKUNDEN GEWINNEN
    • Demand Generation
    • Account-based Marketing (ABM)
    • Content Marketing
  • KUNDEN VERSTEHEN
  • RESSOURCEN
    • Blog
    • Business-Roman: Lasst die Kunden kommen
    • Webinare
  • AGENTUR
    • Über uns
    • Über Torsten Herrmann
    • Beratungsansatz
    • Kontakt

ROI & Payback im B2B: Rechenweg, Plausibilisierung, Proofs

Startseite » Value Selling im B2B: Vom Nutzen zum Business Case » ROI & Payback im B2B: Rechenweg, Plausibilisierung, Proofs

Im B2B reden fast alle über ROI – aber erstaunlich wenige können ihn wirklich sauber herleiten. Für Finance und Geschäftsführung ist der Return on Investment eine zentrale Kennzahl, um Investitionen zu priorisieren, Budgets freizugeben und den Beitrag von Sales und Marketing zum Umsatz zu bewerten. Für Value-Selling-Teams ist der ROI im B2B die Übersetzung ihrer Nutzenargumentation in Zahlen: Er zeigt, ob sich eine Lösung wirtschaftlich trägt – und ab wann.

Gleichzeitig ist die Praxis oft brüchig: In Präsentationen tauchen beeindruckende Prozentwerte auf, die Berechnung des ROI bleibt aber intransparent. Im B2B-marketing werden Marketingkampagnen, Kampagnen und Marketingaktivitäten mit hohen marketing-ROI-Werten beworben, während im Vertrieb niemand genau sagen kann, wie dieser ROI zu berechnen ist und was davon wirklich im Vertriebsprozess ankommt. Unterschiedliche Definitionen, uneinheitliche KPIs und fehlende Abgrenzungen der Marketingkosten führen dazu, dass Führungskräfte zwar Zahlen sehen, ihnen aber nicht trauen.

In einem reifen Value Selling Ansatz funktioniert das anders: Hier werden ROI und Payback als durchgängige Logik verstanden – vom ersten Lead im Funnel bis zum zahlenden Customer, von der Marketingkampagne im oberen Trichter bis zum abgeschlossenen Vertrag. Es geht darum, ROI berechnen nicht nur technisch korrekt hinzubekommen, sondern den Rechenweg so transparent zu machen, dass Finance, Einkauf und Fachbereiche ihn nachvollziehen können. Dazu gehören klare Definitionen, welche Investition (z. B. Marketingausgaben, Projektkosten, laufende Fees) einbezogen wird, welche Erträge (z. B. zusätzlicher Umsatz, höherer Lifetime Value) realistisch sind und über welchen Zeitraum der gesamten ROI und der Break-even-Point betrachtet werden.

Dieser Spoke ordnet ROI im B2B genau dort ein: an der Schnittstelle von B2B-Marketing, Vertrieb und Business Case. Wir klären, wie Sie ROI und Payback transparent berechnen, welche typischen Fallstricke in Modellen und Attribution lauern, welche Belege die Glaubwürdigkeit Ihrer Zahlen erhöhen und wie Sie diese Logik so mit Einkauf und Finance abstimmen, dass daraus einkaufsfeste Entscheidungen werden. Ziel ist kein theoretischer Ausflug in Metriken, sondern ein praxistauglicher Rahmen, mit dem Sie ROI als echtes Steuerungsinstrument für B2B-Unternehmen nutzen – statt als schöne Folie mit einem zufälligen Prozentsatz.

Wie berechnet man ROI und Payback transparent?

Grundformel: Was bedeutet ROI im B2B eigentlich?

Bevor Sie ROI im B2B sauber berechnen, braucht es eine klare Definition, was „bedeutet ROI“ in Ihrem Kontext. In der einfachsten Form gilt:

Return on Investment (ROI) = (Ertrag – Investition) / Investition

Im B2B-Bereich ist der „Ertrag“ meist zusätzlicher Umsatz, Marge oder eingesparte Kosten, die direkt auf eine Investition zurückzuführen sind – etwa in eine Lösung, einen Marketingkanal oder eine Marketingkampagne. Die Investition umfasst alle relevanten Marketingkosten, Werbeausgaben, Projektkosten und zusätzliche Kosten (Stichwort: Total Cost of Ownership), nicht nur die einmalige Lizenz oder Fee.

Für B2B-Marketing spricht man oft von Marketing-ROI oder ROMI (Return on Marketing Investment). Hier wird nicht eine gesamte Lösung, sondern eine Kampagne, ein Kanal oder ein Bündel von Marketingmaßnahmen und Marketingaktivitäten bewertet. Die Logik bleibt gleich: Wie viel zusätzlicher Ertrag wurde im betrachteten Zeitraum berechnet im Verhältnis zu den eingesetzten Marketingausgaben generiert?

Schritt-für-Schritt: ROI im B2B transparent herleiten

Eine nachvollziehbare Berechnung des ROI folgt immer einem klaren Rechenweg, den jede Führungskraft prüfen kann:

  1. Zeitraum festlegen

    Definieren Sie, für welchen Zeitraum der gesamten ROI betrachtet wird (z. B. 12 oder 24 Monate), damit Kampagnen, Funnels und der Vertriebsprozess realistisch abgebildet werden.

  2. Investition definieren

    Erfassen Sie alle Kosten der Investition: interne Aufwände, Marketingausgaben, Werbekosten, Lizenzgebühren, ggf. Agentur-Fees. Gerade bei mehreren Kanälen (z. B. Content-Marketing, E-Mail, beispielsweise GoogleAds) ist eine saubere Zuordnung entscheidend.

  3. Erträge und Conversions messen

    Identifizieren Sie, welchen Beitrag die Maßnahme zu mehr Leads, Conversions und neuen Neukunden geleistet hat. Hier helfen KPIs wie Conversion Rate, Pipeline-Wert, zusätzlicher Lifetime Value pro Customer, aber auch unterstützende Metriken wie Sichtbarkeit, Markenbekanntheit, Kundenbindung, Absprungraten oder Funnels in der gesamten Customer Journey.

  4. ROI berechnen und dokumentieren

    Erst wenn Ertrag und Investition sauber abgegrenzt sind, sollten Sie den ROI berechnen. Wichtig ist, die Annahmen offenzulegen (z. B. Zuordnung über Attribution, geschätzter Anteil eines Kanals am Abschluss), statt nur einen Prozentsatz zu präsentieren. Transparente Messung des ROI ist für B2B-Unternehmen wichtiger als ein maximal hoher, aber fragwürdiger Wert.

Payback-Periode und Break-even-Point

Neben dem ROI selbst ist die Payback-Periode im B2B zentral: Sie zeigt, wann sich Investitionen auszahlen und der Break-even-Point erreicht ist. Die einfache Formel lautet:

Payback = Investition / jährlicher Netto-Ertrag

Gerade bei größeren Projekten oder wiederkehrenden Investitionen hilft diese Kennzahl, B2B-Entscheidungen messbar zu machen. Ein positiver ROI ist gut – aber eine nachvollziehbare Payback-Dauer sorgt dafür, dass Einkauf, Finance und Management verstehen, ab wann sich das Projekt wirklich „auszahlt“ und wie effizient Ressourcen im B2B-marketing und Vertrieb eingesetzt werden.

Was sind typische Fallstricke in ROI-Modellen?

„Schöngerechneter“ ROI im B2B

Viele ROI-im-B2B-Modelle sehen auf der Folie beeindruckend aus – scheitern aber an der Realität. Ein klassischer Fehler ist, den Return on Investment zu hoch anzusetzen, weil Umsatz-Effekte großzügig geschätzt und Investitionen unvollständig erfasst werden. Wenn Sie ROI berechnen, aber nur Lizenzkosten berücksichtigen und interne Aufwände, Marketingausgaben, Projektkosten oder zusätzliche Kosten ausblenden, wirkt die Kennzahl schnell künstlich.

Gerade im B2B-Marketing werden Marketingkampagnen gerne mit sehr hohem Marketing-ROI oder ROMI (Return on Marketing Investment) beworben, ohne dass klar ist, welche Bestandteile der Investition tatsächlich eingeflossen sind. Für B2B-Unternehmen gilt: Lieber einen etwas niedrigeren, aber belastbaren ROI zeigen als einen Hochglanzwert, dem weder Finance noch eine kritische Führungskraft traut.

Attribution: Ein Kanal, viele Einflüsse

Ein zweiter, massiver Fallstrick ist die Attribution. Häufig wird ein Abschluss vollständig einem Kanal oder einer Kampagne zugerechnet, obwohl die gesamte Customer Journey über mehrere Kanäle lief – etwa Content-Marketing, E-Mails und beispielsweise Google Ads. Wenn Sie den ROI im B2B dann nur einer Maßnahme zuordnen, überzeichnen Sie den Beitrag dieser Marketingmaßnahmen und erzeugen verzerrte KPIs.

Transparente Messung des ROI bedeutet hier, klar zu sagen, nach welchem Modell Sie ROI zu berechnen versuchen (z. B. First Touch, Last Touch, Simple Multi-Touch). Wichtig ist, die Grenzen der Datenlage offen zu legen: Klicks, Conversions, Lead-Quelle und Funnel-Stufe sind messbar, aber die tatsächliche Wirkung auf den Kunden entsteht oft durch das Zusammenspiel mehrerer Marketingkanäle und Vertriebskontakte im Vertriebsprozess.

Leads, Conversions und Lifetime Value falsch verstanden

Ein weiterer häufiger Fehler in ROI-Modellen: Leads und Conversions werden direkt als Umsatz interpretiert. Nur weil eine Kampagne „mehr Leads“ bringt, heißt das noch nicht, dass sie auch mehr Neukunden oder höheren Lifetime Value schafft. Wenn KPIs wie Conversion Rate, gewonnenen Neukunden oder Marge nachgelagert nicht sauber betrachtet werden, überschätzt man schnell den Ertrag einer Investition.

Saubere Berechnung des ROI im B2B-Bereich verlangt daher, den gesamten Funnel mitzudenken: von der Marketingkampagne über Leads und Conversations bis zu unterschriebenen Verträgen und wiederkehrenden Erlösen. Nur so wird der gesamten ROI wirklich messbar – nicht nur die Performance am oberen Trichter.

ROI-Rechner ohne Kontext

Schließlich sind viele „ROI-Rechner“ ein Fallstrick für sich: einfache Formulare, die mit ein paar Eingaben einen hohen Prozentsatz ausspucken. Solche Tools können hilfreich sein, um die Logik zu erklären – aber sie ersetzen keine saubere Datengrundlage. Wenn Annahmen nicht dokumentiert werden, die Investition zu eng definiert ist oder der betrachtete Zeitraum unrealistisch kurz, entsteht ein scheinbar positiven ROI, der im Alltag kaum haltbar ist.

Kurz: ROI im B2B ist nur dann eine tragfähige Kennzahl, wenn Annahmen, Datenbasis und Zuordnung klar sind. Alles andere ist eher Storytelling als Return on Investment – und genau das untergräbt die Glaubwürdigkeit von ROI-Modellen bei Finance, Einkauf und Management.

Welche Belege erhöhen die Glaubwürdigkeit?

Von der Behauptung zur belegten Kennzahl

Ein ROI im B2B ist nur so stark wie die Belege, auf denen er steht. Für Finance, Einkauf und eine kritische Führungskraft ist der Return on Investment erst dann überzeugend, wenn klar ist, woher die Zahlen kommen. Im Kontext von B2B-marketing und Vertrieb heißt das: ROI berechnen reicht nicht – Sie müssen den Rechenweg und die Datengrundlage zeigen.

Glaubwürdige ROI-B2B-Modelle kombinieren Rohdaten, nachvollziehbare KPIs und konkrete Praxisbeispiele. Sie machen transparent, wie aus Leads, Conversions und Neukunden tatsächlich zusätzlicher Umsatz und Lifetime Value entstanden ist und welche Investition (z. B. Marketingkosten, Projektaufwände, Werbekosten) dahintersteht.

1. Harte Zahlen: Tracking entlang des Funnels

Die Basis bildet eine saubere Datenerfassung entlang des Funnels:

  • Marketingaktivitäten und jede Kampagne werden pro Marketingkanal (z. B. E-Mail, Social, beispielsweise Google Ads, Content-Marketing) mit Kosten hinterlegt.
  • Leads und potenziellen Kunden werden eindeutig Quellen zugeordnet (Attribution), sodass klar ist, welche Marketingmaßnahmen welchen Beitrag leisten.
  • Im Vertriebsprozess wird sichtbar, wie viele dieser Leads zu Möglichkeiten, wie viele zu Kunden mit Vertragsabschluss werden.

So lassen sich Key Performance Indicators wie Conversion Rate, Kosten pro Lead, Kosten pro Neukunde, Deckungsbeitrag pro Abschluss und letztlich der gesamten ROI nachvollziehbar verbinden. Je besser dieser Weg dokumentiert ist, desto eher wird der ROI im B2B als echte Steuerungsgröße akzeptiert – statt als theoretische Kennzahl.

2. Business-Case-Logik und Szenarien

Der zweite Belegtyp sind strukturierte Business Cases mit klaren Annahmen und Szenarien. Statt nur einen Wert für den Return on Investment zu nennen, zeigen Sie:

  • wie sich Investition und Ertrag über einen definierten Zeitraum berechnet entwickeln,
  • welche Effekte auf Effizienz, Umsatz und Risiko realistisch sind,
  • wie sich der Break-even-Point und die Payback-Periode darstellen.

Solche Modelle können durch einen internen ROI-Rechner unterstützt werden, der mit echten Projekt- und Marketingkampagnen-Daten gespeist wird. Wichtig ist, dass Annahmen, Attribution und ggf. mehrere Kanäle sichtbar bleiben – nicht nur das Ergebnis.

3. Referenzen, Benchmarks und ROMI-Belege

Schließlich erhöhen qualitative Belege die Glaubwürdigkeit der Berechnung des ROI:

  • Referenzstudien und Case Studies, in denen konkrete Marketingkampagnen oder Projekte im B2B-Bereich mit Zahlen zu Ertrag, Effizienz und positiven ROI dokumentiert sind.
  • Benchmarks aus ähnlichen B2B-Unternehmen, die zeigen, dass Ihre Werte im Rahmen dessen liegen, was der Markt typischerweise erreicht.
  • Nachweise zum Return on Marketing Investment (ROMI) für einzelne Kampagnen oder Marketingkanäle, die belegen, dass sich Marketingausgaben und Werbeausgaben tatsächlich auszahlen – etwa durch mehr Leads, höhere Conversions oder bessere Kundenbindung.

In Summe entsteht damit ein Bild, das weit über „eine Zahl auf einer Folie“ hinausgeht. Ein glaubwürdiger ROI im B2B ist: datenbasiert, entlang des Funnels hergeleitet, durch Szenarien transparent gemacht und mit realen Projekterfahrungen unterfüttert. Genau diese Mischung macht ROI vom Buzzword zur belastbaren Entscheidungsgrundlage.

Wie stimmen Sie Zahlen mit dem Einkauf ab?

Einkauf als Mitgestalter des ROI im B2B

Im B2B ist der Einkauf nicht der „Gegenspieler“ von Vertrieb und Marketing, sondern eine zentrale Instanz, um ROI im B2B zu prüfen und freizugeben. Für ihn ist der Return on Investment keine schöne Story, sondern eine harte Kennzahl, die im Vergleich zu Alternativen bestehen muss. Wenn Sie ROI berechnen und Payback nur intern optimieren, ohne die Logik mit dem Einkauf abzugleichen, laufen Sie Gefahr, dass Ihr Modell als „nicht belastbar“ abgetan wird – egal, wie gut Ihre Kampagne, Ihre Leads oder Ihr B2B-marketing funktionieren.

Gemeinsame Annahmen statt fertiger ROI-Folie

Der erste Schritt ist daher, Einkauf früh in die Logik einzubeziehen – nicht erst mit einer fertigen Folie, auf der ein hoher ROI und ein kurzer Payback stehen. Transparenz über:

  • welche Investition (Projektkosten, Fees, Marketingausgaben, interne Aufwände) Sie im Modell berücksichtigen,
  • welche Effekte auf Umsatz, Kosten, Effizienz und Risiko Sie ansetzen,
  • über welchen Zeitraum der gesamte ROI und der Break-even-Point betrachtet wird.

Statt „Hier ist unser ROI“ lautet der Ansatz: „Lassen Sie uns gemeinsam den Return on Investment für dieses Projekt herleiten“. So wird der Einkauf vom Prüfer zum Mitgestalter – und Sie vermeiden, dass unterschiedliche Abteilungen mit verschiedenen Versionen der Wahrheit rechnen.

ROI-Rechner, KPIs und Attribution offenlegen

Hilfreich ist ein interner ROI-Rechner, der klar zeigt, wie sich Änderungen an KPIs auswirken: Conversion Rate, Anzahl Leads pro Kanal, durchschnittlicher Customer-Wert, Budget pro Kampagne usw. Wenn der Einkauf sieht, wie Sie ROI im B2B aus Marketingmaßnahmen, Marketingkampagnen und dem Vertriebsprozess entlang des Funnels ableiten, wird die Messung des ROI nachvollziehbar:

  • Welche Marketingkanäle und Aktivitäten (z. B. Content-Marketing, organisch, beispielsweise Google Ads) fließen in die Investition ein?
  • Wie ordnen Sie über Attribution zu, welcher Lead und welche Conversion von welcher Kampagne kam?
  • Wie werden Neukunde, Lifetime Value und wiederkehrende Erträge berücksichtigt?

Je klarer diese Logik dokumentiert und für den Einkauf zugänglich ist, desto eher wird der ROI als messbar und auditierbar akzeptiert.

Zahlen als Basis für Verhandlung, nicht als Waffe

Am Ende sind ROI und Payback im B2B kein Druckmittel, sondern eine gemeinsame Entscheidungsgrundlage. Wenn der Einkauf Einwände hat (z. B. zu optimistische Annahmen, fehlende Klicks- oder Kostendaten, zu enger Zeitraum), ist das eine Chance zur Anpassung des Modells – nicht das Ende der Diskussion.

Ein guter Weg ist, gemeinsam konservative, realistische und ambitionierte Szenarien durchzugehen und klar zu definieren, unter welchen Bedingungen sich die Investition auszahlen soll. So werden ROI, Payback und Marketing-ROI Teil einer ganzheitlich verstandenen Argumentation: Sie zeigen, wie sich Investitionen in Lösung, B2B-marketing und Vertrieb im Zeitverlauf auszahlen können – und geben Einkauf und Finance die Sicherheit, dass Ihre Zahlen nicht nur gut aussehen, sondern belastbar sind.

Fazit: ROI im B2B als gemeinsame Sprache für Marketing, Vertrieb und Einkauf

Ein sauber hergeleiteter ROI im B2B ist weit mehr als eine hübsche Zahl auf einer Folie. Er ist die gemeinsame Sprache von Marketing, Vertrieb, Einkauf und Finance – und damit ein zentrales Steuerungsinstrument für B2B-Unternehmen. Wenn Sie ROI berechnen, ohne Rechenweg, Annahmen und Investition transparent zu machen, bleibt der Return on Investment ein Vertrauensproblem. Richtig verstanden ist ROI aber die Brücke zwischen B2B-marketing, Kampagne, Leads, Customer Journey und tatsächlichem Umsatz.

Ein belastbares ROI-Modell im B2B definiert klar, welche Marketingkosten, Projektaufwände und Kanäle einfließen, wie Erträge (z. B. zusätzliche Neukunden, höherer Lifetime Value, bessere Conversion Rate) entstehen und über welchen Zeitraum der gesamten ROI und die Payback-Periode betrachtet werden. Es vermeidet die typischen Fallstricke – zu optimistische Annahmen, falsche Attribution, Verwechslung von Leads und Erlösen – und arbeitet stattdessen mit nachvollziehbaren KPIs, Szenarien und Belegen aus echten Marketingkampagnen und dem Vertriebsprozess.

So wird ROI im B2B vom Buzzword zur robusten Kennzahl, mit der Sie Marketingaktivitäten und Marketingkanäle priorisieren, Budget und Werbeausgaben gezielt steuern und gemeinsam mit Einkauf und Finance entscheiden können, welche Investitionen sich auszahlen – und welche nicht.

FAQ zu ROI & Payback im B2B

1. Was bedeutet ROI im B2B konkret?

Im Kern beschreibt der Return on Investment (ROI) das Verhältnis von Ertrag zu Investition. Die einfache Formel lautet:
(Ertrag – Investition) / Investition
Im B2B-Bereich kann der Ertrag zusätzlicher Umsatz, Marge, eingesparte Kosten oder vermiedene Risiken sein. Wichtig ist, dass Sie bei der Berechnung des ROI alle relevanten Kosten einbeziehen – nicht nur Lizenzpreise, sondern auch interne Aufwände, Marketingausgaben, Werbekosten, ggf. Agentur-Fees. Nur dann ist der ROI im B2B eine belastbare Kennzahl, die Führungskräfte und Einkauf ernst nehmen.

2. Worin unterscheidet sich Marketing-ROI (ROMI) vom allgemeinen ROI?

Der klassische ROI betrachtet eine gesamte Investition in ein Projekt oder eine Lösung. Marketing-ROI oder ROMI (Return on Marketing Investment) fokussiert speziell auf B2B-marketing: Er misst, wie sich Marketingmaßnahmen, Marketingkampagnen oder ein bestimmter Marketingkanal (z. B. Content-Marketing, Social, beispielsweise Google Ads) im Verhältnis zu den eingesetzten Marketingkosten bezahlt machen.
Typische KPIs sind hier Leads, Conversion Rate, Kosten pro Lead, Kosten pro Neukunde, zusätzlicher Lifetime Value oder durch die Kampagne beeinflusster Umsatz. Beide Perspektiven gehören zusammen: ROMI zeigt, wie effizient Ihre Marketingaktivitäten sind; der Gesamt-ROI zeigt, wie sich die gesamte Investition auszahlt.

3. Ab wann ist ein ROI „gut“ – gibt es eine Richtgröße?

Es gibt keinen universellen „richtigen“ Prozentsatz, ab dem ein ROI im B2B automatisch gut oder schlecht ist. Entscheidend sind:
– Risiko- und Kapitalbindung des Projekts
– übliche Renditeerwartungen Ihres Unternehmens
– Vergleich mit Alternativen (z. B. andere Kampagnen, andere Kanäle)
Wichtiger als ein maximaler Wert ist ein plausibler, nachvollziehbarer ROI, der auf realistischen Annahmen, klarer Messung des ROI und transparenten Metriken basiert. Ein moderater, aber sauber belegter positiven ROI, dessen Break-even-Point und Payback-Dauer klar sind, ist oft mehr wert als ein „perfekter“ ROI, der auf wackeligen Annahmen zu Leads und Konvertierungen beruht.

4. Wie gehe ich mit Effekten um, die sich schwer direkt messen lassen (Brand, Content, Sichtbarkeit)?

Viele Effekte im B2B-Marketing sind indirekt: stärkere Markenbekanntheit, bessere Kundenbindung, höhere Qualität der potenziellen Kunden, sinkende Absprungraten im Funnel. Sie sollten diese Effekte nicht ignorieren, aber auch nicht zwanghaft in eine Euro-Zahl pressen.
Praxisnah ist ein zweistufiger Ansatz:
– Harte ROI-Betrachtung für klar zuordenbare Effekte (z. B. zusätzliche Neukunden, Marge, reduzierte Kosten).
– Ergänzende KPIs für indirekte Effekte (z. B. Sichtbarkeit, Engagement, Kundenbeziehung, Entwicklung der gesamten Customer Journey).
So machen Sie den gesamten ROI nachvollziehbar, ohne Ihre Modelle zu überfrachten.

5. Wie starte ich pragmatisch mit der ROI-Messung, wenn bisher wenig Daten vorliegen?

Starten Sie klein und fokussiert:
1. Wählen Sie eine zentrale Kampagne oder einen relevanten Kanal im B2B-Marketing.
2. Definieren Sie wenige, aber klare KPIs (z. B. Leads, Conversion Rate, Kosten pro Neukunde, zusätzlicher Umsatz).
3. Erfassen Sie konsequent Marketingkosten und Werbeausgaben für genau diese Maßnahmen.
4. Nutzen Sie einen einfachen ROI-Rechner, um für einen definierten Zeitraum den ROI zu berechnen.
Mit jedem Durchlauf verbessern Sie Datenqualität, Attribution und Modelllogik. Wichtig ist, dass Sie den Rechenweg dokumentieren und regelmäßig mit Vertrieb, Einkauf und Finance spiegeln. So wird ROI im B2B Schritt für Schritt zu einem verlässlichen Instrument, mit dem Sie Budget verteilen, mehr Leads und mehr Kunden gewinnen – und Ihre Investitionen auszahlen, statt im Blindflug zu agieren.

Torsten Herrmann Avatar

Torsten Herrmann

Geschäftsführender Gesellschafter chain relations GmbH

Torsten Herrmann ist Berater für Neukundengewinnung im B2B und Geschäftsführer von chain relations.
Er verbindet im Marketing Demand Generation, Account-based Marketing, Content Marketing und Sichtbarkeit in KI-Assistenten mit Customer-led Growth und Jobs-to-be-Done – immer entlang echter Customer Journeys.
In der Vertriebsberatung analysiert er, warum Sales gewinnt, verliert oder ein Case versandet, baut darauf Wissen über B2B-Kaufentscheidungen auf und befähigt Vertriebsteams, die Entscheidungsdynamik im Buying Center zu erkennen und die Entscheidungsvorbereitung zu unterstützen.
Seine Arbeit richtet sich vor allem an Software- und SaaS-Anbieter, Beratungsunternehmen sowie die Hightech-Industrie.
Buchautor „Lasst die Kunden kommen", Podcaster, Autor mehrerer Fachbuchbeiträge im Springer-Verlag und Verleger des B2B-Agenda Verlags.

Areas of Expertise: Demand Generation, Account-based Marketing, Content Marketing,Generative Engine Optimization (GEO), Sales Enablement, Buyer Enablement, Win-Loss-Analyse, Buying-Center-Analyse, B2B-Kaufentscheidungen, qualitative Marktforschung, Context Selling, Jobs-to-be-Done, Customer Journey Analyse, Saas Marketing, Professional Services Marketing, Dienstleistungsmarketing
LinkedIn

Primary Sidebar

  • Account-based Marketing (ABM)
  • Buyer Persona
  • Buying-Center-Analyse
  • Content Marketing
  • Customer-led Growth
    • Customer Journey Mapping für ein optimales Kundenerlebnis
    • Marketing und Sales Alignment
  • Demand Generation
  • Jobs to be Done (JTBD)
  • Ressourcen
    • Blog
    • Neukundengewinnung B2B: Warum moderne Unternehmen umdenken müssen
    • Business-Roman: Lasst die Kunden kommen
    • Webinare
  • Agentur
    • Über uns
    • Beratungsansatz
    • Kontakt

Footer

Kontakt

chain relations GmbH
Gerbermühlstr. 32
60594 Frankfurt am Main
Deutschland/Germany

  • (+49) 69/850 995-60
  • info@chainrelations.de

  • Linkedin

Angebot

Customer-led Growth
Demand Generation
Content Marketing
Account-based Marketing

Über Uns

Über uns
Beratungsansatz
Business-Roman: Lasst die Kunden kommen

Wissen

Customer-led Growth - Wissen, was Kunden wollen
Demand Generation im B2B Marketing
Account-based Marketing – Ein Leitfaden
Jobs-to-be-Done verstehen
Strategie für B2B SaaS Unternehmen
Marketing für Unternehmensberatungen
Kundenbefragungen erstellen
Digitale Neukundenstrategie entwickeln
Win-Loss-Analyse

Lasst die Kunden kommen

Der B2B-Marketing Podcast rund um innovative Neukunden-Gewinnungs-Ansätze.
Logo des Podcasts 'Lasst die Kunden kommen'
Wir suchen B2B-Expert:innen für weitere Interviews. Melden Sie sich gerne!

© Copyright 2026 chain relations · Impressum & Datenschutz