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B2B-Marketing · 2. November 2016

User Experience B2B: 5 Wege, die Conversion Rate zu verbessern

Startseite » B2B-Marketing » User Experience B2B: 5 Wege, die Conversion Rate zu verbessern

User Experience Design dient nicht nur dem Anwender – auch Sie als Anbieter profitieren kräftig davon. Richtig angewendet kann UX Design Ihre Konversionsrate verbessern und somit mehr Leads für den Vertrieb generieren.

User Experience ist mehr als nur Webdesign. Dahinter verbirgt sich ein Konzept, das die Erfahrung eines Benutzers im Umgang mit einem Produkt so einfach und angenehm wie möglich gestalten soll.

UX dient somit nicht nur dem Selbstzweck. Richtig angewendet kann es Besucher auf Ihre Seite locken, deren Verweildauer erhöhen und die Konversionsrate verbessern.

Hier sind 5 Gründe, warum User Experience eine Website besser konvertieren lässt:

1.) Sie helfen dem User sein Ziel zu erreichen

Auch, wenn es viele Unternehmen nicht wahrhaben wollen – User lesen sich keineswegs jeden Text auf einer Website aufmerksam durch. Stattdessen kommen Sie mit einem bestimmten Ziel auf die Seite, z. B.:

  • Sie suchen eine Information.
  • Sie wollen ein Produkt kaufen.
  • Sie möchten einen Flug buchen.
  • Sie wollen sich ein bestimmtes Video ansehen

Je einfacher Sie es dem Besucher machen, sein Ziel zu erreichen, desto mehr Leads machen Sie zu Kunden.

Heutzutage entscheiden User innerhalb von 8 Sekunden, ob sie auf einer Seite verweilen oder sie verlassen möchten. In diesen 8 Sekunden müssen Sie Ihren Besuchern ihr Angebot, den Kundennutzen und weitere Schritte klarmachen.

Eine klare Nutzerführung ist dabei der Schlüssel. Mit einer griffigen Value Proposition kommunizieren Sie auf einen Blick, was Sie anbieten und was der Kunde davon hat. Ein gut gestaltetes Navigationsmenü macht es dem Besucher leicht, sich auf Ihrer Seite zu bewegen. Und logische Verlinkungen führen ihn direkt zu seinem wahrscheinlichsten Ziel – und damit auch zur Konversion.

2.) Gut geschriebene Texte werden auch gelesen

Gute Texte zu schreiben ist schwer. Das gilt doppelt für Website-Texte. Viel zu oft gestalten Unternehmen ihre schriftlichen Inhalte wie Artikel in einem Fachmagazin: Inhaltlich korrekt, vollgepackt mit Fachausdrücken – aber schwer zu lesen.

Das Angebot steht im Content Marketing in der Regel im Vordergrund. Der Benutzer erfährt alle tollen Funktionen und Eigenschaften des Produkts – aber nicht, was ihm das bringt. Als Resultat überspringen die meisten Internetnutzer einen Großteil der Seitentext: Too long; didn’t read (TL;DR), wie man heute sagt.

Kurze, gut geschriebene Texte finden dagegen viel häufiger Anklang. Wichtig ist vor allem, dass sie griffig, leicht verständlich und auf den Anwender fokussiert sind – ganz nach den Prinzipien der Usability.

Damit fällt es Ihnen als Unternehmen viel leichter, Ihre Botschaft an den Mann (oder die Frau) zu bringen und Besucher zu konvertieren.

3.) Userfreundliche Typographie verbessert Ihre Texte

Der Inhalt eines Textes ist eine Sache – seine Form eine völlig andere. Eine griffige, leserfokussierte Schreibweise macht einen Text leider noch nicht leserlich.

Details wie Farbe, Schriftgröße oder Zeilenabstand haben ebenfalls eine große Wirkung auf die Lesbarkeit. Die Form des geschriebenen Worts ist ein Faktor, den Sie keinesfalls außer Acht lassen sollten.

Auch das deckt UX Design ab. Schon alleine wegen Barrierefreiheit ist die Lesbarkeit von Texten ein wichtiger Bestandteil der Usability. Schließlich kann unleserliche Schrift den Eindruck für den Anwender leicht ruinieren.

Optimieren Sie die User Experience ihrer Website, stellen Sie also gleichzeitig auch die Qualität und Lesbarkeit Ihrer Texte sicher.

4.) Durchdachte Buttons konvertieren besser

Buttons, so unscheinbar sie oft auch sein mögen, sind ein essenzieller Bestandteil der Konversionsoptimierung. Sie bieten Services an, leiten Besucher auf eine Landing Page um und bestätigen den Konversionsprozess.

Es liegt also auf der Hand, dass attraktive, leicht verständliche Buttons Ihre Konversionsrate erhöhen.

Und damit sind wir auch wieder beim UX Design angelangt – denn gut Buttons zu erstellen ist eine Kunst für sich. Es gibt viel zu beachten:

  • Form
  • Größe
  • Farbe
  • Text
  • Positionierung
  • Bild Ja/Nein

Ein Button muss die Aufmerksamkeit des Besuchers auf sich ziehen, darf aber auch nicht zu sehr ablenken. Er muss eine klar verständliche Handlungsaufforderung enthalten, aber mit möglichst wenig Text. Und darüber hinaus muss er so natürlich in die Website passen, dass Anwender intuitiv darauf klicken.

Kurzum: Wenn Sie wirksame Buttons gestalten wollen, führt kein Weg an UX Design vorbei.

5.) Verständliche Formulare konvertieren besser als kryptische

Ein Formular ist die letzte Hürde zwischen einem Besucher und seiner Konversion – eine Hürde, die Sie nicht unterschätzen sollten.

Das Ausfüllen eines Formulars bedeutet Aufwand für den Anwender. Der Aufwand mag sich bei einem Newsletter-Formular noch in Grenzen halten. Aber wer schon einmal einen Flug online gebucht oder eine Bewerbung auf einem Karriereportal eingereicht hat, weiß, welche Ausmaße ein Formular annehmen kann.

Beachten wir zusätzlich noch überflüssige Abfragen, ungenaue Labels und kryptische Fehlermeldungen, ist es kein Wunder, dass viele Nutzer Formularen skeptisch gegenüberstehen.

Behalten Sie daher unbedingt den User im Hinterkopf, wenn Sie ein Webformular gestalten. Führen Sie ihn mit klaren Anweisungen durch die einzelnen Schritte, steigt auch die Wahrscheinlichkeit des Submits. Ignorieren Sie die Usability dagegen, wirkt Ihr Formular eher wie eine Barriere

UX Design hilft auch dem Anbieter

Wie wir sehen, zahlt sich User Experience Design nicht nur für den Anwender aus, sondern auch für Sie als Anbieter. Sie ziehen mehr Besucher auf Ihre Website, erhöhen die Konversionsrate und generieren damit mehr Leads für Ihren Vertrieb.

B2B-User Experience & Conversion Rate

1. Warum ist User Experience (UX) im B2B-Marketing so wichtig?

UX sorgt dafür, dass Besucher Ihre Website intuitiv nutzen können. Gerade im B2B, wo komplexe Produkte und längere Entscheidungsprozesse üblich sind, ist eine klare Nutzerführung entscheidend, um Vertrauen aufzubauen und Conversion-Hürden zu senken.

2. Welche Elemente auf einer Website beeinflussen die UX am stärksten?

Wichtige UX-Faktoren sind eine klare Navigation, prägnante Texte, gut gestaltete Call-to-Action-Buttons, übersichtliche Formulare und eine leserfreundliche Typografie. Sie helfen dem Nutzer, schneller zum Ziel zu kommen – und verbessern so auch Ihre Konversionsrate.

3. Was bedeutet „Sense Making“ im Kontext von UX und Konversion?

Sense Making beschreibt den Ansatz, Kunden bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen. Im UX-Kontext bedeutet das: Informationen müssen logisch, verständlich und sinnvoll verknüpft sein – damit der Nutzer eine Entscheidung treffen kann, ohne sich zu verlieren.

4. Wie lässt sich ein UX-optimiertes Formular gestalten?

Ein gutes Formular ist kurz, klar strukturiert, nutzt verständliche Feldbezeichnungen und bietet hilfreiche Fehlermeldungen. UX-optimierte Formulare reduzieren Frust, erhöhen die Abbruchquote nicht und machen die Konversion (z. B. Lead-Registrierung) wahrscheinlicher.

5. Ist UX Design nur etwas für große Unternehmen mit eigenem Designteam?

Nein. Auch kleinere B2B-Firmen profitieren stark von UX-Grundprinzipien. Bereits einfache Maßnahmen – wie gut lesbare Texte, klare Buttons oder mobile Optimierung – können spürbare Verbesserungen bei der Leadgenerierung bringen.

Beitragsbild generiert mit ChatGPT/DALL-E

Filed Under: B2B-Marketing

Torsten Herrmann

Torsten Herrmann ist Berater für Neukundengewinnung im B2B und Geschäftsführer von chain relations.
Er verbindet im Marketing Demand Generation, Account-based Marketing, Content Marketing und Sichtbarkeit in KI-Assistenten mit Customer-led Growth und Jobs-to-be-Done – immer entlang echter Customer Journeys.
In der Vertriebsberatung analysiert er, warum Sales gewinnt, verliert oder ein Case versandet, baut darauf Wissen über B2B-Kaufentscheidungen auf und befähigt Vertriebsteams, die Entscheidungsdynamik im Buying Center zu erkennen und die Entscheidungsvorbereitung zu unterstützen.
Seine Arbeit richtet sich vor allem an Software- und SaaS-Anbieter, Beratungsunternehmen sowie die Hightech-Industrie.
Buchautor „Lasst die Kunden kommen", Podcaster, Autor mehrerer Fachbuchbeiträge im Springer-Verlag und Verleger des B2B-Agenda Verlags.

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